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Musik ohne Grenzen
 
 
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Musik ohne Grenzen [Gebundene Ausgabe]

Edward W. Said , Hainer Kober
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann (30. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570580024
  • ISBN-13: 978-3570580028
  • Originaltitel: Music at the Limits
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 367.681 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein hinreißendes Buch." (Die Zeit )

„Saids Texte zeugen von enormer Sachkenntnis und einer emphatischen Vertiefung in den jeweiligen Gegenstand. Die Überlegungen dieses originellen Außenseiters faszinieren.“ (Opernwelt )

„Saids Stil ist geprägt von gewaltigem Enthusiasmus und einer Tiefe und Breite an Wissen, die man unter Autoren jeglicher Couleur lange suchen muss.“ (The Economist )

Kurzbeschreibung

Saids scharfsinnige und brillant geschriebene Texte zur Musik

Edward W. Said war nicht nur einer der wichtigsten Intellektuellen des ausgehenden 20. Jahrhunderts, er war auch ein hoch geschätzter Musikkritiker. Dieser Band versammelt Texte zur Musik, die er in dreißig Jahren schrieb. Bei seinen Betrachtungen setzt er Komponisten, Interpreten und Musikstücke stets in Beziehung zu sozialen, politischen und kulturellen Überlegungen. Ob er über Mozart, das Verbot, in Israel Wagner zu spielen, oder seinen Weggefährten Daniel Barenboim schreibt, immer ist sein Ansatz interdisziplinär. Erfrischend deutlich ist auch sein Urteil als Kritiker: So klassifiziert er die Opernaufführungen von Pavarotti als »ein Minimum an Intelligenz und ein Maximum an übersteuertem Lärm«, während er Glenn Goulds Pianokunst göttlich nennt. Mit seinen scharfsinnigen Überlegungen zum Stand der Musik im anbrechenden 21. Jahrhundert hat Edward W. Said Maßstäbe gesetzt.

Mit einem Vorwort von Daniel Barenboim.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der 2003 verstorbene arabisch- amerikanische Intellektuelle Edward Said war Professor für Literatur an der Columbia University in New York. Seine Vorlesungen, seine Bücher und sein politisches Wirken machten ihn zu einem der bedeutendsten Intellektuellen des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

Ein besonderes Anliegen waren ihm die Musik und die Verständigung und Aussöhnung im Nahen Osten. Deshalb lag es nahe, dass er zusammen mit Daniel Barenboim, der zu diesem Buch ein bewegendes Vorwort geschrieben hat, das West-Eastern Divan Orchestra gründete.

Neben seinen politischen Aufsätzen und Büchern, unter anderen sein großes Werk "Kultur und Imperialismus", hat er über drei Jahrzehnte lang für die Zeitschrift "The Nation" hervorragende, stilprägende und die Zeiten überdauernde Musikkritiken geschrieben, von denen Elke Heidenreich für ihre Edition bei Bertelsmann 36 ausgewählt und hier veröffentlicht hat.

Für Musikfreunde ist das Buch ein Genuss, aber auch Menschen, die nicht so viel von Musik verstehen, nehmen die Aufsätze mit in eine faszinierende Welt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Man könnte sich jetzt darüber streiten ob Elke Heidenreich eine eigene Bücheredition braucht oder nicht. Nichts desto trotz sind unter ihrem Label interessante Bücher erschienen von denen eines, nämlich dieses (!), wirklich beachtenswert ist. Doch Elke Heidenreich hat eine Leidenschaft für Bücher und schon das alleine macht sie sympathisch. Edward W. Said hat mit seinem Buch MUSIK OHNE GRENZEN es geschafft Musik mit aktuellen politischen, gesellschaftlichen und sozialen Fragen zu verbinden. Damit hat er es verstanden die Musik zu einem übergreifenden Medium zu stilisieren und zudem alle Musikliebhaber darauf hinzuweisen, was Musik neben dem Klang noch alles transportiert. Interdisziplinär und unprätentiös schafft Edward W. Said es seine musikalische Zunge so scharf wie ein Schwert zu machen, ohne dabei aber jemanden willentlich verletzten zu wollen. MUSIK OHNE GRENEN ist damit ein Buch das eine simple aber wichtige Tatsache im Titel führt, Musik kennt nämlich keine Grenzen oder Barrieren.

Das Buch MUSIK OHNE GRENZEN von Edward W. Said ist eine Zusammenfassung von Artikeln, welcher dieser in über 30 Jahren für The Nation und andere Magazine geschrieben hat. Das Buch versammelt damit eine gewisse Essenz dessen was der Autor mitteilen wollte. Das Daniel Barenboim die Einleitung schreibt ist nett und angenehm, doch der Hauptteil von Edward W. Said ist die Creme de la Creme.

Ähnlich wie bei David Foster Wallace hatte Edward W. Said nie ein Blatt vor den Mund genommen und das merkt man seinen Schriften auch sofort an, ob es um die Frage nach immer mehr Musikfestivals und deren Qualität geht oder die Aufführung von Wagners Musik in Israel die Daniel Barenboim fast einen Rauswurf aus Israel einbrachte. Er solle sich offiziell entschuldigen, dafür dass er Wagner 2001 gespielt hatte. Wie dumm muss jemand sein der Wagners Musik mit dem Holocaust gleichsetzt?! Was Wagner sagte, tat und was er dachte steht auf einem anderen Blatt und dies haben sowohl Daniel Barenboim als auch Edward W. Said erkannt. Selbstverständlich dürfen Juden Wagner hören, auch in Israel, was sollte falsch daran sein?

Das Buch MUSIK OHNE GRENZEN von Edward W. Said flaniert leicht über Bachs Musik und die Wirkung der Orgel hinweg, gibt zu bedenken das damals Musik rein religiös eingesetzt wurde und schafft es in einem sehr eleganten Sprung sogar bis zu stillosen Umsetzungen klassischer Musikstücke.

Das Buch ist ausschließlich für echte Liebhaber klassischer Musik gedacht, für Experten und Enthusiasten, für wahre Narren der Musik und diejenigen welche sich einen offenen und freien Geist bewahren konnten. MUSIK OHNE GRENZEN von Edward W. Said wird mir lange im Gedächtnis bleiben.

Sehr empfehlenswert!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heidi Zengerling TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Was wäre die Welt ohne Musik ??? Ich stelle einfach mal diese Frage in den Raum. Klar, jeder hat einen anderen Musikgeschmack. Heute möchte ich euch mit der Musik und allem, was damit zusammenhängt vertraut machen und einem Buch, welches sich mit dieser Thematik beschäftigt.

Ich mag die Elke-Heidenreich-Collection sehr, zum einen, weil die Bücher vom cover her sehr ansprechend und anders als normal gestaltet sind, aber das ist nicht alles, ich finde die Themen, die in dieser Reihe enthalten sind, sehr spannend, interessant, abwechslungreich und genau richtig für mich. Hier werde ich immer wieder fündig. Ich habe schon zwei der Bücher rezensiert, und heute werde ich dieses Besprechen. Ein weiteres steht noch in meinem Bücherschrank, und wartet darauf gelesen zu werden. Dieses handelt vom Tango und allem Drumherum. Also wartet ab, bald wird auch davon von mir zu hören sein ...

Inhalt und Gliederung - sowie meine Meinung :

Das Buch ist in ein Vorwort - wie erwähnt - von Daniel Barenboim und eine Einleitung von Mariam C. Said gegliedert.

Dann folgenden Teil 1 mit 14 Kapiteln, Teil 2 mit 18 Kapiteln und Teil 3 mit 4 Kapiteln. Weiterhin folgen der Anhang, der Dank und das Personenregister.

Teil 1 beschäftigt sich mit der Musik an sich. (u. a. mit Gegenwart und Erinnerung in der Kunst des Pianisten, über Richard Strauß, Die Wiener Philharmoniker, Extreme Anlässe (Delibidache) oder Andràs Schiff in der Carnegie Hall und und und - um nur einige zu nennen.)

Kapitel 2 untersucht besondere Komponisten und ihre Werke und Kapitel 3 gibt so einige Besonderheiten zum Besten.

Man spürt, dass dieses Buch von einem Musikkritiker geschrieben ist. Jedes Kapitel spürt nur so vor Gedanken und Inhalt. Es sind dies eine Zusammenstellung seiner Texte, die Said in den 30er Jahren für die Zeitschrift The Nation" geschrieben hatte.

Besonders gelungen, interessant und aufschlussreich finde ich, dass Said nicht nur" die Biografien der Musiker niederschreibt und deren Leben beleuchtet, sondern alles immer im Zusammenhang sieht mit deren sozialen und politischen Bewandtnissen zu Lebzeiten der jeweiligen Person. Ob dies Mozart und das Verbot, den Wagner zu spielen oder andere historische Begebenheiten mit politischen und kulturellem Hintergrund, alle Kapitel sind äußerst umfassend recherchiert, und als Leser spürt man, dass sich dieser Mann auskennt, dass er weiß, was er schreibt, und das er vor allem weiß, was er seinen Lesern damit sagen will. Er bringt exakt und unverblümt auf den Punkt, was zu den einzelnen Themen zu sagen ist und sagt auch ohne Umschweife und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, was er zu den einzelnen Musikern und Künstlern zu sagen hat, was er von ihnen hält und wie er diese in deren Zeit einordnet.

Kritisch schreibt er sowieso, aber auch sehr herzerfrischend, detailliert wo es hinpasst und konkret, wo es sein soll. Pavarotti wird genauso auseinander genommen" und krititisiert aber auch positiv bewertet, wie Glenn Goulds Pianokunst, die er mit dem schönen Wort göttlich" bedenkt. So findet man im Buch immer wieder sehr passende Beschreibungen, die mit sehr treffenden Charakteristiken mittels wunderschöner Adjektive erklärt und bildhaft dargestellt werden.

Ich finde, es ist eine wunderschöne und abwechslungsreiche Auswahl, die man hier zusammengestellt hat. Sie zeigt die Musik - die klassische Musik in all ihrer Faszination sehr umfassend und komplex auf und als Leser - obwohl kein einfaches Thema - kann man sich sehr schnell mit dem Geschriebenen identifizieren.

Die Überlegungen, die Said zum Thema anstellt, sind nachvollziehbar und inhaltlich - so finde ich uneingeschränkt - ist dieses Buch äußerst wertvoll. Es ist, so kann ich sagen - da ich auch kein Spezialist auf dem Gebiet bin, sondern einfach ein interessierter Leser, der hin und wieder Klassik hört, wenn das Gemüt es bevorzugt, ein Buch, welches nicht nur für Freaks angedacht ist, es führt auch ideal in die Thematik ein und da die Musik und ihre Menschen immer auch vor dem historischen und kulturell-politischen Hintergrund gesehen werden, auch ein zeitgeschichtlich sehr interessantes Werk.

der Autor:
========

Edward W. Said wurde 1935 geboren. (Jerusalem) Er verstarb 2003 in New York. Said war Literaturprofessor an der New Yorker Columbia University. Seit 1986 verfasste er Musikkritiken für das Wochenmagazin The Nation. Zahlreiche Bücher zum Thema stammen aus seiner Feder. Er schrieb für Zeitungen auf der ganzen Welt. Er gründete gemeinsam mit Daniel Barenboim (von dem übrigens auch das Vorwort zum mir vorliegenden Buch verfasst wurde !) das West-Eastern Divan Orchestra.

kurze Infos zu D. Barenboim:
1942 wurde er in Argentinien geboren und feier als Pianist und Dirigent auf der ganzen Welt große Erfolge. Er ist seit 1992 Generaldirektor der Deutschen Staatsoper in Berlin. Mit dem o.g. Orchester gibt er Konzerte auf der ganzen Welt. Auch politische Aufmerksamkeit erregt er damit.

Kurze Leseprobe:
=============

Kapitel 15

Richard Strauss

Bei seinem brillanten Johnny-Carson-Porträt im New Yorker kam Kenneth Tynan zu dem Schluss, dass Carson, was immer er tat, es allein und stets perfekt tat. Er mag t3eils Stand-up-Comedian sein, teils Talkmaster, teils Hollywoodpromi, doch das Carson-Phänomen, das mehr als zwei Jahrzehnte überdauerte, ist mehr als eines dieser Dinge und mehr als ihre Summe.
...
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