Der Häftling Henri Young, der wegen Diebstahls einer 5$-Note in das Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz eingeliefert wird, ist fortan wegen Mordes an einem Mithäftling angeklagt, den er umbringt, da er Henri wegen eines Fluchtversuchs verraten hat. Henri Young wird als psychisch gestört eingestuft, doch dies lässt sich nur auf die Marterungen und Folterungen zurückführen, die er hat erleiden müssen durch die Gefängniswärter und allen voran den Gefängnisdirektor Glenn. Es beginnt ein bitterer Kampf um Verständnis, Gerechtigkeit und Menschlichkeit in der Geschichte Alcatraz' und die Gesetzgebung der Vereinigten Staaten, der durch Youngs unerfahrenen und jungen Verteidiger Stamphill geführt wird...
"Murder in the First" handelt nicht nur von dem allgemein bekannten harten Gefängnisalltag, sondern von zusätzlicher Folter und Zermürbung der Häftlinge durch die menschenunwürdigen und animalischen Machenschaften der Gefängnisleitung, die ihr Vergehen zunächst zu verleugnen und dann zu entschuldigen sucht. Der psychische Wahnsinn, den ein Häftling durch schlechte Verhältnisse und Isolationshaft erdulden muss ist für einen normalen Menschen zum Verständnis anführend, unermesslich. Dieser Film versucht dennoch das Unglaubliche zu veranschaulichen und scheut dabei auch nicht vor schreckhaften und blutigen Szenen zurück. Das Verteidigungsplädoyer der Figur Stamphill wirkt ebenfalls sehr überzeugend für einen amerikanischen Gefängnisfilm und dies macht diesen Film gerade so besonders, denn alle Hoffnungen der Zuschauer werden in diese Figur gesetzt, die die einzige Möglichkeit zu Henris Verschonung seines Gemüts zu sein scheint. Sehen, genießen, aber auch ertragen!
Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.