Es ist nun gar kein Leichtes, Virginia Woolfs ambitioniertesten und bekanntesten Roman zu verfilmen, der zu weiten Teilen aus innerer Handlung und Gedankenwelt der Protagonistin besteht, doch was Drehbuchautorin Eileen Atkins (selbst anerkannte Schauspielerin) und Regisseurin Marleen Gorris aus diesem wundervollen Buch gezaubert haben, ist wahrhaftig phenomenal. Der Film schafft es, unzweifelhaft getragen von Vanessa Redgraves beeindruckender Leistung der älteren und Natasha McElhornes Darstellung der jungen Mrs Dalloway, den Ton des Buches in derartiger Weise zu treffen, dass der Film an keiner Stelle die Handlung verfälscht oder gar Längen aufweist, sondern einen literarischen Hochgenuss in Form eines äußerst unterhaltsamen und vor allem mitreißenen Stücks Kinogeschichte bietet, das in meinen Augen bisher noch viel zu wenig Anerkennung und Notiz bekommen hat. Doch es lohnt sich allemal, diesen Film in seine persönliche Samlung aufgenommen zu haben.