Kiefernadeln essen, eine ausgiebige Körperwäsche - und dann für drei Monate ab ins Heu: So haben es schon die Vorfahren zu Beginn eines jeden Winters gemacht, und so praktizieren es die an Nilpferde erinnernden Wesen noch heute. Doch Muminpapa ist heuer nicht nach Schlafen zumute - althergebrachte Traditionen hin oder her. Im tief verschneiten Mumintal lernt die Familie Herrn Frisch kennen, einen Frischluftfanatiker der alten Schule, der unsere sympathischen Protagonisten zu Sportskanonen umerziehen will. Dass sich die Mümmla dabei in den Exzentriker, der sich vor allem in sich selber verkuckt hat, verliebt, vereinfacht das Ganze nicht unbedingt.
Auch der zweite Band mit den «Gesammelten Comic-Strips von Tove Jansson» strahlt einen unerschütterlichen Glauben und Vertrauen an einen von Natur aus guten und vielleicht nur zufällig auf Umwege geratenen Menschen aus, wobei eine Portion Unvernunft keineswegs als Makel angesehen wird. Es handelt sich um brennendes Plädoyer für eine Erziehung zum kreativen, mündigen und freien Individuum und für ein Miteinander mit Respekt und Würde, wider alle falschen Propheten (wunderbar thematisiert in «Mumins neues Leben»). (Comic-Check)