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Mrs. Dalloway
 
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Mrs. Dalloway

 Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Künstler: Marleen Gorris
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
  • Erscheinungstermin: 9. Februar 2007
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 96 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000LMQ2NQ
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 8.933 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

An einem schönen Sommertag im London des Jahres 1923 steckt die wohlsituierte Ministergattin Clarissa Dalloway mitten in den Vorbereitungen zu einer ihrer legendären Parties. Da taucht bei dem Umtrunk für die Upper Class unerwartet ihre Jugendliebe Peter Walsh auf. Wehmütige Erinnerungen an vergangene Tage werden wach, und Mrs. Dalloway fragt sich, ob sie wohl die richtige Entscheidung getroffen hat, als sie vor gut 30 Jahren den Heiratsantrag Peters ablehnte und sich für einen anderen Mann entschied.

Produktbeschreibungen

Alamode Film Mrs. Dalloway, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 09.02.07

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67 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mrs. Peel
... so endet der vierte Roman von Virginia Woolf und auch diese Verfilmung dessen. Die Wege von Clarissa Dalloway und Septimus Warren Smith kreuzen sich nur ein einziges Mal: Morgens in einer Blumenhandlung als der vom Krieg traumatisierte Smith aufgrund einer Fehlzündung eines Motors fürchterlich erschrickt. Mrs. Dalloway wird an diesem Tag eine Party für ihre aus den Kolonien zurückgekehrte Jugendliebe Peter Walsh geben, um ihn in den Kreis der High Society des britischen Empires wieder einzuführen. So sinniert Mrs. Dalloway an diesem Tag, wie ihr Leben verlaufen wäre, wenn sie anstatt des langweiligen Mr. Dalloway eben jenen Peter Walsh geheiratet hätte. Am Ende des Abends der Party erfährt sie beiläufig im üblichen Small Talk vom Selbstmord des jungen Smith, ohne aber zu wissen, dass dies der junge Mann vor dem Schaufenster der Blumenhandlung war. Sie stellt sich daraufhin selbst vor die Entscheidung den gesellschaftlichen Tod zu sterben. Beide Handlungsstränge kreuzen sich also nur am Anfang und am Ende des Films.

Regisseurin Marleen Gorris gelingt das, was eigentlich fast für unmöglich schien: Virginia Woolfs experimentelle und über mehrere verschachtelte Stränge laufende Erzähltechnik qualitativ hochwertig auf die Leinwand zu retten. Die Figuren werden mit äußeren Ereignissen konfrontiert (die Fehlzündung eines Autos), woraufhin sie vergangene Ereignisse ihres Lebens assoziieren bzw. erinnern und ihre Gedanken darüber somit die Handlung weitererzählen. Hervorragend ist vor allem wie es Gorris gelingt, die inneren psychischen Prozesse der Erzählfiguren herauszuschälen. Auch die Woolfschen Perspektivwechsel (die Wechsel der Orte des Geschehens) mittels der äußeren sichtbaren Ereignisse werden von der Kamera exzellent wiedergegeben. Der Zuschauer lebt mit dem Bewußtseinsstrom der Figuren mit und kann sich somit exzellent in sie hineinversetzen. Man schlüpft in deren Haut.

Zudem reißt der Film die High Society des Britischen Empires mit all ihren Gegensätzen nach dem 1. Weltkrieg detailliert ab: verhinderte Laufbahnen treffen auf erfolgreiche Karrieren (die Herren Walsh und Dalloway), traumatisierte Kriegsveteranen auf verständnislose Psychiater, Armut auf Wohlstand, die verächtlichen Blicke der Butler auf die Dekadenz ihrer Sirs und Madams, das langweilige Leben von pensionierten Snobs auf den Wandel des Empires nach dem 1. Weltkrieg (O-Ton:"Aber war das Lady Bruton?, die sie doch gekannt hatte?"). Nur Clarissa Dalloway veranstaltet wie sie es in ihrem Leben auch nicht anders kennt, eine langweilige Party und muß sich schließlich der inneren Konfrontation mit ihrem eigenen vergangenen Leben und ihrer Oberflächlichkeit stellen, die sie dann auch am Abend aus den Räumen der Partygesellschaft auf den Balkon ihres Hauses treibt.

Vielleicht hat der Film den einzigen kleinen Makel, dass Vanessa Redgrave und Natasha McElhone als ältere und in den Rückblenden jüngere Clarissa Dalloway zu sympathisch erscheinen. Woolf empfand für die Hauptfigur sehr viel Antipathie. Die Oberflächlichkeit der Clarissa Dalloway ist für Zuschauer, die das Buch nicht kennen, vielleicht nicht immer glasklar rauszulesen. Ansonsten verblüfft die Verfilmung eben in fast originalgetreuer Wiedergabe der verschachtelten Woolf'schen Erzähltechnik, sodass man am Ende des Abspanns sagen kann: Genauso habe ich's mir beim Lesen auch vorgestellt.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"A Day In The Life" ... 29. April 2010
Von theSilentNoirFreak TOP 1000 REZENSENT
... ist ein Lied der Beatles auf ihrem berühmten SGT. PEPPER Album, um die Beatles geht's in Virginia Woolf's MRS. DALLOWAY jedoch nicht (wenngleich auch sie, wie die Romanautorin Woolf und die Hauptdarstellerin Vanessa Redgrave, Briten sind/waren), um "A Day In The Life" (= Ein Tag im Leben) allerdings um so mehr. Um einen Tag im Leben von Clarissa Dalloway nämlich, die, als Dame der Londoner Gesellschaft zur Zeit der frühen 20er Jahre, am Abend eine Party geben wird und dafür noch einige Vorbereitungen zu treffen hat. Dabei wird sie den ganzen Tag über von Erinnerungen begleitet, Erinnerungen an eine Zeit von vor 30 Jahren, die sie mit Menschen verbracht hatte, die sich abends auch zu ihrer Party einfinden werden. Zeitgleich (= im Wechsel mit den Szenen der Reminiszenzen und der Partyvorbereitungen von Mrs. Dalloway) wird der Zuschauer mit einem parallel ablaufenden Handlungsstrang konfrontiert, im Rahmen dessen ein junger Mann namens Septimus vorgestellt wird, der sich als Soldat im 1. Weltkrieg ein schweres Kriegstrauma zugezogen hat. Beide Handlungsstränge funktionieren weitestgehend unabhängig von einander, berühren einander für Momente nur oberflächlich, was dabei gelegentlich für einen surrealen Eindruck sorgt.
Klingt alles nicht so spannend? Ja, so in etwa würde ich vermutlich auch urteilen, würde mir jemand darüber erzählen. Zum Glück hatte ich diesen Film irgendwann in den 90ern schon einmal im TV gesehen und, obwohl meine Erinnerungen daran bedauerlich erblaßt waren, haben offenbar tiefgehendere Eindrücke erfolgreich überlebt - so habe ich kürzlich, nach einigem Zögern, doch zugegriffen und mir diese DVD zugelegt: Eine gute Entscheidung!
Ich habe Virginia Woolf niemals gelesen (so also auch nicht MRS. DALLOWAY) doch habe ich das sichere Gefühl: Es macht überhaupt nichts! Obwohl zeiteingrenzende, tradierte Vorstellungungen unzweifelhaft (und berechtigt) als Setting für die Story fungieren, erhebt sich ihre eigentliche Quintessenz weit darüber hinaus: Es geht ganz einfach um menschliche Empfindungen, Gedanken, Situationen, die theoretisch zu verschiedensten Zeiten an verschiedensten Orten der Welt von Bedeutung sein könnten ... Clarissa Dalloway hat seinerzeit Mr. Dalloway geheiratet, aus Gründen der Absicherung heraus, resultierend aus einer gewissen Angst vor dem 'Abenteuer Leben' - doch hat sie ihre Jugendliebe Peter Walsh niemals vergessen. Peter, aus jahrelanger Abwesenheit erst heute nach London zurück gekehrt, erscheint des Abends auch zu Clarissa's Party und er macht keinen Hehl daraus, daß Clarissa immer DIE Frau für ihn geblieben ist, alle anderen waren nur 'Ablenkung' - und dennoch zeigt er sich ein wenig enttäuscht von ihrer Oberflächlichkeit, die sie sich im Laufe ihres gesellschaftlichen Lebens so angeeignet zu haben scheint. Darüber spricht er auch mit Sally Seton, der damaligen, gemeinsamen Freundin von Peter und Clarissa - heute gesellschaftlich gut situiert, geadelt, Mutter von 5 Kindern und reichlich in die Breite gegangen - die dies schlagfertig und den Kern treffend zu kommentieren weiß. Ein schlimmes Ereignis, im Zusammenhang mit dem Soldaten Septimus, von dem Clarissa Dalloway ausgerechnet an ihrer Party Kenntnis erhält, läßt sie sich distanzieren vom 'Partyvolk', treibt sie auf den Balkon, wo sie mit sich und ihren Gedanken (an denen der Zuschauer fortwährend teil hat) allein sein kann ... und so - eben alles andere als oberflächlich - erlebt Peter die Liebe seines Lebens eben leider nicht. Was für die Protagonisten oft ungesagt/ungehört bleibt - dem Zuschauer enthüllt sich alles in vollem Maß.
Der Film lebt von seinen gut gezeichneten wie personifizierten Charakteren, das betrifft die gegenwärtige, ältere Generation ebenso, wie dieselben Charaktere, als sie noch einige Jahrzehnte jünger waren. Natasha McElhone, beispielsweise, überzeugt als junge Clarissa, die vielleicht gar nicht weiß, wie lebenshungrig sie eigentlich ist, weil sie es sich nicht zugesteht, ebenso, wie eine großartige (!!!) Vanessa Redgrave, die zeigt, daß Mrs. Dalloway auch im Alter auch noch keinesfalls abgeklärt ist - unabhängig davon, welches oberflächliche, über die Jahrzehnte gut einstudierte Bild sie nach außen hin vermitteln mag ... Vanessa Redgrave weiß im übrigen auch im 'Making Of' noch einmal zu glänzen, durch das Gedankengut und die Informationen, das/die sie dort veräußert. Die Inszenierung ist in ihrer Gänze gelungen, geht sensibel auf verschiedenste Situationen ein - dies zeigt sich in der Verbindung beider Handlungsstränge ebenso, wie im Übergleiten der Gegenwart in die Vergangenheit (und wieder zurück) oder auch in den Szenen, in denen Clarissa's Gedanken (= Stimme aus dem 'Off') eine ganz andere Sprache sprechen, als das simultan Gezeigte ... und es gibt noch viele Momente mehr. Trotz mancher Vorzeichen die darauf hindeuten könnten, ist MRS. DALLOWAY kein reiner 'Frauenfilm', er ist vielmehr ein 'menschlicher' Film, einer der durchaus 'leisen Töne', der dennoch offen entlarvt, auf den Punkt bringt und inspiriert - für Inspiration sorgen allein schon eine ganze Reihe von Äußerungen innerhalb der Dialoge, wie auch Monologe. Wer nicht völlig unbewußt lebt, sondern zuweilen den Mut aufbringt (sofern dieser denn überhaupt von Nöten ist), sich mit sich selbst und seinem eigenen bisherigen Lebensweg zu konfrontieren, findet in Clarissa Dalloway mit ihren Gedanken, Erinnerungen, Ängsten, verheimlichten Wünschen, Beobachtungen und Resumées eine ganz hevorragende 'Wegbegleiterin' für gute eineinhalb Stunden - dies optional in deutscher wie in englischer Sprache (jeweils in Dolby Digital 2.0, deutsche UT gibt's ebenfalls) und im Bildformat 1.85:1 anamorph. Das Bonusmaterial (das ebenfalls den deutschen Trailer enthält) lohnt wegen des bereits erwähnten 'Making Ofs', in dem außer Vanessa Redgrave auch andere (z.B. Regisseurin, Drehbuchautorin) zu Wort kommen.
Mir persönlich hat der Film zusätzlich auch noch einmal Aufschluß über das Konzept des Films THE HOURS gegeben, der sich bekanntlich stark an Virginia Woolf/MRS. DALLOWAY orientiert. Darüber hinaus ist MRS. DALLOWAY sicher kein Film für 'jeden Abend', sondern vermutlich eher für ausgesuchte Momente im Leben - wann immer man einen solchen für gekommen halten mag (Ostersonntag? Eine Vollmondnacht? Oder einfach ein Tag im Leben?). Ich jedenfalls bereue es keinesfalls, die DVD dann doch noch erworben zu haben, da ich mich an ihr, im richtigen Augenblick, immer wieder erfreuen werde, so viel weiß ich, nach erneutem Ansehen, heute sicher. Daher empfehle ich sie an Interessierte auch uneingeschränkt weiter, denn der Film berührt, bewegt und inspiriert, ohne jemals dem Kitsch zu verfallen, er besticht außerdem durch Beobachtungsgabe, Scharfsinn und Lebenserfahrung. Sind Sie bereit für "Einen Tag im Leben"? Dann los!
-- theSilentNoirFreak
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leider langweilig 3. April 2010
Von Grüner Baum TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Virginia Woolf schildert einen Tag im Leben der Mrs. Dalloway. Diese ältere Lady der Upper Class des London in den Zwanzigern bereitet sich auf eine Party vor, die sie am Abend geben will. Dabei denkt sie an einen Sommer vor 30 Jahren zurück, den sie auf dem Land verbracht hat. Sie lernte in diesem Sommer ihren - eher seriösen, zurückhaltenden, etwas langweiligen - Mann kennen, wurde aber auch vom lebensfroheren, verrückteren Peter umworben, der sie just an diesem Tag in London aufsucht. Parallel läuft das Schicksal eines Veteranen des 1.Weltkriegs, der unter seelischen Traumata leidet und von einem Arzt in eine Nervenklinik geschickt wird, in die er nicht will.

Ich beurteile den Film aus der Perspektive dessen, der den Roman nicht gelesen hat. Aus dieser Sicht fand ich ihn - leider Gottes - oft langweilig. Der Roman spielt wohl auf sehr verwobene Weise und schnell hin- und herspringend mit den Zeitebenen. Das versucht der Film nachzubilden und die beiden Zeitebenen springen teilweise im Minutentakt. Das funktioniert leider nicht, denn immer wenn man anfängt zu einer Figur in einer Zeitebene eine Beziehung aufzubauen, ist sie schon wieder weg. Hier bräuchte der Film mehr Ruhe. Auch wirken die beiden Darstellerinnen der Mrs. Dalloway (Vanessa Redgrave, Natascha McElhone) nicht verbunden genug, um wie eine Person zu wirken. Überhaupt spielen sie zu freundlich und ätherisch. Der Charakter der Mrs. Dalloway ist eigentlich ein schwieriger und teilweise gebrochener. Das hört man an den Sätzen, die sie sagt, aber man sieht es ihr nicht an. Auch bei den Nebenfiguren (Peter, Mr. Dalloway, Freundin von Mrs. Dalloway) ist die Passung zwischen junger und alter Figur nicht ganz glücklich.

Mit den im Roman wohl viel vorhandenen inneren Dialogen der Mrs. Dalloway kann man im Film nicht recht umgehen. Am Anfang werden sie sehr verkürzt dargestellt, am Ende erschlagen die Machern einen dann mit ewigen Off-Kommentaren, die hier wie eine große Endmoral daherkommen. Eine Umsetzung in fiktive Dialoge wäre m.E. besser gewesen.

Etwas in der Luft hängt die Kriegsveteranengeschichte. Ich weiß nicht, wie die im Buch gelingt, aber hier schwebt sie frei neben der Hauptgeschichte her und man weiß nicht recht, was sie soll. Man fragt es sich und ist enttäuscht von der am Ende stattfindenden Auflösung.

Es kann sein, dass der Film begeistert, wenn man das Buch kennt und die inneren Bilder visualisiert sieht. Als Film per se funktioniert er aber m.E. nicht. Auf handwerklich hohem Niveau sind freilich Kostüm, Maske und Ausstattung.
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