Das hier ist kein typischer Bollywood-Film. Es handelt sich um einen sehr westlichen Thriller, den man nicht unbedingt sofort seinem Herkunftsland zuordnen könnte, wäre er synchronisiert. Es gibt hier zwar auch einige Musikszenen mit der Musik von Anu Malik, welche mir ziemlich gut gefiel, aber keine aufwändigen Choreographien und Kulissen. Ausserdem ist er sehr freizügig für indische Verhältnisse. Es gibt hier heftige Kußszenen, angedeutete Sex-Szenen und viel nackte Haut. Das gibt es in typischen Bollywood- Filmen ebenfalls nicht.
Der Inhalt wurde schon recht ausführlich beschrieben. Dazu sei nur gesagt, dass es sich hier um eine verhängnisvolle Affäre einer verheirateten Frau mit ihrem Ex- Freund handelt, die ungeahnte Wendungen nimmt. Aus dem Spiel mit dem Feuer, wird ein Kampf um die Liebe und das Leben.
Die Besetzung des Films hat mir recht gut gefallen. Mallika Sherawat hat mich als frustrierte Ehefrau überzeugt, womit ich eigentlich nicht gerechnet hatte. Ich hatte vorher nur gehört, dass sie sehr künstlich sei und, ausser einem ebenfalls künstlichen Körper, nicht viel zu bieten hätte. Das sehe ich nicht so. Zwar sind einige Szenen etwas übertrieben, um ihre Frustration zu verdeutlichen, aber das kann man auch einfach übersehen. Ashmit Patel als Ehemann, der mehr für seine verstorbene Ex- Frau und seine Arbeit, als für seine Familie lebt, gefiel mir sehr gut. Ich konnte allerdings nicht ganz nachvollziehen, was an dem Liebhaber-Ex-Freund so Tolles gewesen sein soll. Emraan Hashmi fehlt Charisma und vor allem Sex-Appeal, um als Liebhaber überzeugen zu können. Ausserdem küsst er in dem Film wie eine Waschmaschine! Man hätte jemanden nehmen sollen, der den Ehemann in den Schatten stellen kann, was allerdings bei dessen Körper auch extrem schwer zu schaffen ist, siehe Duschszene.
Alles in allem aber halte ich diesen Film für einen ziemlich guten Thriller, dessen Ende sich zwar manchmal schon erahnen lässt, aber der westlichen Filmen in nichts nachsteht.
Schade, dass es ihn nur auf hindi gibt, weil so die Bandbreite des Publikums doch extrem eingeschränkt ist. Ich kenne leider nicht viele Leute, die gerne Originale mit Untertiteln sehen.