Produktinformation
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Die oscarnominierte Doku von Henry Alex Rubin und Dana Adam Shapiro, die genau wie Enron gegen die marschierenden Pinguine verlor, folgt einigen Rollstuhl-Rugby-Spielern auf dem Weg zu den 2004er Paralympischen Spielen.
Hauptfokus liegt auf der Rivalität zwischen dem amerikanischen Starspieler Mark Zupan und Joe Soares, der nach einer beeindruckenden Karriere aus dem Team flog und sich rächte, indem er bei der Weltmeisterschaft 2002 als Trainer das kanadische Team zum großen Sieg führte.
Die DVD:Die Verpackung lag uns zum Test leider nicht vor.
Der kurze Copyright-Hinweis lässt sich nicht überspringen und führt in ein nett gemachtes Menü.
Das Bild:Wie es sich für eine mit Handkameras gefilmte Dokumentation gehört, ist das Bild extrem verrauscht. Farben, Kontrast und Schärfe sind allesamt nicht der Rede wert, die DVD erlaubt sich aber über das erwartungsgemäß schwache Ausgangsmaterial hinaus keine Schwächen.
Im Rahmen des Genres also in Ordnung.
Der Ton:Das eigentliche Geschehen kommt unspektakulär, aber ohne nennenswerte Fehler daher. Dynamik, ein Hauch von Bass und Surroundsound werden durch die Bank der Musik überlassen. Diese wurde leider auch völlig übertrieben eingespielt und kommt meist ohne Feingefühl aus allen Lautsprechern.
Die Extras:
-Audiokommentar mit Mark Zupan, Scott Hogsett und Andy Cohn: Erwartungsgemäß offen, witzig, und mit einem Hauch von Bösartigkeit. Trotz einiger Pausen definitiv hörenswert.
- Audiokommentar mit Henry Alex Rubin, Dana Adam Shapiro und Jeff MandelSehr viel trockener, informativer. Objektiv gesehen der bessere Kommentar, aber im Direktvergleich natürlich langweilig.
- Interview mit Joe Soares (10:28 Minuten): Soares, sozusagen der Antagonist des Films, erhält nicht nur die Zeit, seine Seite einiger Punkte zu präsentieren, sondern beantwortet auch viele der üblichen Fragen, die ihm tagtäglich gestellt werden.
- Behind the Game (18:22 Minuten): Making-Of mit jeder Menge Interview-Fetzen und Ausschnitten aus dem Film.
Netter Appetitanreger für diejenigen, die den Film noch nicht kennen. Wer ihn schon gesehen hat, wird hier wenig neues erfahren.
- Jackass Special (21:02 Minuten): Die Jackass-Crew hängt mit den Stars des amerikanischen Teams ab und baut jede Menge Scheiße.
Offensichtlich eine PR-Aktion (der Film wurde von MTV Films co-produziert), aber nichtsdestotrotz amüsant.
Daneben gibt es noch den Originaltrailer, ein paar unkommentierte Aufnahmen von der Premiere (sehenswert, 2:36 Minuten), zehn Minuten an entfernten Szenen und Biografien der Spieler und Filmemacher.
Fazit:Bewegende, spannende, witzige Dokumentation, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Durch die ehrliche Herangehensweise an das Thema setzt sich Murderball angenehm von der üblichen Tränendrüsendrückerei ab und kann - auch angesichts der gelungenen DVD - vorbehaltlos empfohlen werden.
Felix "Flex" Dencker
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