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Der Musiker und sein Instrument. Studien zu einer besonderen Form der Bezogenheit [Broschiert]

Karin Nohr
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Broschiert EUR 29,90  
Broschiert, 1997 --  

Kurzbeschreibung

1997
Die bisher einzige Studie, die thematisiert, welche innere Beziehung der Musiker zu seinem Instrument entwickelt! Die Wahl eines Instruments ist für Musiker der Auftakt einer oft schicksalhaften Beziehung. Wie werden Instrumente erwählt? Wie empfinden Musiker ihre Bindung zum Instrument? Karin Nohr wertet 41 Instrumentalistenautobiografien aus und kommt zu überraschenden Ergebnissen, die auch für Laienmusiker Gültigkeit haben: Ob Zwilling, Partner, Schatten, Feind - immer wird das Instrument zum Spiegel des Selbst, enthält symbolische Vermächtnisse in Form elterlicher Werte, Ansprüche, Ideale, an denen die Musiker wachsen oder scheitern. Das Spielen eines Instruments stellt so eine Herausforderung dar, das Eigene aus dem Aufgetragenen heraus zu entwickeln. Vier Einzelfallstudien (Casals, Kremer, Galway, Paderewski) veranschaulichen den theoretischen Bezugsrahmen, der die akademische Musikpsychologie mit der psychoanalytischen Kreativitätsforschung verbindet.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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Produktinformation

  • Broschiert: 271 Seiten
  • Verlag: Edition Diskord (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3892956154
  • ISBN-13: 978-3892956150
  • Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 13,7 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.769.499 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Die bisher einzige Studie, die thematisiert, welche innere Beziehung der Musiker zu seinem Instrument entwickelt. Die Wahl eines Instruments ist für Musiker der Auftakt einer oft schicksalhaften Beziehung. Wie werden Instrumente erwählt? Wie empfinden Musiker ihre Bindung zum Instrument? Karin Nohr wertet 41 Instrumentalistenautobiographien aus und kommt zu überraschenden Ergebnissen, die auch für Laienmusiker Gültigkeit haben: Ob Zwilling, Partner, Schatten, Feind - immer wird das Instrument zum Spiegel des Selbst, enthält symbolische Vermächtnisse in Form elterlicher Werte, Ansprüche, Ideale, an denen die Musiker wachsen oder scheitern. Das Spielen eines Instruments stellt so eine Herausforderung dar, das Eigene aus dem Aufgetragenen heraus zu entwickeln. Vier Einzelfallstudien (Casals, Kremer, Galway, Paderewski) veranschaulichen den theoretischen Bezugsrahmen, der die akademische Musikpsychologie mit der psychoanalytischen Kreativitätsforschung verbindet. (literatur-report.de) (literatur-report.de) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

Über den Autor

Karin Nohr, Dr. phil., Dipl.-Psych., ist Psychoanalytikerin (DPG) mit den Schwerpunkten Arbeits- und Kreativitätsstörungen sowie Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse und Musik e.V. Veröffentlichungen zu den Themen: Stimme, Selbstzustände beim aktiven Musizieren, Arbeit mit therapeutischen Imaginationen, Richard Wagner. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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5.0 von 5 Sternen von einer ganz besonderen Beziehung 20. April 2010
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Gibt es das wirklich? Eine schicksalshafte Beziehung zwischen einem Musiker und seinem Instrument? Liest man das Buch der Psychoanalytikerin Karin Nohr müsste man diese beiden Fragen mit JA beantworten.

Die Autorin nimmt Autobiografien zu Hilfe um sich dem Thema zu nähern. Mit der vielleicht bedeutendsten russischen Lyrikerin des 20. Jahrhunderts Marina Zwetajewa beginnt Karin Nohr. Sie erzählt wie die Schriftstellerin durch die Mutter zum Klavier gedrängt wurde und wie sie sich nach deren Tod wieder vom Klavier entfernte.

"Der Kauf einer Geige (ist) wie eine Heirat" zitiert Nohr den großen Milstein. Es ist beeindruckend der Wissenschaftlerin zu folgen wie sie vom Zusammentreffen von Instrument und Musiker spricht. Manches liest sich spannend wie ein Krimi, stellenweise kommt sich der Leser vor, als wäre er Zeuge einer Kuppelei geworden.

Karin Nohr vertiefte sich besonders in die Instrument - Musiker - Beziehung vom Cellist Pablo Casals, dem Flötisten James Calway, dem Geiger Gidon Kremer und dem Pianisten Jan Paderewski. Die Psychoanalytikerin nimmt diese Einzelfälle als Kontrolle der vergleichenden Untersuchung und es ist überraschend: "Die Ergebnisse zur Instrumentalfindung konnten bestätigt werden."

Ein sehr beeindruckender Beitrag und wunderbar in der Recherche von Frau Dr. Nohr. Diese Studie zur besonderen Form der Bezogenheit wird Beachtung finden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit großer Behutsamkeit ans Werk gegangen 26. Februar 2010
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Broschiert
Über das Verhältnis eines Musikers zu seinem Instrument ließe sich bestimmt ein Buch schreiben, das eine größere Leserschaft erreichen würde. Aber ein solches Werk enthielte auch mehr Spekulatives und verträte wohl psychologische Gemeinplätze, die heute nicht mehr haltbar sind. Die Psychoanalytikerin Karin Nohr hat sich glücklicherweise für ein anderes Konzept entschieden. Sie möchte den besonderen Beziehungen zwischen Musikern und ihren Instrumenten zwar ebenfalls auf die Spur kommen, nimmt aber die Mühe auf sich, ihr methodisches Vorgehen immer wieder zu reflektieren. Das ist zwar stellenweise mühsam für den Leser, wird dem Untersuchungsgegenstand jedoch gerechter. Nur sollten Liebhaber von Musikerbiographien wissen, dass die Herangehensweise von Karin Nohr idealisierende und autobiographische Darstellungen oft in Frage stellen. Und enttäuscht darf man auch nicht sein, wenn am Schluss mehr Fragen offen bleiben als geklärt werden. Das liegt auch daran, dass sich die Musikpsychologie mehr der Wahrnehmung widmete und Besonderheiten des aktiven Musizierens erst in letzter Zeit in den Blickwinkel gerieten, wobei die Kreativitätsforschung wertvolle Denkanstösse bietet. Nur, lediglich von Wunderkindern und beseelten Verhältnissen zur Musik zu sprechen, bringt nicht viel Erhellendes. Da sichtet man tatsächlich lieber die vielen Studien von Persönlichkeits- und Entwicklungspsychologen oder der Musiksoziologie und versucht brauchbare gemeinsame Nenner herauszuarbeiten. Eine Ahnung, welche Arbeit die Autorin sich damit einhandelte, gibt die zwölfseitige Literaturliste.

Wer einen ähnlichen Ansatz wie Karin Nohr verfolgen will, muss sich zudem mit Büchern beschäftigen, die keinen wissenschaftlichen Anspruch haben. Denn zur Methodik der Autorin gehört die Auswertung von Autobiographien. Und nachdem sie die Gründe für ihr Vorgehen erläutert, geht Karin Nohr auf die Quellenlage ein. Zwar finde ich es persönlich schade, dass die Selbstbiographien von Musikern aus dem 18. und 19. Jahrhundert ebenso unberücksichtigt bleiben wie die Autobiographien der U-Musiker. Auch weil farbige Jazz-Musiker oft autodidaktische Lernwege beschritten und andere soziale Hintergründe als E-Musiker haben. Aber ohne sich gezielt zu beschränken, kommt man eben nicht zum Ziel. Und 41 Lebensbeschreibungen aufmerksam zu lesen und auszuwerten, ist eine Leistung, die Respekt verdient.

Das Buch von Karin Nohr interessierte mich auch deshalb, weil die Lebenslaufforschung relativ jung ist und wertvolle Beiträge zur Prägung neuronaler Muster liefert. Unter dieser Optik las ich das Buch also ebenfalls und stieß daher auf Zusammenhänge, die ich in anderen Werken der Musikpsychologie nicht entdeckte, vor allem im Kapitel "Vergleichende Auswertung von 41 Instrumentalisten-Autobiographien". Auf diesen Seiten versucht die Autorin auch eine Typologie der Musiker-Instrumenten-Beziehung zu entwerfen, hütet sich aber vor allzu großen Vereinfachungen und Generalisierungen. Im fünften und letzten Kapitel stellt sie dann noch vier Einzelfälle vor, die da sind: Pablo Casalls, James Galway, Gidon Kremer und Jan. I. Paderewski.

Mein Fazit: Diese 1997 erschienene Studie hat eine Neuauflage verdient, weil es zu diesem Thema zwar viele Einzeluntersuchungen gibt, aber kaum Werke, die Spekulatives durch eine nachvollziehbare Methodik ausgrenzen oder erkennbar machen. Zu Recht weist die Autorin auch immer wieder darauf hin, welche Aspekte bisher kaum beachtet und genauer untersucht wurden. Auch wenn der wissenschaftliche Ansatz manchmal auf Kosten der Lesbarkeit geht, bietet die Lektüre so viel Erhellendes, dass ich bei der Bewertung keine Sterne abziehen möchte.
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