1980, das Geschäft mit dem 1977 verstorbenen Elvis flachte gerade ein wenig ab, überlegte sich RCA, wie sie mit dem größten Star der Plattenfirma neues Geld verdienen könnte. Felton Jarvis, Produzent vieler Elvis-Sessions, kam auf die rettende Idee: wie wäre es, wenn man einigen Hits des "King of Rock'n'Roll" (aus den späten 60er und den 70er Jahren) ein neues Gewandt geben würde? Also eleminierte man von einigen ausgewählten Aufnahmen die Musik und die Background-Sänger - um dann neue Musik zur Stimme von Elvis einzuspielen.
Das Ergebnis war eine LP mit dem Titel "Guitar Man" sowie zwei Singles ("Guitar Man"/"Faded Love" und "Lovin' Arms"/"You Asked Me To") (alle erschienen 1981) - die bei den Fans aber bei weitem nicht so einschlugen wie erhofft (daher auch der Titel der vorliegenden CD "Too Much Monkey Business" - "Ein zu riskantes Geschäft"). Und der Sound ist wirklich gewöhnungsbedürftig, stark geprägt von der in den USA so geliebten Countrymusik.
Im Jahr 2000 entschieden sich dann die Produzenten vom Elvis-Sammler-Label "Follow That Dream", die 1980 veröffentlichten Stücke wiederzuveröffentlichen - und die CD mit weiteren damals entstandenen Titeln zu würzen.
Entstanden ist ein Werk mit einigen Höhen und Tiefen. Ein paar Stücke schmerzen fast in den Ohren, während andere auf Anhieb gefallen. Besonders positiv vorzuheben sind "I'll Be There", "Too Much Monkey Business", "Lovin' Arms", "In The Ghetto" und "Blue Suede Shoes".
Die Kritikpunkte überwiegen aber: "Burning Love" hat die Power verloren, "Guitar Man" fehlt Jerry Reeds Gitarre, und so weiter und so fort...
Mit der Zeit wird die Musik sogar ein wenig nervig - und wenn Elvis Stimme mich nicht immer wieder fesseln würde hätte ich keine zehn Lieder durchgehört.
So ist diese CD eher etwas für Countryliebhaber denn für Elvisfans - obwohl ein "echter" auch diese Scheibe im Schrank stehen haben muß (aber mehr der Vollständigkeit halber, als aus musikalischen Gesichtspunkten).