Mr Nice beschreibt das Leben Howard Marks, der in den 70er/80er Jahren angeblich für 10% des Haschisch-Welthandelvolumens "verantworlich" sein soll.
Das Buch ist sehr leicht zu lesen und die Geschichte ist äußerst spannend. Mit Drogendealern habe ich immer Leute verbunden, die nicht sonderlich hell im Köpfchen sind. Howard Marks ist ein Genie. Studierte an der Oxford University und rutschte eigentlich mehr durch Zufall in die Drogendealer-Szene.
Alle Leute die glücklich sind, sind entweder Drogendealer oder Akademiker, sagt er. Die anderen reichen Menschen sind unglücklich. Und so rutscht er von einem Deal in den nächsten, beginnt mit wenigen Kilos zu dealen und geht die Leiter bis zu 30 Tonnen hoch. Dabei weigert er sich immer, die harten Drogen, wie z.B. Kokain zu handeln, was ihm bei seinen "Kollegen" einige Probleme einbrachte, ihn aber irgendwo als "liebenswerteren" Menschen darstellt.
Faszinierend fand ich, welche drastischen Sicherheitslücken auf den internationalen Flughäfen vorherrschten (und vielleicht sogar teilweise noch vorherrschen). Immer wieder erlebt man sich selbst mit dem Ausspruch "Ne, das glaube ich jetzt nicht!".
MR Nice ist ein sehr gelungenes Buch, eine tolle Biographie.