Bei der Durchsicht der Produktdaten machte mich die Angabe:
"Belastbarkeit: 400kg statisches Gewicht" durchaus stutzig.
Wen interessiert bei einer Sackkkarre ein Gewicht, das man dann nicht von der Stelle bewegen darf.
Mich machen unsinnige Angaben bei Produkten immer misstrauig.
Die Angabe von 200Kg Transportgewicht weckte dann mein Interesse.
Das Produkt wurde zügig geliefert, so wie man es von Amazon, und Händlern die über Amazon vertreiben, erwartet.
Wie sich jetzt herausstellte, wird die Karre in Einzelteilen geliefert und muss aufwändig zusammengebaut werden. Ich finde, das könnte man in einer Produktbeschreibung im Verkaufsangebot durchaus erwähnen!
Die Verpackung war für ein sperriges Produkt dieses Gewichts schlecht, d.h. die Teile klapperten relativ lose in einem ziemlich dünnwandigen Umkarton der an mehreren Stellen schon stark beschädigt war.
Nach dem Auspacken sah man, dass die Einzelteile, trotz gegeneinanderschlagens beim Transport, nicht beschädigt worden sind.
Die Montageanleitung bestand aus einem Blatt mit einer Art Explosionszeichnung ohne Text und Angabe der Montagereihenfolge. Die Teile waren sehr schlecht zu erkennen, und einige Teile (zwei große Abstandsscheiben vermutlich für die Radachse)waren nicht eingezeichnet. Da das Teil aber nicht besonders komplex ist, ließ es sich trotzdem nach einigem Stutzen einigermaßen zügig zusammenbauen.
Beim Zusammenbauen kamen mir schon Zweifel bezüglich der Stabilität. Die Rohre des Gestänges bestanden aus relativ dünnwandigem, weichen Stahl, weshalb man beim Zusammenschrauben aufpassen musste, dass man die Schrauben nicht zu fest anzog.
Die Winkelbodenplatte die das Fundament der Sackkkarre darstellt, bestand aus ca. 2mm (incl. Lackschicht) dickem (auch relativ weichem) Stahlblech.
Langer Rede kurzer Sinn, als ich ein Gewicht von ca. 76 Kg (und nicht 200 Kg) testweise transportieren wollte, bog sich beim Ankippen der Sackkarre das Blech dermaßen stark durch, dass ich den Versuch abbrach, weil ich befürchtete, dass sich das Blech bleibend verformt. Ich wage es jedenfalls nicht diese Sackkarre mit 200 Kg (für Praktiker: das sind vier Zentner) zu belasten (nicht mal statisch).
Ich musste frustriert feststellen, dass es doch naiv von mir war, zu erwarten, dass man für diesen Preis eine neue Sackkarre kaufen kann, mit der man auch nur annähernd 200 Kg sicher transportieren kann.
Also hieß es, das Teil wieder auseinanderbauen, aufwändig einigermaßen sicher in diese schon beschädigte Verpackung stopfen und zurückschicken.
Ach ja, die nicht unerheblichen Versandkosten für dieses große sperrige Teil musste ich übrigens selbst löhnen, da laut Geschäftsbedingung erst ab einem bestimmten Kaufbetrag die Rücksendekosten vom Lieferanten zu tragen sind.
Die Rückzahlung des Kaufpreises erfolgte problemlos und zügig.