Der überzeugte Kommunist Frank Ratcliffe arbeitet Ende der 60er Jahre als Schullehrer in Großbritannien. Völlig begeistert ist er, als ihm gestattet wird, in der DDR einen Job als Englischlehrer anzutreten. Seine Familie ist von dieser Idee allerdings nur mäßig beeindruckt, allein die jüngste Tochter Mary teilt -mit ihrem Teddybär Lenin- seine Vorfreude auf den Arbeiter- und Bauernstaat. Im Land seiner Träume angekommen, entwickelt sich nicht alles so wunderbar wie erwartet. Schon bald holt die Ratcliffes die Wirklichkeit mit ihren Kehrseiten des stalinistischen Überwachungssystems ein. Als der Sohn des Direktors über die noch löchrige Grenze gen Westen flieht, beschließt auch Mrs. Rathcliffe, ihre Familie wieder nach Hause zu bringen.
Diese englische Version der humorigen Vergangenheitsbewältigung im Stile von "Good Bye, Lenin" und "Sonnenallee" versucht den Spagat einer Komödie über das schrullige Alltagsleben in der DDR einerseits und der dramatischen Darstellung der Schikanen, denen ein freiheitlich denkender Mensch zwangsläufig ausgesetzt war, andererseits. Diese Vermengung echter menschlicher Tragödien mit beinah slapstickartigem Humor wirkt nicht immer gelungen. Schauspielerisch wird auch nicht gerade an die Grenze des Möglichen gegangen. Einzig die Darstellung von Ratcliffes Frau durch Catherine Tate sowie Katharina Thalbach als desillusionierte DDR-Bürgerin sind hervorzuheben.
Trotzdem ist dieser Film zu loben, da ohne falsche Scheu der Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der DDR auf lockere Weise gezeigt wird. Ähnlich wie bei George Orwells "Animal Farm" mögen ja die Ideale noch edel gewesen sein, allein die Wirklichkeit machte das Leben alles andere als einfach.
Zu empfehlen ist übrigens die englische Tonfassung, da hier zu erkennen ist, wann wirklich Englisch gesprochen wird und wann sich die DDR-ler nur mehr mit Deutsch zu helfen wissen. (271 Wörter)