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Musik und Emotion. Wissenschaftliche Grundlagen des Musik-Erlebens
 
 
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Musik und Emotion. Wissenschaftliche Grundlagen des Musik-Erlebens [Gebundene Ausgabe]

Horst-Peter Hesse
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 199 Seiten
  • Verlag: Springer, Wien; Auflage: 1 (Juli 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3211006494
  • ISBN-13: 978-3211006498
  • Größe und/oder Gewicht: 24,6 x 17,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 870.693 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Spektrum der Wissenschaft

Wir alle kennen die unmittelbare Wirkung von Musik: Sie entführt in tiefe innere Welten, beruhigt als Wiegenlied, inspiriert religiöse Handlungen, bringt Gefühle zum Ausdruck, fordert zum Tanz auf, schweißt Gemeinschaften zusammen, setzt uns zum Marsch in Bewegung, versetzt in Ekstase oder hilft bei Trauer und Einsamkeit. Doch warum ist das so, und auf welche Weise werden dabei Herz und Hirn bewegt? Was sagt die Wissenschaft dazu?

Horst-Peter Hesse, Professor für Theorie der Musik an der Universität Mozarteum Salzburg und Leiter des Richter-Herf-Instituts für musikalische Grundlagenforschung, warnt seine Leser bereits im Vorwort, dass er keinen "leicht verdaulichen Brei" servieren möchte, sondern eine "wissenschaftliche" Erklärung dafür, wie unser Nerven- und Hormonsystem auf Musik reagiert. Die Warnung ist nur allzu angebracht: Dieses Buch ist in der Tat schwere Kost.

Im Stil eines Lehrbuches beschreibt Hesse in den ersten fünf von insgesamt acht Kapiteln den physischen und psychischen Wahrnehmungsapparat des Menschen, erörtert Fragen nach dem Bewusstsein, nach dem dualen System von Natur und Kultur sowie nach der Struktur der Persönlichkeit. Seine Überlegungen bezieht er ebenso aus der aktuellen Gehirnforschung wie aus dem Erklärungssystem Sigmund Freuds oder seinem eigenen Schichtenmodell der Persönlichkeit.

Dieser "Vorspann" von über hundert Seiten -- von Musik zunächst keine Spur -- nimmt mehr als die Hälfte des Buches ein und soll das Hintergrundwissen für die Physiologie und die Psychologie des Musik-Erlebens bereitstellen. Für Leser ohne jegliche Vorkenntnisse mag das in diesem Umfang nützlich sein, wirklich Neues findet sich hier aber kaum.
Außerdem ist diese Einleitung sprachlich so spröde und antiquiert, dass man die Geduld verlieren würde, gäbe es da nicht hin und wieder fesselnde Einschübe zur Wirkung von Musik: weshalb eine bestimmte Musik den Hörer in Trance versetzen kann, warum Popmusik sich so schlecht mit den Maßstäben der klassischen Musik messen lässt oder welche Vorgänge im Gehirn dafür ursächlich sind, dass Kinder, die ein Instrument spielen, neben ihren manuellen auch ihre kognitiven und sozialen Kompetenzen erweitern. Diese Ausflüge in die Musik- und Gefühlswelt lassen auf ein baldiges Ende der Theorie und ein Mehr an Musik hoffen.

Aber auch danach lässt das finale Aha-Erlebnis weiter auf sich warten. Der Autor beginnt eine Fachdiskussion, die höchstens für Berufsmusiker von Interesse ist, etwa über die Wahl von Tempi, über Metronomangaben oder Werktreue. Einige seiner Auffassungen sind dabei durchaus problematisch, etwa ob Musik gemäß den Vorstellungen Sigmund Freuds tatsächlich ein Ventil für aufgestaute Gefühle ist.

Erst das allerletzte Kapitel widmet sich endlich explizit den Emotionen beim Musik-Erleben. Hier wird knapp und bündig erläutert, welche Art von Musik die unterschiedlichen Persönlichkeitsschichten anspricht, welche körperliche Auswirkung Musik hat oder welche Rolle Ästhetik oder Assoziationen spielen. Davon hätte man gerne mehr erfahren.
So entlässt das Buch den Leser mit gemischten Gefühlen.
Dennoch: Es bietet eine Fülle von Meinungen, Informationen und Ideen zum Musik-Erleben. Die Lektüre vermittelt trotz ihrer Sperrigkeit nachhaltig, weshalb und wie wir "von Natur aus" auf Klänge und Rhythmen reagieren, und das verhilft in der Tat zu einem tieferen Verständnis von Musik. Beim nächsten Konzert werden wir genau wissen, weshalb wir bei einem starken Rhythmus unwillkürlich mit dem Fuß wippen oder warum uns die Sinfonie, die wir gerade hören, in eine andere Welt entrückt. --Eva Kahlmann

Kurzbeschreibung

Die Wirkung von Klängen auf Psyche und Körper des Menschen wird in diesem Band umfassend beschrieben und erklärt. Der Autor gibt Einblicke in Bau und Funktion des Gehirns und erläutert auf dieser Grundlage die komplexen Einflüsse der Musik auf den Menschen und seine Emotionen. Ein Schichten-Modell der Persönlichkeit zeigt Möglichkeiten auf, wie heilsame Wirkungen der Musik genutzt werden können. Fußnoten erläutern die wissenschaftliche Fachterminologie und erleichtern so die Lektüre. Ein ausführliches Sachregister macht das Buch gleichzeitig zum Nachschlagewerk, und das Literaturverzeichnis bietet umfassende Hinweise auf weiterführende Literatur.

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Musik hat im Leben aller Volker der Geschichte eine wesentliche Rolle gespielt. Lesen Sie die erste Seite
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen als Einstieg gut geeignet, 23. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Musik und Emotion. Wissenschaftliche Grundlagen des Musik-Erlebens (Gebundene Ausgabe)
Für dieses Buch finde ich den Untertitel wesentlich bezeichnender als den Titel selbst - er lautet: Wissenschaftliche Grundlagen des Musik-Erlebens. Denn das Buch behandelt wirklich fast ausschließlich nur die Grundlagen (in etwa 7 von 8 Kapiteln, darunter auch die neuronale Informationsweiterleitung). Von daher kann ich dieses Buch nur für den Einstieg empfehlen, aber nicht, um das Thema näher zu vertiefen.
Das Buch ist in einem erfrischend einfachen Deutsch geschrieben und ausnahmslos jeder Fachbegriff wird in leicht verständlicher Weise erklärt.
Für mich als Psychologiestudentin war das Buch daher eine tolle Bettlektüre.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes MUSS!, 28. Februar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Musik und Emotion. Wissenschaftliche Grundlagen des Musik-Erlebens (Gebundene Ausgabe)
Ähnlich Friedrich Nietzsches Zitat "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" könnte man durchaus behaupten "Ohne Emotion wäre die Musik ein Irrtum".

Horst-Peter Hesse erklärt uns in seinem äußerst spannend geschriebenen Buch, warum dies so ist - warum Musik so unmittelbar mit Emotion verbunden ist, warum sie uns fesselt, tröstet, Freude schenkt - oder zu Tränen rührt.

Ein absolutes MUSS für Musiker, ein MUSS aber auch für all jene, die hinter die Fassade der in heutiger Zeit gerade von Werbung und Medien oftmals oberflächlich angekratzten Emotionen blicken möchten.

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine Pflichtlektüre für Menschen, denen Musik und Gefühle, 27. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Musik und Emotion. Wissenschaftliche Grundlagen des Musik-Erlebens (Gebundene Ausgabe)
Horst-Peter Hesses Buch emfinde ich im positivsten Sinne als eine erstaunliche Ausnahmeerscheinung. Aus vielen Gründen: Erstens wird eine Thematik eingehend behandelt, die naturgemäß jeden Menschen interessieren muss, der in der Lage ist, Musik (welche auch immer) und Emotionen (von liebevoller Leidenschaft, Glücksgefühl bis hin zu Trauer und Aggression) empfinden zu können. Täglich, stündlich, oft im Minuten/Sekundentakt sind wir doch alle mit Gefühlen bzw. Musik oder einer Wechselwirkung zwischen beiden Phänomenen konfrontiert. Und dies unabhängig von Kultur, Hautfarbe oder Glaubensbekenntnis.

Weiters basiert dieses Werk auf fundamentalen wissenschaftlichen Erkenntnissen in den Bereichen Physiologie, Neuroanatomie, Psychologie und Musikwissenschaft von der Antike bis zu aktuellen empirischen Forschungsbefunden. Trotzdem - und dies finde ich besonders bemerkenswert - werden die zentralen Inhalte dieses Buches allen Leserinnen und Lesern unabhängig von medizinischer, musikalischer oder psychologischer Vorbildung verständlich und in vieler Hinsicht geradezu anregend vermittelt. Die Gehirne der an dieser Thematik tatsächlich interessierten LeserInnen werden befruchtet und zum Weiterdenken nahezu gezwungen.

Auf insgesamt „nur" 199 Seiten wird kompakt in einer faszinierenden und phantastischen Sprache auf alle wesentlichen Aspekte eingegangen, die der Titel verspricht: Bereiche wie Mensch-Musik, die Rolle des Zentralnervensytems, Persönlichkeit, Bewusstsein, Intelligenz, der Gehörsinn, Musik-Emotion, etc. sowie das Zusammenspiel all dieser Faktoren werden uns verständlich. Der Autor geht zusätzlich auf Themen wie die Beziehungen zwischen den Faktoren Zeit, Zahl und der Natur der Musik ein wie z.B. durch Überlieferungen beginnend mit Keilschriften der Sumerer, altchinesische Schriften bis hin zu Philosophen v. und n. Chr. wie Pythagoras und Platon.

Insgesamt eine in jeder Hinsicht faszinierende, fundierte, sprachlich hervorragende und zum Nachdenken anregende Lektüre für alle, denen die Begriffe „Mensch", „Musik" und „Emotion" nicht fremd sind.

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