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Murderers Among Us [VHS] [UK Import]
  

Murderers Among Us [VHS] [UK Import]

Hildegard Knef , Elly Burgmer , Wolfgang Staudte    Nicht geprüft   Videokassette
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Am 15. Oktober 1946 wurde der erste deutsche Nachkriegsfilm, Die Mörder sind unter uns, in der Berliner Staatsoper uraufgeführt. Als Produktion der eben gegründeten Filmfirma DEFA vertrat der Streifen genau jene aufklärerischen, kritischen Inhalte, mit denen die kommunistisch dominierte Firmenleitung vor allem die Jugend zu Demokratie und Humanität erziehen wollte. Die deutsche Schuld ist das Thema des "Trümmerfilms". Regisseur Staudte hatte die Handlung in den letzten Wochen des Krieges skizziert, gleichsam als "innere Befreiung". Sogleich nach Kriegsende inszeniert, wurde der Film zum Zeitbild. Die Anklage, die er gegen die Täter des Dritten Reiches führt, spiegelte sich direkt in der aktuellen politischen Situation: Der Tag der Premiere war der Tag der Vollstreckung der Nürnberger Gesetze.

Neben der Polemik gegen die Vertreter der Barbarei zeigt der Schwarzweißfilm den seelischen Niedergang der Mitläufer. Protagonist Dr. Mertens ertränkt seine furchtbaren Erinnerungen in Alkohol. Er trägt die Mitschuld an einem Massaker in Polen, dessen Ausführung durch den befehlenden Hauptmann er nicht verhindern konnte. Nach dem Krieg begegnet er einer Fotografin, gespielt von der bildschönen, blutjungen Hildegard Knef, die das Konzentrationslager überlebt hat. Durch sie bekommt er Kontakt zu dem Hauptmann, der nun als Industrieller wieder erfolgreich ist. Der Arzt drängt auf Selbstjustiz, doch Susanne kann ihn zurückhalten...

Auch Wolfgang Staudtes Stil markiert einen Neubeginn: Seine düsteren Schattenbilder sind wahre Expressionen des Seelenzustands jener Zeit. Der sensationelle Erfolg des Films bei einem Millionenpublikum bezeugte den Willen der Deutschen zum Neubeginn, die Bereitschaft zur politisch-moralischen Reflexion der Verbrechen. --Carola Feddersen

Video Jakob Kurzinhalt

Berlin 1945. Susanne Wallner, eine junge Fotografin, kehrt aus dem Konzentrationslager zurück, doch ihre Wohnung ist besetzt. Hier lebt seit kurzem der aus dem Krieg heimgekommene Chirurg Mertens, der seine furchtbaren Erinnerungen mit übermäßigen Alkoholgenuß zu verdrängen sucht. Die beiden arrangieren sich, und mit Susannes Hilfe findet Dr. Mertens langsam wieder zu sich selbst. Da begegnet ihm sein ehemaliger Hauptmann Brückner, nun ein aalglatter Geschäftsmann, dem es egal ist, ob er aus Stahlhelmen Kochtöpfe macht oder umgekehrt. Mertens Gewissen rebelliert, und am Weihnachtsabend 1945 will er Sühne fordern für ein von Brückner drei Jahre zuvor im Osten befohlenes Massaker an Frauen, Kindern und Männern. Im letzten Moment kann Susanne ihn davon überzeugen, daß die Vergeltung solcher Schuld keine Privatangelegenheit ist, sondern der Kriegsverbrecher vor ein Gericht gehört.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "drmw52"
Format:DVD
Wer sich für die Geschichte des deutschen Films interessiert, kommt an diesem nicht vorbei, schon allein deswegen, weil es der erste deutsche Nachkriegsfilm ist, 1946 von der DEFA (der Agentur in der SBZ) gedreht. Und gleich der erste Film, gedreht in Kriegsruinen, nimmt sich der Aufarbeitung der NS-Schuld an. Spätere Filme dagegen sollten sich entweder schnell wieder ins Private zurückziehen oder (im Osten gedreht) unerträglich belehrend werden.
Staudtes Film aber, der übrigens die in diesem Jahr verstorbene Hildegard Knef bekanntmachte, bleibt zurückhaltend, stellt den Menschen in den Mittelpunkt, ohne rührselig zu werden, setzt filmisch manches aus dem expressionistischen Kino der Vorkriegszeit fort (z.B. beeindruckende Schattenbilder und Kamera-Winkel).
Die DVD wartet mit ordentlichem Ton und Bild auf, die Extras sind nicht üppig, aber auch nicht schlecht: zeitgenössische Film-Dokumentationen geben einen kleinen Einblick in das Zeitgefühl, Biographien vermitteln einen Überblick, DEFA-Material rundet das ganze ab.
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schöner Film 16. Mai 2009
Von S. Balzer
Format:DVD
Der Film "Die Mörder sind unter uns" ist ein tolles Zeugnis der damaligen Zeit. Der einzige Nachteil ist der Z.T. etwas schlechte Ton - trotz Erhöhung der Lautstärke muss man sehr genau hinhören, was gesprochen wird. Aber trotz allem zu empfehlen.
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4 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Sometimes a little heavy handed, sometimes quite tender, but brutally real: Germany's first after war film was produced by DEFA Studios in Berlin-Babelsberg.
Hildegard Knef, who went on to bigger and better things, was the young star who portrays a young Berliner who was in the safety of the countryside during the last months of the war, retuns home to a very different city than the one she left.
Not only an excellent film that portrays Berlin as it really was in 1945 but also a glimpse of the first piece of the propoganda the East Germans were to have under the Soviets.
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