Der Geschäftsmann Tom Popper(Jim Carrey) sagt das zwar, aber er hält sich nicht daran. Jedenfalls was seine Exfrau Amanda(Carla Gugino) und die beiden Kinder Janie(Madeline Carroll) und Billy(Maxwell Perry Cotton) angeht. Popper ist schlichtweg ein eiskalter Immobilienhai, der mit seiner Sekretärin Pippi(Ophelia Lovibond) für seine Auftraggeber jeden Deal einfädelt.
Für sie als Zuschauer, falls sie auf Familienfilme der alten Schule, voller Herzschmerz, einer Prise Kitsch und einem fetten Happen Heile Welt Feeling stehen, bedeutet Tom Poppers Satz jedoch, dass sie diesen Film nicht verpassen sollten. Denn genau in dieser Kategorie hat Mark Waters, der mit den -Spiderwicks- und -500 Days of Summer- bereits wunderbare Filme abgeliefert hat, einen echten Volltreffer gelandet...
Tom Popper soll der Geschäftsfrau Van Gundi(Angela Lansbury) ein Grundstück abschwatzen. Obwohl Popper immer alles bekommt, was er will, läuft der Deal schief. Doch Popper gibt nicht auf. Allerdings wird er abgelenkt, als ein Paket von seinem Vater eintrifft. Den hat Tom in den Jahren von 1976 bis 1981 nur per CB Funk gehört, weil der Vater in aller Welt unterwegs war, ehe er verschwand. In dem Paket steckt ein Pinguin. Als Tom den zurückschicken will, erhält er noch weitere fünf Pinguine dazu. Noch ehe er sich versieht, glaubt sein Sohn, dass die Pinguine sein Geburtstagsgeschenk wären. Tom Popper macht gute Miene zu bösem Spiel. Dann erscheint auch noch der New Yorker Zoo und will die Tiere haben. Doch da hat Tom sie schon ins Herz geschlossen. Irgendwie sorgen die Frackträger dafür, dass Toms Verhältnis zu seiner Exfrau und den Kindern sich wieder stabilisiert. So wird Poppers Nobelappartement zur Ersatzarktis für die Pinguine und die Familie Popper scheint wieder zusammenzuwachsen. Wäre da nicht...ja...das schauen sie sich besser selbst an...
-Mr. Poppers Pinguine- ist so schrecklich surreal, kitschig und vorhersehbar, dass es schon wieder schön ist. Besser kann ich es nicht beschreiben. Der Film ist absolut unterhaltsam, perfekt animiert und Jim Carrey ist noch immer ein absolutes Enfant Terrible wenn es um Mimik und Ausdrucksstärke geht. Ganz sicher sieht niveauvolle, künstlerisch wertvolle Unterhaltung anders aus, aber: Mir hat das trotzdem sehr gut gefallen! Was soll man da machen? Egal, ob Carrey den Zeitlupeneffekt in Perfektion zeigt, oder die Pinguine wie die Beatles über den Zebrastreifen watscheln, Mark Waters hat seinen Polarausflug in New York klasse in Szene gesetzt.
Also: Wenn sie die Wirklichkeit aussperren können und sich einfach nur mit den lieben Kleinen gut vor der Glotze amüsieren wollen, dann können sie mit diesem Film nichts verkehrt machen. Zudem hat Waters die clevere Idee gehabt, ein Tier in den Focus zu rücken, bei dem hinterher nicht Tausende von Kindern auf die Idee kommen könnten, dass so ein schwarzweißer Watschler nächstes Weihnachten auch tatsächlich unterm Baum liegt. Von mir gibt es die Empfehlung zum Anschauen.