Frank Capra's oscarprämierter (Originalstory) Film "Mr. Smith geht nach Washington" ist ein Geniestreich. Jede Rolle, ob Haupt- oder Nebendarsteller, wurde von Capra mit den exzellentesten Schauspielern dieser Zeit besetzt und diese überzeugen auf der ganzen Linie. Der Film wurde toll restauriert.
Die Story ist einfach und könnte auch in der heutigen Zeit angesiedelt sein: In Montana wird ein neuer Senator gesucht. Mehr zufällig fällt die Wahl (herrl. Szene) auf den jungen, unerfahrenen Mr. Smith, der sich bisher bei den Pfadfindern engagierte und an die großen Ideale von Freiheit und Gerechtigkeit glaubt. Doch diese Ideale werden im Laufe des Films ausgerechnet von Senator Paine, einem ehemaligen Freund und Partner seines verstorbenen Vaters, auf eine harte Probe gestellt.
Nur James Stewart konnte diese Rolle des Mr. Smith so überzeugend spielen. Er wirkt ehrlich, naiv und trotzdem intelligent. Man leidet, lacht und zittert um ihn, wenn er zum ersten Mal in Washington ist, seinen ersten Entwurf mit anfänglich zittriger Stimme für ein Jugendcamp in den Senat einbringt, sich schutzlos den falschen Anschuldigungen von Senator Paine gegenübersieht und mit einer Dauerrede vor dem Senat um seine Reputation kämpft. Letztere wurde virtuos inszeniert durch geschickte Szenenwechsel zwischen Smith, den Senatoren, der Presse und dem Präsidenten des Senats.
Claude Rains (Casablanca) ist als älterer weißhaariger Senator Paine genauso treffend besetzt, wie Jean Arthur (Eine auswärtige Affäre) als Miss Saunders, die James Stewart zm Schluß mit Rat und Tat zur Seite steht. Das trifft genauso auch auf Edward Arnold als Fiesling und Harey Carey (Die Freibeuterin) als Präsident des Senates zu.
Die DVD bietet zusätzlich einen Trailer, Hintergrundinfo's zum Film und was ich ganz toll finde zum kompletten Film nochmals einen Audiokommentar von Frank Capra jr. (mit U-titeln) zur Entstehung usw.
Fazit: Für dieses Meisterwerk hätte ich gerne 6 Sternchen vergeben!!!