Die Exequien von Schütz, eines seiner bekannteren Stücke, sind mehrfach überzeugend eingespielt worden, Herreweghe oder Gardiner.
"Das Werk ist dreiteilig angelegt, wobei der erste der weitaus längste ist.
I: Concert in Form einer teutschen Begräbnis-Missa SWV 279
II: Motette Herr, wenn ich nur dich habe SWV 280
III: Canticum Simeonis SWV 281"
"Schütz vertont diese Texte zwar in der Art und Weise, wie sie auf dem Sarg erscheinen (dort ist jedem Choral ein Bibeltext zugeordnet), doch unterscheidet er deutlich zwischen Bibelversen und dem Choral, dessen Text stets einer vollen sechsstimmigen Capella übertragen wird, wohingegen die Bibelstellen je nach Textinhalt einzelnen Solisten oder zwei bis sechs Gesangsstimmen zugeordnet werden. [...]
Aufgrund dieser Symmetrie wird unsere Aufmerksamkeit insbesondere auf die Stücke an der Achse gelenkt. Im ersten Abschnitt gilt dies für das "Christe eleiseon", das die spirituelle Bedeutung der Auferstehung Christi für die Betrachtungen der Exequien zum Thema Leben und Tod unterstreicht.Im Zentrum des zweiten, längeren Abschnitts stehen die Worte: "Der Gerechten Seelen sind in Gottes Hand .... aber sie sind in Freiden."Diese Inschrift verläuft entlang der Vertiefung zwischen Deckel und Unterkasten, also genau auf halber Höhe. Schütz war nicht nur darum bemüht, diese Worte genau in das Zentrum seines "Konzerts" zu rücken, das sich aus der Verteilung der Capella- und Solo-Passagen ergibt. Sie markieren zugleich die Stelle, an der alle vorangegangenen Texte dem Sargdeckel entstammen und alle nachfolgenden Texte dem Unterkasten."
Es ist ein zentrale Trostmusik, in den Zeiten grossen Sterbens, sicher ein wichtiges,hilfreiches Stück.
"Die Naxos-CD mit Helbich ist eine interessante neuere Alternative. Mir gefällt die Aufnahme gut ... sehr ästhetisch ansprechend und einfühlsam.Auf der CD ebenfalls enthalten sind Die sieben letzten Worte Jesu Christi am Kreuz SWV 478." meint ein Experte.
Die von Helbich eingesetzten Stimmen können alle gefallen, auch der Altus ist anhörbar.
Schütz war ein Meister der Klangrede. Helbich versteht es, die Klangrede gut hörbar zu machen. Gelegentlich hört man den grossen Raum des Bremer Doms, aber angesichts der diffusen Höreindrücke, die man selbst in diesem Dom haben kann, ist das akustische Ergebnis einwandfrei.