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Musikerhandschriften Von Heinrich Schütz Bis Wolfgang Rihm
  
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Musikerhandschriften Von Heinrich Schütz Bis Wolfgang Rihm [Unbekannter Einband]

Günter (Hrsg.) Brosche
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Stuttgart Philipp Reclam, (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B005DUPO4Y
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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Format:Gebundene Ausgabe
Was für ein Buch!
Üppiges Großformat, angefüllt mit originalen Handschriften von 80 Komponisten von Schütz bis Rihm - eine Fundgrube und ein Traum für viele Musiker und Musikbegeisterte. Für mich als studiertem Arrangeur, der während seines Studiums das korrekte Partiturschreiben erlernte; ist am meisten erstaunlich, dass so viele Komponisten sehr genau und mit teilweise fast kalligraphischer Kunstfertigkeit schrieben.
Das ist auch vor allem deshalb erstaunlich, da doch die allgemeine Meinung vorherrscht, dass das Genie seine Geistesblitze hinschmieren und -krakeln müsse nach dem Motto: bloß schnell schreiben, damit die Inspiration nicht wieder abhanden kommt.
Durch dieses Buch wurde mir eines bestätigt: Die wilde Schmiererei ist einzig und allein von Beethoven bekannt und der prägte dieses Klischee und Vorurteil entscheidend!
Entscheidend?
Beethovens Klaue ist tatsächlich die Ausnahme! Geradezu schockierend penibel und auch wunderschön schrieben etwa Stawinsky, Strauss oder Hindemith.
Hochinteressant sind natürlich auch die Vergleiche der Entwicklung der Notenschriftorthographie im Laufe der Jahrhundert - so etwa der Handhabung der Verbalkung.
Durch den chronologischen Aufbau des Buches ist dieses wunderbar nachzuvollziehen.
Zu jedem eine Seite ausfüllenden Manuskript des jeweiligen Komponisten steht auf der gegenüber liegenden Seite ein sehr informativer und kurzweiliger Text zum Komponisten allgemein sowie zum abgebildeten Werk im speziellen.

Die letzte Seite von Mozarts Arbeitspartitur des Requiem ist zu sehen - auf der rechten Hälfte ein abgerissenes Stück: die vermutlich letzten geschriebenen Worte Mozarts wurden von einem Musikfanatiker gestohlen.
Bruckners Adagio seiner Neunten mit Überklebungen ist zu sehen.
Die Arbeitsweise Max Regers: schwarze Schrift für die Noten, rote für Ausführungshinweise wie Crescendi etc.
Ein kurioses Zwölftonspiel J. M. Hauers ebenfalls mit mehreren "Farbebenen".

Die Auswahl der Komponisten ist recht gut: Ich persönlich vermisse nur einige große Meister wie Prokowjew, Messiaen und (zumindest der Ausgewogenheit der zeitgenössischen Musik gegenüber!) Ives oder Steve Reich.

Alles in allem ist es ein Buch, mit dem man viele kurzweilige Stunden verbringen kann. Der hohe Preis ist durchaus gerechtfertigt.

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Was für ein Buch!
Üppiges Großformat, angefüllt mit originalen Handschriften von 80 Komponisten von Schütz bis Rihm - eine Fundgrube und ein Traum für viele Musiker und Musikbegeisterte. Für mich als studiertem Arrangeur, der während seines Studiums das korrekte Partiturschreiben erlernte; ist am meisten erstaunlich, dass so viele Komponisten sehr genau und mit teilweise fast kalligraphischer Kunstfertigkeit schrieben.
Das ist auch vor allem deshalb erstaunlich, da doch die allgemeine Meinung vorherrscht, dass das Genie seine Geistesblitze hinschmieren und -krakeln müsse nach dem Motto: bloß schnell schreiben, damit die Inspiration nicht wieder abhanden kommt.
Durch dieses Buch wurde mir eines bestätigt: Die wilde Schmiererei ist einzig und allein von Beethoven bekannt und der prägte dieses Klischee und Vorurteil entscheidend! Entscheidend?
Beethovens Klaue ist tatsächlich die Ausnahme! Geradezu schockierend penibel und auch wunderschön schrieben etwa Stawinsky, Strauss oder Hindemith.
Hochinteressant sind natürlich auch die Vergleiche der Entwicklung der Notenschriftorthographie im Laufe der Jahrhundert - so etwa der Handhabung der Verbalkung.Durch den chronologischen Aufbau des Buches ist dieses wunderbar nachzuvollziehen.
Zu jedem eine Seite ausfüllenden Manuskript des jeweiligen Komponisten steht auf der gegenüber liegenden Seite ein sehr informativer und kurzweiliger Text zum Komponisten allgemein sowie zum abgebildeten Werk im speziellen.

Die letzte Seite von Mozarts Arbeitspartitur des Requiem ist zu sehen - auf der rechten Hälfte ein abgerissenes Stück: die vermutlich letzten geschriebenen Worte Mozarts wurden von einem Musikfanatiker gestohlen.
Bruckners Adagio seiner Neunten mit Überklebungen ist zu sehen.
Die Arbeitsweise Max Regers: schwarze Schrift für die Noten, rote für Ausführungshinweise wie Crescendi etc.
Ein kurioses Zwölftonspiel J. M. Hauers ebenfalls mit mehreren "Farbebenen".

Die Auswahl der Komponisten ist recht gut: Ich persönlich vermisse nur einige große Meister wie Prokowjew, Messiaen und (zumindest der Ausgewogenheit der zeitgenössischen Musik gegenüber!) Ives oder Steve Reich.

Alles in allem ist es ein Buch, mit dem man viele kurzweilige Stunden verbringen kann. Der hohe Preis ist durchaus gerechtfertigt.

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