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Mr. Nobody [Blu-ray] [Director's Cut]
 
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Mr. Nobody [Blu-ray] [Director's Cut]

Jared Leto , Sarah Polley , Jaco van Dormael    Freigegeben ab 12 Jahren   Blu-ray
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Jared Leto, Sarah Polley, Toby Regbo, Diane Kruger, Juno Temple
  • Regisseur(e): Jaco van Dormael
  • Format: Director's Cut, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 3. Februar 2011
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 155 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004AHV3JG
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.541 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Im Jahr 2092 hat die Menschheit den Tod überwunden. Der 118 Jahre alte Nemo Nobody blickt als letzter Sterblicher zurück auf sein Leben, kann sich aber nur noch schwer erinnern:
Nach der Trennung seiner Eltern steht der junge Nemo vor der Wahl, bei seinem Vater zu bleiben oder mit seiner Mutter auszuwandern - wie wird er sich entschieden?
Drei Mädchen haben den Jungen bisher begleitet, alle drei interessieren ihn. Welche ist die Liebe seines Lebens? Solange Nemo sich nicht entscheidet, bleiben ihm alle Möglichkeiten offen... In seiner Erinnerung verschwimmen die verschiedenen Geschichten zu einer Flut aus Bildern und Eindrücken. Doch von all diesen Leben, welches war

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88 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Das fragt sich der 117jährige Nemo Nobody, der letzte sterbliche Mensch auf Erden. Genau dieselbe Frage stelle ich mir gerade, während ich versuche eine Rezension zu Jaco van Dormaels -Mr. Nobody- zu schreiben. Das wird verdammt schwierig. Wieso? Na ja...stellen sie sich vor, jemand erzählt ihnen die Geschichte von Romeo und Julia aus seiner Erinnerung heraus. Sie kennen das Stück, keine Frage. Ihr Erzähler fängt schon richtig an, aber dann bringt er einiges durcheinander. Er beginnt in Verona, landet dann aber irgendwie in New York und später in Paris. Romeo liebt Julia, ist dann aber doch mit der Gräfin Capulet zusammen. Julia stirbt als Kind und die ganze Geschichte findet niemals statt. Oder Romeo verknallt sich in Mercutio und brennt mit ihm durch. Am Ende ist das Stück gar nicht von Shakespeare sondern von Kafka. Aber...und jetzt wird es echt abgefahren...irgendwie bleibt der Kern der Geschichte erhalten. Wenn sie sich auf so eine Romeo und Julia Variante einstellen können, dann ist -Mr.Nobody- genau der Film, den sie gesucht haben. Wenn nicht; leider bin ich mir da ziemlich sicher, wird ihr Finger spätestens nach 15 Minuten auf dem Abschaltknopf landen. Aber okay, ich versuche mal genau das zu verhindern:

Der sterbende Nemo Nobody(Jared Leto) wird live im Fernsehen des Jahres 2092 übertragen. Er ist der letzte Sterbliche. Alle anderen Menschen sind genetisch umprogrammiert und praktisch unsterblich. Ein Arzt versetzt Nemo in Hypnose und der erzählt aus seinen Erinnerungen. Später wird er seine Geschichte einem Reporter erzählen. Sie beginnt mit dem neunjährigen Nemo, der erleben muss, wie seine Eltern(Natasha Little und Rhys Ifans) sich kennen und lieben lernen, nur um sich später wieder zu trennen. Nemo bleibt bei seinem Vater, jedenfalls in einer Erinnerung und pflegt den kranken Mann. In einer anderen Erinnerung bleibt er bei seiner Mutter, die einen neuen Mann kennenlernt. Der bringt seine Tochter Anna(Diane Kruger) mit in die Beziehung und Nemo verliebt sich unsterblich in Anna. Das beruht auf Gegenseitigkeit, und egal wie sehr Nemos Erinnerungen auch variieren, Anna bleibt die Liebe seines Lebens. Dann sind da aber noch Nemos Frauen Elise(Sarah Polley), die depressiv und unglücklich ist, und Jean(Linh Dan Pham) von der Nemo so gut wie gar nichts weiß. Nemo stirbt bei Unfällen, wird verletzt oder bleibt verschont. Wer weiß das schon genau. Er spielt mit dem Leben, und das Leben spielt mit ihm. So lebt Nemo in seiner Erinnerung als Wissenschaftler, Kind, verliebter Teenager, Mars-Reisender oder bärtiger Stadtstreicher. All diese Leben suchen Anna. Schließlich hat sie das Ende der Zeit berechnet. Das Jahr 2092. Nemo muss noch ein bisschen aushalten und dann...ja, das sollten sie sich vielleicht doch lieber selbst anschauen...

Jaco van Dormael hat mit -Mr.Nobody- die seltsamste Liebesgeschichte auf die Leinwand gezaubert, die ich seit langem gesehen habe. -My Blueberry Nights- war ähnlich surreal, aber doch ganz anders. Dabei ist -Mr.Nobody- eigentlich nicht ein Film, sondern Hundert Filme.

Van Dormael spielt mit der Zeit, der Perspektive, den Charakteren und der Story. Er kann von nichts in dieser Geschichte seine Finger lassen, und das andauernd. Er beglückt uns mit Großaufnahmen von sich aufrichtenden Härchen, von genialen Zeitraffertripps und schwebender Langsamkeit in Farben, die den Augen weh tun. Dabei legt er sich keinerlei Grenzen in jedwedem Genre auf. In einer Szene der Geschichte lässt er Nemo auf eine Art und Weise die Zeit erklären, die in ihrer Genialität einzigartig ist. Die Musik, mit der Van Dormael seine Bilder unterlegt, reicht dabei vom Oldie bis zur Oper.

Sagen sie also nicht, ich hätte sie nicht gewarnt. In -Mr.Nobody- geht es um die wichtigen Dinge des Lebens. Die werden so vielschichtig, extrem, schräg, moderat, verspielt und durchgedreht präsentiert, dass man als Zuschauer manchmal das Gefühl nicht los wird, man beobachte ein Experiment und nicht einen Film. Diese komplette Freiheit wird einen Teil der Zuschauer verzaubern, aber sie wird auch andere Kopf schüttelnd und ratlos zurücklassen.

Sie müssen mal wieder selbst heraus finden, was für ein Typ sie sind. Dabei kann ich ihnen nicht helfen. Ich selbst schätze mich als jemand ein, dem -Mr.Nobody- ein paar neue Blickwinkel eröffnet hat, und der eine Rezension geschrieben hat, die so recht keinem weiterhilft(da man sich den Film ohnehin anschauen muss) und viel zu lang geworden ist.
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57 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von HEAVENSHALLBURN TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Der belgische Dramaturg, Regisseur und Drehbuchautor Jaco Van Dormael schuf mit "Mr.Nobody" seinen dritten abendfüllenden Spielfilm und der Umstand, dass er seine Hauptberufung in der Inszenierungen von Theaterstücken sieht, führte wahrscheinlich dazu, dass er mit diesem wirklich aussergewöhnlichen Film erst sein drittes filmisches Werk veröffentlichte. "Toto, der Held" (1991) und "Der achte Tag" (1996) erfreuten sich auf den (relavanten) weltweiten Filmfestivals großer Beliebtheit, nicht nur bei Kritikern und so gewann Van Dormael die goldene Kamera bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1992 für "Toto, der Held", als bestes Erstlingswerk. Viel Zeit ist seitdem vergangen, doch man konnte gespannt sein auf einen Film, der von Kritikerseite erneut über den Klee gelobt wird und bei dem zu erwarten ist, dass er auch unter den Kinobesuchern oder DVD Liebhabern so einiges auslösen könnte. Zum Beispiel eine Auseinandersetzung über die eigene Existenz, die all zu oft wie selbstverständlich akzeptiert und definiert wird, deren potentielle Möglichkeit/Unmöglichkeit vielleicht viel zu selten Gegenstand eines Gedankens ist.

Nemo Nobody ist 118 Jahre alt und das öffentliche und wissenschaftliche Interesse im Jahr 2092 richtet sich auf die letzten Tage des einzigen und vor allen Dingen letzten Sterblichen in einer futuristischen "Halb-Unsterblichkeits-Welt". Der Greis kann sich nur vage an seine Vergangenheit erinnern, zu wenig für den allerletzten seiner Art und der Interessensbefriedigung der forschenden Zunft. Neben einem Psychologen der mittels Hypnose an die Erinnerung heranzukommen versucht, ist es ein Reporter, der sich bemüht, die einzelnen Puzzleteile und Fragmente der vielleicht 118 Jahre alten Erinnerungsbestände zu entschlüsseln und zu einem schlüssigen und verstehbaren Ganzen zu konstruieren. Doch beide müssen sich damit zurecht finden, dass Nemo nicht allein den biographischen und geschichtlichen Werdegang seiner Person konkretisiert, sondern scheinbar einen großen Teil der zurückliegenden Entscheidungspunkte des eigenen langen Lebens aufgreift und die verschiedenen, daraus potentiell resultierenden Möglichkeiten durchspielt. Möglichkeiten, aus denen sich jeweils ein neues Leben, eine neue Wirklichkeit entwickelt.
Bis hierhin hört sich das Ganze verwirrend an und das ist es auch, denn der Erzählbogen verweilt nicht nur für einen kurzen Moment in der futurischen Welt der Folgezeit, sondern zappt zusätzlich bereits in verschiedene Lebensabschnitte Nobodys um den Zuschauer auf einen langen Trip vozubereiten, in der grundsätzliche Fragen zur menschlichen Existenz bereits fühzeitig als Hauptbestandteil des Films auszumachen sind. So sieht man Nemo, wie er in einem Auto zu ertrinken scheint, oder wie er mit einer Frau zusammelebt. Die Filmführung begnügt sich nicht mit einer linearen Erzählstruktur, in der an einem Anfang begonnen wird und anschließend auf einer mehr oder weniger geraden Strasse auf ein Ende hinzu gesteuert wird, sondern erweist sich als zirkulär, in der schon bald nicht mehr klar ist, ob Nobody als Sterbender die verschiedenen Möglichkeitskreuzungen analysiert und erzählt, oder ob es Nobody als 9jähriges Kind ist, welches im Theater oder im Kino sitzend, das Leben unterschiedlicher und möglicher eigener Perspektiven verfolg, in der es sich auch selbst als den erzählenden Greis in der Zukunft erkennt.

Zwei Hauptstränge lassen sich jedoch herausfiltern. Zum einen steht die Scheidung der Eltern im Mittelpunkt, die Nobody dazu zwingt sich zwischen dem eigenen Verbleib bei seiner Mutter oder dem Vater entscheiden zu müssen. Ausgehend von den unterschiedlichen Entscheidungsmöglichkeiten ergeben sich unterschiedliche Zukunftsmodelle, aus denen sich der zweite Hauptstrang ergibt. Drei Traumfrauen, Elise, Jean und Anna, mit denen er, in dem jeweiligen und dazugehörigen Leben niemals alt wurde, weil der Tod oder die Trennung dazwischen kamen, das jeweilge hypothetische Leben das er führte aber lebenswert erschien.

Möchte man es verkürzt darstellen, könnte man sagen, der Film widmet sich der Frage: Was wäre, wenn.....? Wenn Entscheidungen anders ausgefallen wären. Wenn es nicht der freie Wille war, der irgendein Verhalten beeinflussen konnte. Wenn es nicht das Unterbewusstsein war, was einen handeln liess. Was wäre, wenn man gelenkt, ferngesteuert wäre, an den Strippen irgendjemands hängen würde. Wenn man nur auf Reize und Stimuli reagieren würde und dadurch vielleicht mainpulierbar gemacht würde. Was wäre, wenn Interaktion und Kommunikation mehr Einfluss auf mich hätten, als ich denken kann. Wenn der bewusste Zustand des Erkennens von inneren Ereignissen und der Welt aussen nur eine Blaupause ist, einer Matrix entspringt? "Mr. Nobody" hat viele Ebenen, widmet sich verschiedenster Erkenntnisse, dem Schicksal, dem Zufall, dem Glück, der Liebe, der Angst oder der Selbstbestimmung als Motor der Entscheidung und des Verhaltens. Er benutzt und widerlegt Theorie, auf der Suche nach der Antwort darauf, was ich wissen kann, wenn ich nichts weiss. Und vor allem, was ich damit dann anfange. Der Film ist hochgradig philosophisch und begiebt sich auf das Pakett der Metaphysik, auf die Suche nach der letzten grossen Frage. Der Film ist hochgradig psycholgisch. Pavlov und der Behaviorismus, das Bewusstsein als Konstrukteur der Realität, der Fatalismus und kulturelle Identität werden verarbeitet. "Mr. Nobody hat eine biologische Ebende, eine evolutionäre, eine chaostheoretische und, und, und.

Aber vor allem eins ist der Film. Ein poetisches und auch trotz der in fragestellenden Grundthematik feinfühliges und weiches Meisterwerk, ein Feuerwerk an Inspiration und Kreativität, grandios inszeniert. Ein Film voller Schönheit und Anmut, in unbeschreiblichen Bildern und Fotographien, mehr oder weniger offener Symbolik und er ist eine Liebeserklärung an das Denken und die Reflexion. Er benutzt die Techniken des Theaters, des Kammerspiels, der Kulissen und Szenen und auf der anderen Seite erkennt man die Freude Van Dormaels daran, einmal mit Hilfe der filmischen Umsetzung aus dem Zwang und der Begrenzung des Theater ausbrechen zu können.
Auch wenn "Mr. Nobody" anstrengend ist und man sich häufig zwingen muss, nicht die Pausentaste zu betätigen, weil man eigentlich erst einmal Zeit zum verschnaufen bräuchte, zieht er einen durch die geistreich gestalteten Plots, durch die schönen und traurigen Geschichten und die begeisternde filmische Raffinesse. Der Film glänzt durch seine Ästhetik und Schönheit, durch Schlichtheit, so wie durch die unprätentiöse Erzählweise.

Die schauspielerische Leistung aller Akteure ist überragend, allerdings muß Jared Leto in der Rolle des "mittleren Nemo Nobody" in diesem Kontext ein Extrakompliment gemacht werden. Er spielt die Rolle mit einer Leichtigkeit und Souveränität, dass man kurzfristig vergessen kann, dass es eben nur eine gespielte Rolle ist (wenn sie es denn ist:-)). Jared Leto unterstreicht damit wiederholt, dass er nicht nur ein Musiker ist der nebenbei (schlechte) Filme macht, wie bei so vielen in der letzten Zeit, die ihr Ego anscheinend auf- und ausbauen müssen, sondern dass er das schauspielerische Handwerk aus dem FF beherrscht und vollkommen zu überzeugen weiss, nach "Requiem For A Dream", "Ein Amerikanischer Qulit", "American Psycho" etc, schon zum wiederholten Male.

"Mr. Nobody" ist ein kaum zu beschreibender Film, den man selbst gesehen haben muss, um sich ein wirkliches Bild machen zu können. Jeder Versuch meinerseits, ihn irgendwie zu beschreiben, geht schlußendlich in die falsche Richtung und lässt sein Potential nicht mal annähernd erahnen. Auch wenn der Film, der sich grob zwischen den Genres Drama und Sci-Fi einordnen lässt, mit knapp 140 Minuten wirklich sehr lang geraten ist und man ihm vorwerfen könnte, dass er zu viel will, man aus dem Stoff mindestens 10 Teile hätte machen können, gehört er für mich nach zweimaligem Sehen zu dem besten, was ich jemals gesehen habe. Einen wirklichen Vergleich zu anderen Filmen kann ich nicht ziehen, dafür ist er zu eigen und zu unkonventionell. Allerdings verarbeitet er verschiedene Ideen und Bilder anderer Streifen, oder verwendet gelegentlich sogar 1:1 Kopien. Nicht selten erinnerte mich "Mr.Nobody" an Filme wie "Stay", "Amelie", "2046", "The Trueman Show" "In The Mood For Love", "Blackbox" "Garden State", "12 Monkeys", "Butterfly Effect", "Die Stadt Der Verlorenen Kinder", "Donny Darko" oder "Harold and Maude", sowohl aufgrund einer gewissen Ähnlichkeit der Thematik, der Ästhetik, als auch, wie bereits erwähnt, wegen der Szenenübernahmen und -kopien. Diese sind jedoch so klug eingebaut, dass sie als Homage gesehen werden müssen und wenn ich eine ungefähre Empfehlungen ausgeben sollte, dann könnte das Gefallen an den genannten Filmen, sowie eine Begeisterung an nachhaltigem (Arthouse) Kino, bei dem der Kopf nicht kurzfristig entlastet werden soll, Grundlage sein, "Mr. Nobody" in die Tiefen seiner (und Deiner/Ihrer) Realität begleiten zu wollen und zu können.....aber was genau ist dennn diese Wirklichkeit eigentlich?
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Blu-ray
Die Eltern des kleinen Nemo trennen sich und nun soll sich der Junge entscheiden ob er bei seinem Vater bleibt oder mit seiner Mutter in die Stadt zieht.
Eine Entscheidung die kein Kind treffen müssen sollte. Das sieht auch Nemo so. Was folgt ist eine Vielfalt von "Was wäre wenn's", erzählt von Nemo selbst. Und zwar dem einzigen der scheinbar weiß welche der Realitäten nun die ist, die sich aus der Entscheidung des Jungen geformt hat.
Und an Realitäten mangelt es diesem Film weiß Gott nicht. Knapp 25 sind es wohl. Alle mehr oder weniger ausführlich erzählt. Einige sind so schnell an einem vorbei gezogen das man sie kaum bemerkt. Zu andern kehrt man immer wieder zurück, sie werden "zurück gespult" und verändert. Es ist recht leicht sich in diesem Film zu verlieren, aber das muss ja nichts schlechtes sein.

Die Darsteller sind alle sehr gut ausgewählt und glänzen in ihren Rollen, jeder auf seine ganz eigene Art.

Besonders muss man hier aber Sarah Polley erwähnen. Sie spielt eine der drei möglichen Lieben von Nemo. Sie ist zerrissen und trauert einer alten Liebe hinterher und dies bestimmt ihr ganzes Sein. Sie weiß zwar das es unfair gegenüber ihrem Mann Nemo und ihren Kindern ist, aber die dadurch auftretenden Gewissensbisse reizen sie nur noch tiefer in das schwarze Loch das ihr Leben für sie ist.

Auch Jared Leto brilliert. Er versteht es perfekt jedem Nemo einen eigenen Zug zugeben und doch scheint der eigentliche, der Ursprüngliche Nemo immer durch.
Gleiches gilt auch für die beiden Darsteller die den jungen Nemo und Nemo als Teenager spielen.

Alles in Allem ein sehr guter Film der viele Fragen offen lässt und einem auch bei mehrmaligem schauen viel zu denken gibt. Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht eine Entscheidung rückgängig zu machen?

Fazit: Liebe und Entscheidungen sind die zwei großen Themen. Getrieben durch diese beiden Faktoren bringt uns der Film aus einem kleinen Vorort in die Zukunft und sogar bis zum Mars. Und am Ende ist doch alles wieder ganz anders als man denkt. Man muss sich darauf einlassen, sich treiben lassen. Nur eins darf man nicht...aufhören sich selbst zu fragen ...."Was wäre wenn!"
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