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Produktinformation
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Thomas Meinecke wurde am 25.08.1955 in Hamburg geboren. Ab 1977 in München lebend, war er dort von 1978 bis 1986 Mitherausgeber und Redakteur der Avantgarde-Zeitschrift Mode & Verzweiflung.
In den 80er Jahren erschienen in unregelmäßigen Abständen in der ZEIT Kolumnen von ihm, 1986 der Kurzgeschichten-Band Mit der Kirche ums Dorf. Es folgten die Erzählung Holz (1988) und die Romane The Church of John F. Kennedy (1996), Tomboy (1998), Hellblau (2001) und Musik (2004).
Thomas Meinecke ist außerdem Musiker in der 1980 von ihm mitgegründeten Band Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) und Radio-DJ in seiner Sendung Zündfunk (BR 2).
1994 zog er mit Frau und Tochter in ein oberbayrisches Dorf.
Auszeichnungen:
1987
Literarisches Colloquium Berlin
1997
Förderpreis zum Heimito von Doderer-Literaturpreis
1997
Rheingau-Literaturpreis
1998
Literaturpreis "Kranich mit dem Stein" des Deutschen Literaturfonds Darmstadt
1998/1999
"poet in residence" an der Universität/GH Essen
2003
d.lit - Literaturpreis der Stadtsparkasse Düsseldorf
2004
Tukan-Preis der Landeshauptstadt München
2004/2005
Dozentur "Manuskriptum" an der Ludwig-Maximilians-Universität München
2005
Stipendium der niedersächsischen Literaturbüros
2008
Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst
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Meinecke behandelt seine Thema dabei mit einer intellektuellen und popkulturellen Präzision, dass Nicht-Eingeweihte das Buch schon nach wenigen Seiten entnervt in die Ecke werfen dürften. Man muss sich schon ein wenig auskennen im Dschungel der Gender-Problematik, damit man den Assoziationspfaden Meineckes folgen kann.
Hat man aber erst einmal verstanden, dass man hier keinen klassischen Roman, sondern ein Buch über die Diskursivität allen Denkens und Seins vor sich hat, steht einer anregenden und vor allem kenntnisreichen Lektüre nichts mehr im Weg.
So schafft es Meinecke in "Musik" die Figuren Nietzsche, Ludwig II., Missy Elliott, Aahliyah und Claudia Schiffer miteinander so zu verknüpfen, dass es einem wie das selbstverständlichste der Welt vorkommt.
Meinecke-Kennern sei gesagt, dass er in "Musik" deutlich nüchterner an sein Thema herangeht als z. B. in "Tomboy". Hatte man dort noch manchmal das Gefühl, er amüsiere sich über die intellektuellen Diskussionen seiner Protagonisten, so merkt man hier, dass er sie durchweg Ernst nimmt. Das macht sein Buch zwar zu einer wesentlich klareren, leider aber manchmal auch zu einer recht trockenen Sache.
Ein letztes Wort zum Titel: Wer Popliteratur im Stile eines Nick Hornby oder Stuckrad-Barre erwartet, sei gewarnt. Hier werden keine nostalgisch verklärten Geschichten über Lieblingsplatten erzählt, sondern auf äußerst hohem geistigen Niveau Quasi-Wissenschaft betrieben.
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