Ich mag Sabrina Fox. Sie ist mir sympathisch, wie man das so zwischen Fernsehbildschirm und Wohnzimmer beurteilen kann. Oder als Leser von Interviews, die sie gegeben hat. Eine ehrliche Haut, fröhlich, mit beiden Beinen auf der Erde, manchmal mit dem Kopf im HImmel. Als Autorin hatte sie ihren Einfluss auf mich. Drei Engelsbücher habe ich gelesen, sie haben mir einiges beigetragen.
Dieses Buch hier habe ich sofort, nachdem ich davon gehört habe, gekauft, da ich seit zehn Jahren hin- und herpendele, da Freund in Amerika, die zwei Welten sind mir vertraut. Auch ich bin schon oft als Besserwisser in die USA gereist, habe dort private Familienzeit verbracht und war nicht wirklich offen für so einiges, mit dem ich mich nicht anfreunden konnte. Anderes fand ich wieder toll. Trotzdem war Amerika immer mein Lieblngsland, ich fühle mich nirgends so wohl wie dort - und in München, meiner eigentlichen Heimat. Sabrina Fox hat mir bei vielem aus dem Herz gesprochen, für vieles Worte und Beschreibungen gefunden, was bei mir noch unausgesprochen brodelte. Sie hat wirklich einen klaren Blick auf diese beiden Kulturen.
Sabrina Fox schreibt mit ungeheurem Wortwitz. Ich habe mehr als einige Male gelacht. Es fließt mit einer Leichtigkeit aus ihr heraus, wenn sie über diese zwei Welten schreibt. Frau Fox (oder Sabrina) nimmt sich ernst, aber nicht wichtig. Immer wieder bezeichnet sie sich als Besserwisser, der die Gesellschaft ändern wollte. Dann entwickelte sie sich in dieser Gesellschaft, fand Freunde, wusste vieles zu schätzen, beispielsweise die Freundlichkeit (und nicht die Oberflächlichkeit). Der gute Umgangston. An anderes gewöhnte sie sich nie, beispielsweise daran, dass man in einem Restaurant nach 90 Minunten die Rechnung überreicht bekommt und dann doch bitte zügig gehen soll, da die nächsten Essensgäste gesetzt werden müssen. Auch diese Aufforderung erfolgt höflich: Möchten SIe Kaffee? Möchten Sie Kaffee heißt, es wird jetzt Zeit. Sabrina versuchte es mit: Vielleicht später. Weil sie eigentlich noch sitzen bleiben wollte. Viele solche herrlichen Erzählungen heiter aufs Papier gebracht.
Dieses Buch hat nichts mit ihrer spirituellen Suche zu tun. Über ihre Spiritualität schreibt sie nur wenige Sätze. Sie ist einfach eine erwachsene gescheite Frau, die etwas zu sagen hat über ihre 16 Jahre in Los Angeles. Für Menschen, die Amerika mögen und gerne etwas erfahren möchten darüber, wie es ist, dort zu leben, ein Muss. Sie werden die Amerikaner noch mehr lieben. Deutschland auch.