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Muo und der Pirol im Käfig: Roman
 
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Muo und der Pirol im Käfig: Roman [Gebundene Ausgabe]

Dai Sijie , Gio Waeckerlin Induni
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 390 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349204624X
  • ISBN-13: 978-3492046244
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 373.310 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Sijie Dai
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Muo ist klein und unscheinbar, von "mickrigem Körperbau, mit struppigsträhnigen Haaren und mit Glubschaugen" und somit nicht besonders ansehnlich ausgestattet. Aber Muo ist ein Herr, ein "Xiansheng", als er aus seinem Exil in Frankreich in seine bis zur Unkenntlichkeit modernisierte Heimat China zurückkehrt. Und er benimmt sich auch so, wenn er die Frauen nach ihren Träumen fragt. Denn Muo ist im Ausland mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds in Berührung gekommen. Jetzt ist er zurückgekehrt, um mehr über die geheimen Wünsche der Frauen Chinas zu erfahren. Und um seine ehemalige Mitstudentin und große Liebe, "Vulkan des alten Mondes", aus der politischen Gefangenschaft zu befreien. Wie Muo seine Aufgabe meistert und wie er schließlich nicht nur die Welt der Träume, sondern auch die reale Welt der Frauen kennen lernt, davon erzählt Muo und der Pirol im Käfig.

Bekannt wurde der chinesische Autor Dai Sijie hierzulande mit seinem Romandebüt Balzac und die kleine chinesische Schneiderin. Und nicht nur hierzulande, denn inzwischen ist sein erstaunlicher Erstling in 31 Sprachen übersetzt und fürs Kino verfilmt worden. Für Muo und der Pirol im Käfig erhielt Sijie den renommierten Literaturpreis Prix Fémina -- und auch das hat er verdient. Vielleicht ist Muo und der Pirol im Käfig nicht ganz so anrührend wie Balzac und die kleine chinesische Schneiderin. Aber ein faszinierend romantisches Buch in der Tradition epischer Erzählliteratur mit einer Prise Politik und Zeitgeschichte ist es allemal. --Stefan Kellerer

Kurzbeschreibung

Ob er ein Wahrsager sei, fragen sie, wenn Muo von den Mädchen und Frauen ihre Träume erfahren möchte, und sie lächeln ihn an. Vielleicht ahnen sie, daß der erste chinesische Psychoanalytiker und Traumdeuter von Freuds Gnaden noch etwas anderes im Schilde führt. Nach langen Jahren im französischen Exil kehrt Muo ins moderne postmaoistische China zurück, um »Vulkan des alten Mondes«, eine ehemalige Mitstudentin und seine große Liebe, aus politischer Gefangenschaft zu befreien. Dazu muß er die Gnade des Richters Di erwirken, und im Zuge eines seltsamen Wettstreits kommt der jungfräuliche Seelendoktor nicht nur quer durchs neue China, sondern endlich, endlich auch außerhalb seiner Träume in Berührung mit der wunderbaren Welt der Frauen. Diese Berührung elektrisiert Muo, ihm widerfahren allerlei Verwicklungen, und er macht Entdeckungen, auf die ihn keines seiner Lehrbücher im mindesten vorbereiten konnte.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe lange überlegt, ob sich das neue Werk von Dai Sijie lohnt. Der Klappentext verheißt nicht gerade etwas allzu Spannendes. Schließlich habe ich es doch gekauft, vor allem in Anbetracht dessen, dass „Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" mir recht gut gefallen hatte.
Vorneweg: Der Titel ist ziemlich missglückt, wie ich finde. Es kommt zwar ein Pirol in einem Käfig vor, aber erst ganz zum Schluss und er hat auch nicht eine derart wichtige Rolle, dass man nach ihm das Buch hätte benennen sollen. Der Originaltitel „Le complexe de Di" (Di ist der Antagonist) wäre genau übersetzt wesentlich passender gewesen.
Um zum eigentlichen Thema zu kommen: Das Buch ist es wert, gelesen zu werden.
Es ist keine (oder nur selten eine) kitschige oder psychologische Liebesgeschichte, sondern eine sehr amüsante Darstellung des heutigen Chinas, das gezeichnet ist vom krankhaften Kommunismus/Faschismus und von der Korruption. Die Abenteuer des Protagonisten, der aus heldenhaften Motiven handelt und immer wieder scheitert, sind sehr amüsant und ziehen den Leser schnell in seinen Bahn.
Dieses Buch ist eine ernsthafte und gleichzeitig erheiternde Lektüre, die man eigentlich allen, die „Balzac und ..." gemocht haben oder die einmal in die Welt des heutigen Chinas eintauchen wollen, ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen kann. Wem der Spaß nicht 20¤ wert ist, was ich gut verstehen kann, sollte auf jeden Fall bei der (irgendwann kommenden) Taschenbuchversion zugreifen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Exilliteratur mit Eigendynamik 25. November 2007
Format:Taschenbuch
Dai Sijie emigrierte 1984 nach Paris, lebt und arbeitet seitdem dort, in erster Linie als Regisseur und Autor. Seine Romane schreibt er auf französisch. Mit Sicherheit beherrscht er die französische Sprache meisterlich, kehrt sogar Redewendungen und Vokabeln hervor, die die Franzosen selbst kaum benutzen.

Dennoch: In der ersten Hälfte des Romans hat mich diese "Spracharbeit" nur genervt. Ich wurde das Bild nicht los, wie Dai Sijie den "Larousse" wälzt , um die richtige sprachliche Wendung zu finden. So eine geblümte, mal zu lyrische, mal zu bemüht intellektuelle, an schmückenden Adjektiven überreiche Sprache; dieses Anbiedern an den französischen Nationalchauvinismus und dann der inflationäre Gebrauch von Versatzstücken europäischer Aufklärung und Psychoanalyse (Freud und Lacan). Das alles wirkt so konstruiert, liest sich so holprig, ist weder Fisch noch Fleisch, dass man sich fragt: Was willst Du eigentlich erzählen? Soll DAS eine Geschichte sein, die unbedingt heraus musste? Oder hat sich da ein kulturell etwas verwirrter Intellektueller in Schwerstarbeit eine Kopfgeburt abgerungen?

Was also zunächst überhaupt nicht authentisch wirkt, entwickelt dann überraschend doch noch ein abenteuerliches Potenzial und eine Eigendynamik, die trägt. Zum Schluss hin wird die Geschichte immer fantastischer, wimmelt vor Abenteuern und skurrilen Begegnungen sowie Einblicken in ein post-sozialistisches China mit all seinen Träumen und Verwerfungen, und zwar von Einem, der seine Herkunft nicht vergessen und doch gehörigen Abstand zu ihr gewonnen hat. Der Schluss wiederum ist eigentlich keiner, und der Leser fragt sich etwas ratlos, was nun aus Protagonist Muo werden wird. Fortsetzung folgt?

Viele Rezensenten empfehlen das Buch, wenn man vorhat, nach China zu reisen oder sich einfach für China interessiert. Stimmt schon, ich gebe nur zu bedenken, dass der Roman weniger spiegelt, wie China heute "ist", sondern wie ein Exilchinese China heute (nachdem er selbst über 20 Jahre nicht dort war) sieht, und das ist häufig drastischer, zugespitzter, radikaler, aber auch humorvoller und liberaler als der Blick von innen heraus.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Muo, ein 40jähriger chinesischer Intellektueller fährt nach Jahrzehnten im französischen Exil in sein Vaterland, um seine alte Jugendliebe "Vulkan des Alten Mondes" aus dem Gefängnis zu befreien. Ist Muo der Ich-Erzähler aus "Balzac und die chinesiche Schneiderin" und ist Vulkan des alten Mondes die Schneiderin selbst? Ja und Nein. "Muo und der Pirol im Käfig" ist eine eigenständige Erzählung, aber sie ist über zahlreiche textliche und wohl auch autobiographische Details mit Sijies Erstlingswerk verknüpft. Die Erzählstrategie der Doppeldeutigkeit hat Sijie gegenüber der Schneiderin ausgebaut und perfektioniert. Alles ist hier doppelbödig angelegt, das Tragische ist komisch, das Komische ist tragisch. Muo selbst ist ein tragisch-komischer Held, der Jahre mit dem Studium der Texte von Freud und Lacan verbracht hat, sich zurück in der Heimat gar als erster chinesischer Psychoanalytiker der Freud-Lacan Schule ausgibt, aber noch nie mit einer Frau geschlafen hat. Die Jungfräulichkeit ist überhaupt das beherrschende Thema (oder sollte man sagen: Phantasma) dieses Romans. Somit strukturiert die Suche nach einer unberührten Frau sowohl den Roman als auch - wie es sich für einen Lacan-Schüler gehört - das Begehren des Muo.

Das Freud/Lacan Thema kommt im Roman mehrfach vor und Sijie führt uns seinen Muo als durchaus begabten Traumdeuter vor, verzichtet aber auf eine nähere inhaltliche Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse. Wer diese Theorien kennt, registriert aber mit Vergnügen, daß Muo durchaus "freudianisch" nicht am Bild, sondern am Wortzeichen deutet und sich auch durch einen erfunden Traum der Polizeibeamtin nicht aus dem Konzept bringen läßt. Wenn Muo durch seine Deutungskunst schließlich einen Mordfall löst, übertrifft er sogar noch seinen Meister!

Erzähltechnisch fällt auf, daß Sijie etwas einsetzt, was ich das "literarische Zoomobjektiv" nennen würde. Die Beschreibung setzt oft bei einem Detail ein, sodaß man als Leser zunächst gar nicht weiß, worum es da jetzt eigentlich geht. Erst Schritt für Schritt nimmt das Umfeld Konturen an, so als ob das Objektiv wegzoomen würde. Das baut zunächst Spannung auf, die dann in einer überraschenden "Totale" aufgelöst wird. Sijie hat etwas zu erzählen und er kann spannend und raffiniert erzählen. Ich jedenfalls habe schon lange nicht einen Roman mit soviel Vergnügen und "Lustgewinn" gelesen!

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Die neuesten Kundenrezensionen
Wie kommt der Pirol in den Käfig ?
Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt: Muo, der nach eigener Überzeugung erste und einzige Psychoanalytiker Chinas, kehrt aus dem französischen Exil in seine Heimat... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2009 von Beate Boehm
Des Pirols letzter Satz
Dai Sijie hat ein wunderbares Meisterwerk der Schreibkunst hervorgebracht. Doch sollte man sich vom Buchtitel nicht täuschen lassen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2006 von gabrielle
Muo und der Pirol im Käfig
bemerkenswert fand ich den titel. denn erst auf den letzten 10 seiten wird mal ein pirol genannt, der dem ganzen werk einen titel verleiht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Mai 2006 von Jambalaya Jamba
Ganz nett...
Muo und der Pirol im Käfig ist ein angenehm zu lesendes Buch, dem in meinen Augen allerdings "das gewisse Extra" fehlt. Lesen Sie weiter...
Am 4. März 2006 veröffentlicht
Neues Wildes China
Der schmächtige und etwas verklemmte Muo kehrt in seine chinesische Heimat zurück; denn er will seine Freundin aus der Gefangenschaft befreien. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Januar 2006 von isy3
Schön, aber verwirrend
Ein wunderschönes Buch über die Liebe, erfrischend anders, jedoch stellenweise etwas verwirrend, da Dai permanent zwischen den Schauplätzen und den Zeitpunkten... Lesen Sie weiter...
Am 31. Oktober 2004 veröffentlicht
Toll
Der Traumdeuter Muo kommt nach Jahren im französischen Exil wieder zurück in seine Heimat China. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. September 2004 von Christian Tulka
Dai Sijies neues Meisterwerk
Der scheue Doktor Muo und die geheimnisvolle Welt der Frauen. Ob er ein Wahrsager sei, fragen sie, wenn Muo von den Mädchen und Frauen ihre Träume erfahren möchte,... Lesen Sie weiter...
Am 13. September 2004 veröffentlicht
Im Reich der Sinne
Eigentlich eine einfache Geschichte: Muo, in Paris zum Psychoanalytiker mit Schwerpunkt Traumdeutung ausgebildet, kehrt in seine Heimat zurück, um eine aus politischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juli 2004 von Dr. Leopold FALTIN, meincoach.at '
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