"A murder of crows" war das erste was ich von Devon Graves überhaupt hörte, wobei ich die Psychotic Waltz-Zeiten dann teilweise nachgeholt habe.
Natürlich kann man DEAD SOUL TRIBE mit den früheren Psychotic Waltz vergleichen; muß man aber nicht. Und da dies die "A murder of crows"-Rezension ist, unterlasse ich es mal.
Was den Hörer sofort fesselt ist die phantastische Stimme von Devon Graves, die wohl als Ausnahme-Stimme gelten muß: stets klarer Gesang mit etwas Hall, kein Gekreische oder Gegruntze, sondern immer entspannt mit interessanten Melodiebögen.
Das Fazinierende an der Stimme ist tatsächlich die Eigentümlichkeit, mit der es Mr. Graves möglich ist, Stimmungen und Gefühle zu transportieren; hauptsächlich Formen von Traurigkeit aber auch Vehemenz.
Auch seine Mitmusiker sind Virtuosen. Das typische Gefühl des Progressive-Metals kommt auf, wo man gewillt ist sich nur auf das Spiel eines Instruments zu konzentrieren und dessen Techniken herauszuhören. Tatsächlich liegt die Stärke von DEAD SOUL TRIBE aber im Zusammenspiel, wenn Melodien sich formen und wieder zerfließen, wenn Steigerungen sich aufbauen und entladen, und natürlich in getragenen Momenten.
Anspieltips sind eigentlich alle Songs da es keinen Ausfall gibt. Mein Favorit ist "Things you can´t return".
DEAD SOUL TRIBE zu vergleichen ist schwierig, aber man kann sagen das Fans von RIVERSIDE, PORCUPINE TREE, SIREN, SIEGES EVEN oder auch KING CRIMSON gerne mal ein Ohr riskieren sollten.
Wunderschöne Musik für Filigran-Hörer, Musik-Techniker, Progressive Metal-Freaks und für Leute, die einfach gute (Metal-)Musik mögen.