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Multikulturalismus und die Politik der Schuld: Unterwegs zum manipulativen Staat?
 
 

Multikulturalismus und die Politik der Schuld: Unterwegs zum manipulativen Staat? (Gebundene Ausgabe)

von Paul Edward Gottfried (Autor)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 222 Seiten
  • Verlag: ARES Verlag; Auflage: 1 (Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3902475005
  • ISBN-13: 978-3902475008
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 156.204 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Multikulturalismus ist eines der hervorstechenden Merkmale der neueren westlichen Zivilisation. Paul Gottfried stellt dieses Phänomen in einen politischen und religiösen Zusammenhang. Für die neue politische Elite sind staatliche Wirtschaftslenkung und sozialpolitische Umverteilungen inzwischen weniger wichtig geworden als die Kontrolle über Meinungen, Gedanken und Redefreiheit. Eine auch von den Medien geförderte und stetig steigende unterschwellige Feindschaft gegenüber tradierten christlichen Werten ist das Kennzeichen dessen, was Gottfried den „therapeutischen Staat“ nennt. Für Paul Gottfried hat eine immer aufdringlicher werdende political correctness insbesondere in den protestantisch geprägten westlichen Gesellschaften das traditionelle Christentum in eine Form der aggressiven Zivilreligion verwandelt. Religion reduziert sich immer mehr auf Sozialarbeit, darüber hinaus spielt das liberale Christentum des ausgehenden 20. Jhdts eine bedeutende Rolle als Verfechter der „Politik der Schuld“. Die etablierten weißen Kirchen wandeln die ursprünglich rein metaphysisch verstandene Schuld um in eine freiwillige politische Selbsterniedrigung; die ungerecht leidenden Opfer werden identifiziert mit rassischen, kulturellen und lifestyle-Minderheiten. Diese Stilisierung gesellschaftlicher Opferrollen ist eines der Kennzeichen des sich in der Folge entwickelnden therapeutischen Staates. Gleichzeitig aber sorgt sich der Autor auch um das Anwachsen eines amerikanischen „Empire“, das versucht, europäische Werte und Überlieferungen maßgeblich zu beeinflussen und zu ändern. Die Europäer, so der Autor, haben begonnen, die aus dem amerikanischen Protestantismus entstandene multikulturelle Bewegung als essentiell notwendig für eine demokratische Entwicklung hinzustellen. Damit hätten sie, bei aller sonstigen Kritik, auf diesem Gebiet in geradezu autoritätshöriger Weise amerikanische Vorstellungen übernommen. Eine vernünftige Entwicklung weg von diesen für die europäischen Kulturen und Nationalstaaten verderblichen „Politik der Schuld“ wird aber nach Gottfried so lange nicht stattfinden, wie die Menschen einer radikal verzerrten Karikatur ihrer eigenen Geschichte hinterherlaufen.

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein Buch von höchster Brisanz, 5. November 2005
In den USA hat Gottfrieds im Stil einer Streitschrift gehaltenes Buch zornige Debatten ausgelöst – in Europa zieht man vor das Buch tot zu schweigen. So scheint es zumindest Sache zu sein. Man schweigt zu Gottfrieds Studie über Idee und Praxis des Multikulturalismus, weil man zum – wenig erquicklichen - realen Multikulturalismus im Alltag der Vorstädte großer europäischer Metropolen mittlerweile nur noch Gebärden des Schweigens zustande bringt. Ausblenden, nicht wahrnehmen wollen, schönreden und insgeheim auf ein Wunder hoffen, solange dies noch opportun scheint, denn rund um die Zentren von London und Paris steigen bereits die Rauchsäulen aus den Bränden ethnisch motivierter Unruhen ’gen Himmel. Höchste Zeit also, um einen multikulturellen Dialog in Gang zu setzen.
Paul E. Gottfried ist Politikwissenschaft jüdischer Herkunft mit Wurzeln in Österreich. Er ist ein Mann, der sein Handwerk versteht und seine unbestechlichen Gedanken in eine klar, eindrückliche Sprache zu kleiden versteht. Multikulturalismus ist nach seinem Dafürhalten eine Herrschaftsideologie, der es primär um eine radikale Gesellschaftsreform geht. Ihr Ziel ist es kulturelle und ethnische Vererdungen der jeweiligen Stammbevölkerung zu kappen und in eine leicht beherrschbare Kultur der Beliebigkeit zu überführen. Schuld-Rhetorik, Opfermythen und Minderheitenkult sind die Werkzeuge zur Erreichung des gesetzten Ziels. Über die Gleichschaltung von Denken und Empfinden wacht das soziale Institut der Political correctness. Wer von ihren Sprachregelungen abweicht, muss mit sozialer Ächtung oder Sanktionen härterer Natur rechnen. Die liberalen als wie auch linksgewendeten Eliten, jene ideologischen Wortführer des Multikulturalismus, erweisen sich im Zweifelsfall jedenfalls als keineswegs liberal, sondern als im höchsten Maße unduldsam.
Über all diese Thesen könnte man jetzt natürlich trefflich streiten. Tatsache ist jedoch, dass dem kaum geschieht, obgleich die staatlich propagierten „multikulturellen Gesellschaften“ des Westens zuletzt massiv in die Krise geraten sind. Die Vision eines Miteinanders gleich welcher Kulturen liegt in diesen Tagen in Scherben. Was vielleicht die bloße Folge einer allzu naiven und indifferenten Auffassung von Multikulturalität ist, welche auf der Verneinung eines jeglichen Begriffs von Leitkultur basiert. Wie dem auch immer sei, das unübersehbare Scheitern multikultureller Wirklichkeiten liefert radikalen Kritikern dieser allzu romantischen Gesellschaftsordnung Argumente zu deren schlussendlichen Destruierung. Auch Gottfried unterscheidet ja nicht zwischen verschiedenen Modellen multikultureller Gesellschaft; seine Kritik ist unversöhnlich und fundamental. Und deswegen eben sehr greifbar. Wie auch immer man selbst zur Sache stehen mag, dieses Buch ist eine Lektüre wert, zumal es anhand einer scharfen Antithese zeigt, was These ist. Sodann möge man sich getreu dialektischer Logik auf die Suche nach der Synthese, also auf die Suche nach einer Lösung für das sich abzeichnende Schlamassel multikultureller Lebenswirklichkeiten begeben.
Gottfrieds Buch geht uns alle an und ist von höchster Brisanz für unser gesellschaftliches Leben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Tiefe Einsichten, 23. Juni 2008
Der Verfasser vermittelt mit seiner Analyse, die Teil eines größeren Werkes ist, einen tiefen Einblick in die Ideologie der Multikulturellen Gesellschaft. Deutlich wird, daß die Multikulturelle Gesellschaft ein Mittel ist, einen bestimmten Menschentypus - den Weißen - in seinem Denken und Handeln zu seinem eigenen Nachteil zu manipulieren. Dies geschieht nicht nur in Deutschland. Es wird in Europa, den USA und überall da, wo er in nennenswerter Anzahl vorkommt, praktiziert. Im Mittelpunkt steht die Behauptung, daß der Weiße für alles Böse in der Welt verantwortlich sei und nun büßen müsse, indem er seine Identität aufgibt. Die Frage nach den Drahtziehern und Hintermännern wird leider nur ansatzweise erläutert. Fest steht, daß hier ein Prozeß abläuft, der kaum noch zu stoppen ist. Das Buch ist ein wertvoller Beitrag zur Lageanalyse.
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