Kann ein Film, der nur 84 Minuten Spielzeit hat, Längen aufweisen? Ja, er kann! Mr. Woodcock ist ein Beispiel dafür. Die Geschichte um den heimkehrenden Sohn, der seine Mutter in den Armen seines ehemaligen Albtraum-Sportlehrers findet, ist bemüht, erinnert aber eher an ein Puzzle von Versatzstücken, als an eine geradlinig, gut erzählte Story.
Farley(Seann Wiliam Scott) war ein dickes Kind. Aufgewachsen im amerikanischen Farmland wird er zur Zielscheibe des scheinbar sadistisch veranlagten Sportlehrers Woodcock(Billy Bob Thornton). Sein Leben lang erinnert sich Farley an die Demütigungen, die Woodcock ihm und seinen Mitschülern bereitete. Jahre später kehrt Farley als schlanker, erfolgreicher Schriftsteller in die Heimat zurück. Sein Entsetzen ist kaum zu beschreiben, als er entdeckt, dass seine verwitwete Mutter(Susan Sarandon) einen neuen Freund hat: Mr. Woodcock! Noch immer schulmeistert Woodcock Farley, doch der begehrt jetzt auf. Er versucht alles, um die Beziehung zwischen Woodcock und seiner Mutter zu beenden. Leider geht dabei, fast ausnahmslos, alles schief.
Regiseuer Craig Gillespie hat mit Billy Bob Thornton und Susan Sarandon zwei Könner ihres Fachs vor die Kamera geholt. Leider können die beiden den schwachen Plot nicht retten. Es gibt ein paar wunderbare Szenen, herrliche Slapstickeinlagen, aber leider auch jede Menge Leerlauf. Für Sarandon und Thornton Fans sicher sehenswert. Für alle anderen Filmfans gilt jedoch: Kann man gesehen haben, muss man aber nicht!