Noch bevor die aus Decatur, Georgia stammende Keri Hilson am 24. März 2009 ihr Debut Album "In a perfect world" veröffentlichte, hat die gute Dame schon einiges an Arbeit geleistet und viele Songs sowie auch ein Mixtape namens "Ms Keri" aufgenommen und diese wurden vor allem im Internet veröffentlicht. Das Mixtape "Ms. Keri" welches ursprünglich aus 20 Songs besteht und nur für Promotionzwecke zusammengestellt wurde, hat es nun aber tatsächlich als offizielles Album Release in die Plattenläden geschafft. Der Release von "Ms. Keri" wurde allerdings auf 11 Tracks heruntergekürzt, da einige der ursprünglichen Songs auf "In a perfect world" ihren Platz gefunden hatten und die Rechte daran logischerweise Keri's Label hat, dieser offizielle Release von "Ms. Keri" allerdings über ein anderes kleines Label namens Flower Music Int. getätigt wurde. Auf den 11 Songs stehen Keri Hilson Acts wie Akon, R. Kelly, Snoop Dogg, Stat Quo, T-Pain, Lil Wayne, T.I. und Jermaine Dupri zur Seite.
Mit dem Track "Mic Check" macht "Ms. Keri" seinen Anfang. Ein kraftvoller zugleich geschmeidiger Beat, mit hymnenartige Untermalung und Unterstützung durch Blasinstrumenten lassen Keri Hilson im Rampenlicht bestens glänzen und auch Akon weiß uns als Feature köstlichst in den Genuss seiner wunderbaren Stimme kommen zu lassen. Mystisch und düster kommt "High Heels" daher im Down South Style mit harten Beat, dicken Bässen und ein paar Streichereinlagen. Weiter gehts mit "Shake it like a dawg" was einen Gastauftritt von R. Kelly beinhaltet. Der Beat hat durchaus Partyambitionen, auch wenn dieser nicht wirklich temporeich ist und Keri sowie R. Kelly (der für den Refrain und einen Part zuständig ist) harmonieren ziemlicht gut. "Happy Juice" klingt da schon wieder eine Schiene härter mit Screwed Elementen, verzerrten Synthes und einen aufbrausenden Beat, welchen Snoop Dogg und Stat Quo als Features noch berhymen. Einen Freestyle/Flow kriegen wir mit "Ms. Keri" um die Ohren gehauen, denn hier hat sich Keri Hilson am Instrumental des Songs "Headsprung" von LL Cool J bedient - eine frische Art den Song zu hören, da durch eine Frau gesungen, aber wirklich neu und bahnbrechend ist das hier logischerweise nicht. Jetzt kommt ein Song, dem ich immer noch nachtrauere nicht auf Keri's Debut Album "In a perfect world" draufzusein, die Rede ist ganz klar von "Controll Me" welches von Timbaland produziert wurde. Timbo hat es mal wieder geschafft einen Beat in PErfektion zu schaffen, der ein übelstes Partybrett ist und durch seinen fetzigen Rhytmus wirklich jeden zum tanzen animieren muss. Schön sanft und ruhig wird es mit dem nächsten Stück "Promise in the dark". Obwohl der Slow Jam Beat ziemlich powergepackt daherscheppert, bekommt dieser durch die traumhafte Klaviermelodie und Keri's glamorösen Stimme die richtigen verspielten und relaxten Akzente. Mit einem weiteren Timbaland Beat trumpft "Luv ya" auf, der zu Timbos chilligeren Produktionen gehört, aber dennoch einige Geheimisse mit sich bringt durch diese klasse verschleierte Hintergrundmelodie sowie den E-Gitarren Einspielern im Refrain. Richtig hammermäßig geht es bei "What Channel" zur Sache, dessen temporeicher Beat uns von Anfang an in seine Bann zieht, dazu noch viele Synthes und eine Keri Hilson in Topform - was will man mehr? Jetzt nähern wir uns langsam dem Ende von "Ms. Keri", zunächst aber bekommen wir den Remix zur Single "Turnin me on" zusammen mit T-Pain, Lil Wayne, T.I. und Jermaine Dupri serviert, den bzw. den Song an sich jeder kennen dürfte und somit nicht groß erwähnenswert ist, allerdings frage ich mich dennoch wiso man das Lied mit dem Namen "Puttin me on" auf der Tracklist angegeben hat? Das letzte Lied ist eine schöne Ballade namens "Wrong when you gone" bzw. ein Teil davon da es nur etwas mehr als 1 1/2 Minuten lang ist. Allerdings ist das auch eine Art Freestyle/Flow, denn das Original stammt von Jennifer Lopez aus ihrem Album "Brave", hier hat Keri Hilson den Song im Producer Team The Clutch mitproduziert und geschrieben für J.Lo.
Was man musikalisch auf "Ms. Keri" zu hören bekommt ist schon alles nett und ordentlich, doch das ganze hat einen großen Haken. Das Artwork sieht gegenüber dem OG Mixtape und sonstigen Alben ziemlich einfallslos und billig aus, die Songs gehen ineinander über und beinhalten oft DJ Gelabber und sind desöfteren auch in einer nicht wirklich CD tauglichen Qualität auf den Silberling gepresst worden. Zudem ist dieses Teil auch nur für Leute etwas, die Keri Hislon erst seit ihrem Debut Album verfolgen und etwas über ihre anderen Aufnahmen wissen wollen, alle anderen worunter ich mich auch einschließe dürften diese Songs bereits kennen oder haben das OG Mixtape gehört. Wenn ein kleines Label schon Geldmacherei mit Liedern einer großartigen Künstlerin betreiben will dann bitte richtig und nicht so lieblos dahingeklatscht wie mit diesem offiziellen Release.
PeAcE