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Das Museum der gestohlenen Erinnerungen. Sonderausgabe: Ein phantastischer Roman Gebundene Ausgabe – 1. Januar 2003

40 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
  • Verlag: Thienemann (1. Januar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522175794
  • ISBN-13: 978-3522175791
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 15,4 x 4,1 x 21,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 330.152 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Ralf Isau wurde 1956 in Berlin geboren. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart und arbeitet neben dem Schreiben als Computer-Fachmann. Sein erster Roman war eigentlich nur als Geschenk für seine damals neunjährige Tochter gedacht. Inzwischen sind von Ralf Isau viele Romane erschienen und in mehrere Sprachen übersetzt worden. Sein Roman "Museum der gestohlenen Erinnerungen" wurde 1997 als bestes Jugendbuch mit dem Buxtehuder Bullen ausgezeichnet.

Produktbeschreibungen

Autorenkommentar

Vergessen und Erinnern - Gedanken zur Geschichte
Anmerkungen von Ralf Isau zu seinem Roman "Das Museum der gestohlenen Erinnerungen"

Die Geschichte vom Museum der gestohlenen Erinnerungen kann als Allegorie auf einige beunruhigende Entwicklungen in der Geschichte der Menschheit angesehen werden. Sie richtet sich gegen das Vergessen. Zu allen Zeiten schon haben Diktatoren oder totalitäre Regime die Geschichte verändert. Dadurch versuchten sie Erinnerungen zu "stehlen", so wie Xexano in unserer Geschichte. Meist dienten solche Geschichtsfälschungen dem Zweck, eigene Niederlagen zu vertuschen und vermeintliche Erfolge aufzubauschen oder gar zu erfinden. Auch die Verklärung von geschichtlichen Vorgängen zur Förderung der eigenen Ideologie gehört zu den Zielen solcher Täuschungsmanöver. Die sogenannte Auschwitzlüge zeigt, wie weit das "Stehlen" von Erinnerungen gehen kann und wie gefährlich es ist. Noch gibt es (Zeit-)Zeugen, die dem Vergessen Einhalt gebieten. Aber wie lange noch? Werden wir zulassen, daß mit ihnen auch unsere Erinnerungen nach Quassinja verschwinden?

Ein weiterer Aspekt des Vergessens besteht in dem heutigen Bestreben, jegliche Werte in Frage zu stellen oder sogar zu verwerfen. Hier geht es auch um Traditionen, um die Kultur menschlichen Zusammenlebens. Traditionen können unser Leben einengen. Jahrhundertealte Verkrustungen mögen, wenn sie unreflektiert fortgeführt werden, den Blick auf die Realität verstellen und den Menschen zum Sklaven überkommener Bräuche machen. Davor muß man sich bestimmt hüten. Andererseits wäre es sicher genauso extrem, alle Werte der Vergangenheit rigoros zu verwerfen. Es sieht so aus, als würde genau das zur Zeit geschehen.

Früher haben die Jungen sich um die Alten gekümmern; heute verstecken wir sie in Alters- und Pflegeheimen, damit wir ihr Dahinsiechen nicht mit ansehen müssen. Früher waren die Bauern mit ihrem Land verhaftet, sie waren mit ihm oft enger verbunden als mit ihrer Ehefrau; heute ist die Natur nur noch ein Produktionsfaktor. Ihr wird nicht nur das abgerungen, was sie freiwillig gibt, sondern - ohne Rücksicht auf ihr Wohlbefinden - auch noch das, was man ihr nur mit chemischen Hilfsmitteln entlocken kann. In der Vergangenheit galt die Ehe und die Familie als heilig, oft lebten mehrere Generationen unter einem Dach. Heute schreitet die Entmenschlichung der Gesellschaft immer weiter voran: Cool zu sein ist in - was anderes bedeutet das, als (gefühls-)kalt zu sein? Vielen kennen nicht einmal ihre Nachbarn im selben Wohnhaus. Zuhause geht jeder seinen eigenen Weg. Gemeinsame Mahlzeiten und der damit verbundene Gedankenaustausch sind eine Seltenheit. Produktivität - jetzt nennt man es "Karriere" - ist das Maß aller Dinge. Kinder werden in Kindergärten geschickt mit der vermeintlich guten Absicht, sie mit ihresgleichen zusammenzuführen. Darüber vergißt man ganz, daß schon hier der Generationskonflikt geboren wird. Neben dem Kindergarten werden die lieben Kleinen mit so vielen anderen Terminen verplant, daß sie jedem Topmanager eines großen Industrieunternehmens ebenbürtig sind. Was sie dabei leider nicht mehr lernen, sind Dinge wie Rücksichtnahme gegenüber Erwachsenen, die Pflege alter Menschen, das Entwickeln von Verantwortungsgefühl, ein gesundes Verständnis für ein ausgewogenes Mischungsverhältnis zwischen Pflichtgefühl und Fun.

Vieles, was den Kindern unter dem Etikett der Persönlichkeitsentwicklung und der intellektuellen Förderung angetan wird, trägt tatsächlich bedenkliche Züge von individueller Verarmung. Dabei kann Neues, für die Menschen Wertvolles, nur erschaffen werden, wo es Individualität gibt. Denn die dazu notwendige Kreativität ist nur möglich, wenn neue Gedanken erlaubt sind. Diktaturen unterdrücken jede Art von Individualität, indem sie eine systemkonforme Gleichschaltung erzwingen. Wie leicht übersieht man, daß die Ideale der "modernen" Gesellschaft auch viele Züge von Diktaturen tragen. Wenn die Produktivität zum Maß aller Dinge erhoben wird, müssen dann nicht andere, geistige Werte, die sich nicht in Mark und Pfennig rechnen lassen, unweigerlich verkümmern?

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, kann Xexanos Wirken vielerorts erkennen. Die Aufgabe von Erinnerungen wird in dem Roman als ein Opfer für diesen Gott dargestellt. Gleiches könnte man von der dem Verzicht auf Individualität sagen. Die Zusammenhänge sind enger, als man glauben mag. Tagtäglich beobachtet man beispielsweise Touristenströme, die sich durch die Altstädte wälzen, weil sie die Individualität und Kunstfertigkeit der alten Architektur bewundern. Sämtliche Zwänge, die ihre Kasernierung in moderne Wohneinheiten bedingen, nehmen sie gleichzeitig aber mit einem einfachen Schulterzucken hin. "Unsere Welt ist eben so. Was kann man da machen?" Ein anderes beeindruckendes Beispiel für die Hergabe unserer Individualität ist die Mode. Wenn jeder, der sich nicht ihren Zwängen unterwirft, der nicht "in" ist, von der Masse ausgegrenzt wird, was ist das dann anderes als eine Gleichschaltung? Auch hier die gleichen Argumente: "Man kriegt ja nichts anderes!" Also kauft man eben alle sechs Monate etwas Neues. Sofern man es sich leisten kann. In der sogenannten dritten Welt kann man das nicht - und eifert dem Westen nach, damit ... Gelegentlich könnte wirklich der Eindruck entstehen, Xexano sei schon am Werk und hätte den Blick der Menschen auf das Offensichtliche derart gründlich verblendet, daß sie nur noch wie die Lemminge auf den nächsten Abgrund zurennen.

Der Wert von gesellschaftlichen Regeln, von Traditionen und Kultur, von Moral und Ethik sollte sicher nicht daran gemessen werden, wie neu sie sind.

Alles Alte einfach zu vergessen, ist sicherlich der dümmste Weg, unsere Zukunft zu gestalten.

Wenn meine Geschichte dazu beiträgt, das Bewußtsein einiger Leser für diese Art von Erinnerungsschwund zu schärfen, dann habe ich damit mehr erreicht, als ich zu hoffen wagte.

© Copyright 1998 by Ralf Isau -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ralf Isau wurde 1956 in Berlin geboren. Er arbeitet neben dem Schreiben als Computer-Fachmann und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart. Da der Umgang mit seelenlosen Maschinen seinen Gedanken die Farbe nimmt, wie er sagt, sucht und findet er schon lange seine Freiräume in der fantastischen Literatur. Anfangs folgte er noch anderen Autoren in die von ihnen geschaffenen fremden Welten, seit 1988 schreibt er selbst und eroberte sich mit seinen Romanen rasch eine ständig wachsende Fan-Gemeinde. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Jasmin Buch am 5. August 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Obwohl ich mich nicht so stark für geschichtliche Dinge interessiere und eher naturwissentschaftlich veranlagt bin, hat mich dieses Buch bereits nach den ersten Seiten gefesselt.

Die aufgebaute Spannung wird im Laufe der Handlung immer größer und so konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Nicht zuletzt auch deshalb, weil es mein Forscherherz angesprochen hat. Die Personen des Buches finden nach und nach kleine Hinweise und scheinbar zufällige Sätze in Büchern und stellen immer mehr Zusammenhänge fest. Da wird man als Leser automatisch zum Mitforscher und möchte unbedingt mehr herausfinden.

Und obwohl man natürlich eigentlich weiß, dass es eine Traumwelt wie Quassinja nicht gibt, ist man nach dem Lesen dieses Buches nicht mehr so überzeugt davon. Der Autor bringt hier Phantasie und Wirklichkeit sehr stark zur Überschneidung. Manchmal wäre ich am liebsten nach dem Lesen einiger Kapitel selbst nach Berlin gefahren um mich von der Existenz einiger Figuren selbst zu überzeugen.

Fazit: ein gelungenes Werk und auf jeden Fall lesenswert!
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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Talina am 15. Februar 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Was tun, wenn man keinen Vater mehr hat? - Falsch, man hat noch einen Vater, man hat ihn aber vergessen. Nicht, dass man vergessen hätte, ihm etwas zu kaufen, oder man hätte vergessen, ihn zu abzuholen, nein, man hat einfach von einen Tag auf den anderen keine Erinnerung mehr an ihn. Nichts! So geht es Jessica und ihrem Zwillingsbruder Oliver, sie wissen, da sollte etwas sein, aber ein dicker Schleier verdeckt alles, was ihren Vater betrifft.
Nach Recherchen und dem Finden des Tagebuches ihres Vaters stoßen sie auf einen Grund dieses spontanen Erinnerungsverlustes und stoßen noch auf etwas anderes: Die Welt Quassinja, das Reich der verlorenen Erinnerungen. Ist ihr Vater dort? Wenn ja, warum?
Zusammen - und doch getrennt - begeben sich die Zwillinge auf die abenteuerliche Suche nach ihrem Vater, bei der sie nicht nur ungewöhnliche Freunde finden, sondern auch auf gefährliche Gegner treffen.
Wiedermal ein Roman von Ralf Isau, der einen auch noch außerhalb der "Lesezeiten" nicht mehr loslässt, in den Alltag verfolgt und ein paar Verwirrungen unserer Zeit zu entwirren versucht.
Das Buch, das niemals verstauben wird, es hat Ambitionen zum Lieblingsroman! (Mich hat er mit Haut und Haaren für sich eingenommen!!!)
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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von andreaszirnig@yahoo.com am 15. Februar 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Personen und Gegenstände, an die sich niemand mehr erinnert, gehen in diesem Roman als Geistwesen in das Traumland Quassinja über und leben dort gemeinsam mit diversen Ungeheuern aus den vergessenen Alpträumen der Menschen. Der verstorbene Tyrann Xexano und der Altertumsforscher Pollok bringen diese Ordnung durcheinander, als sie über einen vorchristlichen Torbogen im Berliner Pergamon-Museum in die jeweils andere Welt wechseln. Xexano stiehlt Polloks Kindern und Arbeitskollegen jede Erinnerung an den Wissenschaftler und lässt alle möglichen Objekte verschwinden, um seine eigene Existenz zu verschleiern. Das spornt die Kinder zu Recherchen an, die ins Babylon des Alten Testaments führen.
Das Konzept erinnert an Harry Potter: In einer Parallelwelt strebt ein skrupelloser Bösewicht nach der Weltherrschaft und wird von einem 14-jährigen Jungen an der Machtübernahme gehindert. Diese Welt ist voll von alten Mythen und Sagengestalten wie Einhörnern, Zentauren und geflügelten Pferden. In Quassinja kommt noch ein historisches Raritätenkabinett dazu: Napoleons Mantel, König Arthus Tisch, Albert Schweizers Arzttasche u.Ä. als personifizierte Erinnerungen.
Der Handlungsverlauf ist in beiden Welten spannend, die Schilderungen sind allerdings teilweise langatmig und die Handlungslogik darf man nicht allzu kritisch hinterfragen: Wenn Vater Pollok den entscheidenden Verdacht in seinem Tagebuch nicht ausspricht, weil er "so unglaublich" ist (S. 39), fragt man sich, wozu der Mann überhaupt ein Tagebuch führt. Wieso das Reich der Erinnerungen im 19. Jh. plötzlich abreißt und z.B. keine Grammophone oder Automobile beherbergt, bleibt ebenfalls ein Rätsel.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 7. Januar 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Eigentlich sind die Zwillinge Jessica und Oliver sicher: sie haben keinen Vater, oder zumindest können sie sich an keinen erinnern. Aber die Polizei und die zahllosen Bilder eines ihnen unbekannten Mannes zeugen vom Gegenteil.
Die Reise durch die geheimnisvolle Welt Quassinja auf der Suche nach der Wahrheit, und nach ihren Vater fesselt regelrecht an das Buch. Auch bei dem regelmäßige Sprung zwischen den Welten d.h. zwischen Quassinja und Berlin wir die Spannung kaum abgebrochen, denn schon nach wenigen Worten ist man wieder in die Handlung verstrickt. Es gibt nur wenige Bücher die gleichermaßen spannend, informativ, anrührend und aufrüttelnd sind. Für jeden zu empfehlen der sich auch für Geschichte interessiert. Egal ob altertümlich oder neuzeitlich, Geschichte und Archeologie in einer so packenden Geschichte verpackt.
Ein Protest gegen die Volkskrankheit "Vergessen", der deutlich zeigt, dass wir unsere vergangenen Fehler zwar nicht ungeschehen machen können aber verhindern können das sie sich wiederholen.
Einfach klasse !!!!!!!!
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