Im Anfang fallen die vielen fachspezifischen Bezeichnungen auf, die doch das eine und auch andere Mal das Nachsehen bei Googel nötig machten (im Anhang des Buches ist eine Übersicht dieser Fachworte, wobei der Hinweis darauf bedauerlicher Weise im Anfang fehlt...). Die Sprache lässt den Eindruck erwecken, man würde es mit kleinen Puppen und nicht mit empfindungsfähigen Babys und Kleinkindern zu tun haben - Tipps, für das Kind unangenehme Griffe im Gesicht für es unerwartet während seines vertieften Spiels zu machen fördert nicht gerade das Vertrauen des Kindes in die Mutter (man kann - ich weiß es aus Erfahrung - vieles z. B. im Spiel einbetten und dadurch sehr viel angenehmer machen). Doch wirklich geschockt hat mich die absolut ernst gemeinte Anleitung des Verursachens von Weinen von - doch immerhin ausreichend stabilen - Säuglingen durch immer länger werdende Zeiten des Hungernlassens. Ist der Autorin bekannt, dass gerade in den ersten Wochen ein Säugling Todesangst bei Hunger empfindet? Alles in Allem ein Buch, das ich in keinem Haushalt wissen möchte von Kindern mit Down-Syndrom, die doch - und das müsste auch der Autorin bekannt sein - außerordentlich sensibel sind. Mein Sohn hat das Down-Syndrom, ist zehn Monate alt und erlernt die gewünschten Inhalte mit Liebe, Achtsamkeit, Respekt und seinem Tempo angepasst. Er ist eben ein Mensch und keine Puppe.