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Muskatnuß und Musketen
 
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Muskatnuß und Musketen [Taschenbuch]

Giles Milton
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 1. Ausgabe (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499613670
  • ISBN-13: 978-3499613678
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,6 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 240.250 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Exotische Gewürze waren jahrhundertelang Anlass für Kriege, Eroberungen und die Entdeckung neuer Erdteile. Ihre politische Bedeutung lässt sich heute am besten mit der Rolle des Erdöls vergleichen - oder mit dem Rauschgiftschmuggel, der ebenso gefährlich, aber auch mindestens so gewinnträchtig ist wie der Gewürzhandel im 17. Jahrhundert. Miltons packende Kulturgeschichte voll abenteuerlicher Details ist auch eine Geschichte der großen Entdeckungsreisen, der christlichen Seefahrt und der Frühzeit des Kolonialismus. 2000 Kilometer östlich von Jakarta liegen die Banda-Inseln. Run, die abgelegenste und unzugänglichste der sechs kleinen Inseln, ist vier Kilometer lang und knapp einen Kilometer breit - und heute auf vielen Karten nicht einmal mehr eingetragen. Im 17. Jahrhundert war sie dicht bewachsen mit Muskatnußbäumen, und für Muskatnüsse, damals ein Wundermittel, das sogar gegen die Pest helfen sollte, wurde in London und Antwerpen zeitweise das 600fache ihres Einkaufspreises bezahlt. So wurden gigantische Vermögen begründet, doch der Preis war hoch. Die Reise in den Fernen Osten führte manche Seeleute bis hinauf nach Neufundland und in den Tod. Sie starben an Skorbut, tropischen Krankheiten, an Leberleiden, wurden von Piraten überfallen, von Kopfjägern gemeuchelt, von Kannibalen und Krokodilen gefressen. 1616 betrat der britische Abenteurer Nathaniel Courthope das Eiland von Run und hisste die englische Flagge. Fünf Jahre lang kämpfte er mit 30 Mann gegen eine überwältigende holländische Übermacht, bis er verraten und umgebracht wurde. Eine Fußnote in der Weltgeschichte doch nach seinem Tod tauschten die Engländer die Muskatnußinsel gegen eine andere kleine Insel in holländischem Besitz. Die Eingeborenen nannten sie "Manna-hatta" - Manhattan.
Miltons packende Kulturgeschichte voll abenteuerlicher Details ist auch eine Geschichte der großen Entdeckungsreisen, der christlichen Seefahrt und der Frühzeit des Kolonialismus.

Der Verlag über das Buch

2000 Kilometer östlich von Jakarta liegen die Banda-Inseln. Run, die abgelegenste und unzugänglichste der sechs kleinen Inseln, ist vier Kilometer lang und knapp einen Kilometer breit - und heute auf vielen Karten nicht einmal mehr eingetragen. Im 17. Jahrhundert war sie dicht bewachsen mit Muskatnußbäumen, und für Muskatnüsse, damals ein Wundermittel, das sogar gegen die Pest helfen sollte, wurde in London und Antwerpen zeitweise das 600fache ihres Einkaufspreises bezahlt. So wurden gigantische Vermögen begründet, doch der Preis war hoch. Die Reise in den Fernen Osten führte manche Seeleute bis hinauf nach Neufundland und in den Tod. Sie starben an Skorbut, tropischen Krankheiten, an Leberleiden, wurden von Piraten überfallen, von Kopfjägern gemeuchelt, von Kannibalen und Krokodilen gefressen. 1616 betrat der britische Abenteurer Nathaniel Courthope das Eiland von Run und hisste die englische Flagge. Fünf Jahre lang kämpfte er mit 30 Mann gegen eine überwältigende holländische Übermacht, bis er verraten und umgebracht wurde. Eine Fußnote in der Weltgeschichte - doch nach seinem Tod tauschten die Engländer die Muskatnußinsel gegen eine andere kleine Insel in holländischem Besitz. Die Eingeborenen nannten sie "Manna-hatta" - Manhattan. Miltons packende Kulturgeschichte voll abenteuerlicher Details ist auch eine Geschichte der großen Entdeckungsreisen, der christlichen Seefahrt und der Frühzeit des Kolonialismus. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Snorri
Format:Taschenbuch
Das Buch ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bedient sich der Autor vieler historischer Dokumente, meistens Tagebücher von Seeleuten und erzählt spannend den Wettlauf der europäischen Nationen um die Gewürzinseln. Andererseits quillt aus jedem Kapitel britische, leider längst vergangene Größe hochzuhalten. So gerät das Buch zu einer sehr einseitigen Sicht. Die Spanier werden als “Möchtegerneroberer“ verspottet. Die Taten der Holländer werden in ihrer Blutrünstigkeit in allen Details ausgeschlachtet und als typisch holländisch dargestellt, ihrer Kapitäne als stümperhafte Tölpel dargestellt. Nur die Engländer sind bemerkenswert gewitzt und talentiert. Grausamkeiten die bei dem kapern fremder Schiffe begangen wurden, werden humorvoll überspielt. und dass die Bevölkerungen und die Inseln Ostindiens "nur darauf warteten" von den Engländern in Besitz genommen zu werden zeigt, wie die Briten die Kolonialzeit und den darauf folgenden Niedergang ihrer Bedeutung für die Welt noch nicht ganz verwunden haben.

Es ist zweifelsohne auch interessant, was für die Nachwelt unbedeutende (weil erfolglose) englische Kapitäne auf ihren Fahrten erlebt haben. Das ist jedoch kein Grund Männer wie Fernando Magellan der immerhin als erster Europäer den Pazifischen Ozean überquerte, und Endecker der Magellan’schen Wolke und der Magellanstraße lediglich in ein paar Sätzen, abzuhandeln und als gescheiterte Existenz darzustellen.

Die Rezensionen im Klappentext von The Spectator und The Independent überschlagen sich vor Lob. Die Rezensenten
"verfallen in Trance" wollen das Buch "immer wieder selbst, und ihren Kindern vorlesen" Der Klappentext verrät aber auch das Giles Milton Jahrelang für genau diese beiden Zeitungen schrieb....

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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein historischer Thriller 1. September 2003
Format:Taschenbuch
Die Lektüre fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite. Die Fülle der Informationen wird durch eine klare Sprache leicht fasslich vermittelt. Auch ich empfand das Bedürfnis, gewisse Vorgänge anschließend auch aus anderer Sicht zu recherchieren, stellte dabei aber im Ergebnis keine Fehler fest. An der deutschen Fassung wunderte mich, dass die englischen Originaltexte in ein sehr altertümliches Deutsch übersetzt wurden (vielleicht griff der Übersetzer auf zeitgenössische Übersetzungen zurück?). Soweit die englischen Originalzitate noch erkennbar waren, wird deutlich, dass das damalige Englisch nicht annähernd so altertümlich wirkt wie das damalige Deutsch.
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kolonialgeschichte 27. Februar 2004
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Holländische und englische Kolonialwirtschaftsgeschichte in Südostasien im 17. Jahrhundert: Der Kampf um die wertvolle Muskatnuss wurde auf See und an Land überaus bitter geführt. Schlussendlich waren die Holländer stärker, die Engländer konzentrierten sich auf Indien. Die Muskatnuss hat auch was mit New York zu tun. Das Buch klärt auf, was. Wie schnell doch Edelleute zu Seeräubern und Gangstern wurden! Spannend bis zum Schluss.
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