Die phantastischen Jugenderlebnisse des Muminvaters waren schon viel zu lange vom Buchmarkt abwesend. Nun sind sie, in neuer Übersetzung sogar, endlich wieder verfügbar.
Die Episoden, die der Muminvater aufschreibt, sind wild, phantasievoll - und vielleicht manchmal auch etwas übertrieben...? Doch der restlichen Familie gefallen diese Ausbrüche ungehemmter Phantasie genausogut wie dem Leser, und gegen Ende beginnen Erzählung und Rahmenhandlung/Realität sich zu begegnen.
Klar, daß bei Tove Jansson auch noch eine tiefere, psychologische Schicht feststellbar ist. Wenn man wollte, könnte man dieses Buch als unkonventionellen Beitrag zu Themen autobiographischer Arbeit auf dem Wege der Selbstwerdung und -definition eines jeden von uns ansehen.
Wer die alte Übersetzung kannte, wird sich etwas umgewöhnen müssen, denn vor allem Namen wurden in mehreren Fällen geändert.