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Mr Jones [DVD]
 
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Mr Jones [DVD]

 Nicht geprüft   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Sprache: Englisch
  • Anzahl Disks: 1
  • Studio: UCA
  • Produktionsjahr: 1993
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004D37L
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 39.343 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Sicherlich ist das ein Film aus der Schmiede Hollywoods. Wer will kann also hübsche Menschen in einer lockeren, appetitlichen Atmosphäre sehen. Aber das allein macht noch keinen Hollywoodfilm aus und wie üblich werden auch in diesem Film verschiedene Ebenen und Zugänge angeboten:
- Man kann US-publikumsverträgliche Andeutungen dazu sehen, wie es ist in einer Psychiatrie zu landen
- wie schwer die Medikation und die sogenannte Compliance ist
- wie es ist "verrückt" und besonders zu sein
- welche Magie und welchen Esprit solche Menschen haben und wie interessant Menschen sind, wenn man sich mit ihnen befassen kann
- man kann die scheinbare Ausweglosigkeit und die Schwere eines solchen Lebensweges sehen
- und und ... man kann auch einfach einen Popcorn-Film sehen.

Es ist ein mutiger Film in dem Gere ein Thema angeht, dass ihm offensichtlich wirklich am Herzen liegt. So ist er u.a. auch einer der Produzenten dieses Films und ich bin fest davon überzeugt, dass er sehr stolz darauf ist, auch wenn er wusste, dass dies kein Blockbuster werden würde oder ist. Dazu spielt der Film zu sehr am Rande einer Gesellschaft und des Mainstreams -- genauso wie Mr. Jones.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. Ursula Kempf TOP 100 REZENSENT
Format:DVD
Hoch und Tief wechseln bei Mr. Jones (Richard Gere) sehr schnell - zu schnell. Gerade hat er nach längerer Arbeitslosigkeit wieder einen Job auf einer Baustelle bekommen, da überkommt ihn auch schon ein derartiges Hochgefühl, daß er auf den höchsten Bauträger des Rohbaus klettert und über dem Abgrund balanciert, als könne er fliegen. Das kostet ihn nicht nur den Job, sondern verschafft ihm auch eine Zwangseinweisung in die geschlossene Psychiatrie wegen akuter Suizidgefahr.

Dort wird von der behandelnden Psychiaterin Dr. Elizabeth Bowen (Lena Olin) eine bipolare Störung im Sinne einer manischen Depression diagnostiziert. Die Gerichtsverhandlung um seine Aufenthaltsbestimmung gewinnt Jones. So verlässt er die Klinik wieder, ohne sich einer ausreichenden Behandlung unterzogen zu haben. Die Tabletten wirft er in den Gulli. Erfüllt vom manischen High räumt Jones seine Konten ab, verführt eine Bankangestellte, verprasst sein Geld und mimt auf einem feierlichen klassischen Konzert den Dirigenten. Das führt zur nächsten Krankenhaus-einweisung des psychisch Kranken. Unter medikamentöser sowie verhaltenstherapeutischer Therapie bessert sich sein klinischer Zustand allmählich wieder. Die gesprächstherapeutischen Sitzungen führt Dr. Bowen. Diese entdeckt bald, daß hinter dem psychisch kranken Menschen ein hochsensibler Mann mit einer außergewöhnlichen musikalischen und mathematische Begabung steckt. Sie verliebt sich in ihn. Gepeinigt vom Verantwortungsgefühl ihrem Patienten gegenüber, zeigt sie sich selbst bei ihrer Chefärztin Dr. Holland (Anna Bancroft) an und kündigt. Die Beziehung mit Jones läßt sie durch einen Kollegen beenden. Zutiefst verletzt flieht der unberechenbare Mr. Jones aus der Klinik ...

Richard Gere brilliert hier in einer für ihn außergewöhnlichen Rolle. Mit viel Einfühlungsvermögen und ohne ihn der Lächerlichkeit preis zu geben spielt er einen charismatischen Menschen mit einer bipolaren Störung. Gut dargestellt ist sowohl die Phase der Depression, in der sich alles um Mr. Jones herum dunkel färbt und die Traurigkeit nicht mehr weichen will, als auch die Phase der Manie, in der Jones mit Charme und Esprit nahezu alles erreichen kann, was er will (den Job auf dem Bau bekommen, die Bankangestellte verführen, ein Symphonieorchester dirigieren ...) und sich ruiniert, in dem er sein ganzes Geld verprasst. Die fehlende Einsicht des Kranken in seine Krankheit (sogenannte Non-Compliance) wird ebenso typisch dargestellt, wie die Unberechenbarkeit und die hemmungslose Risikobereitschaft, von seiner Umwelt falsch interpretiert als Suizidalität. Immer, wenn die Stimmung Richtung Manie ausschlägt kommt auch aggressives Verhalten hinzu, was Richard Gere ausgezeichnet dargestellt hat.

Die vielen Stimmen, die Langeweile bei diesem Film empfunden haben, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Will man menschliche Stimmungen nachvollziehen, so kann ich auf Aktion geladene Spannung gut verzichten. Die Liebesgeschichte zwischen behandelnder Ärztin und Patient scheint mir eher unwahrscheinlich, dient aber sicher der Attraktivität des Films und tut der Thematik keinen Abbruch. Für die Wahrscheinlichkeit der emotianalen Bindung der beiden spricht allerdings die Tatsache, daß Elizabeth Bowen aufgrund ihrer privaten Lebenssituation (schmerzhafte Trennung vom Mann, der bereits wieder eine Neue hat) in einer vulnerablen seelischen Verfassung ist, die sie empfänglich macht für die männlichen Annäherungsversuche eines Seelenverwandten.

Zusammenfassend möchte ich sagen, daß "Mr. Jones" leise Unterhaltung und eine außergewöhnliche Liebesgeschichte bietet und zugleich eine Krankengeschichte über eine bipolare Störung und einen Psychiatrieaufenthalt erzählt, ohne sich zu sehr in Details zu verlieren. Wer Näheres über eine monopolare Depressionserkrankung erfahren möchte, dem sei der Film Helen mit einer grandios spielenden Ashley Judd sehr ans Herz gelegt. Im Gegensatz zu Mr. Jones kennt Helen nur die dunkle Seite der Stimmungsschwankungen, die Depression. Filme dieser Art tragen zudem zum Verständnis für psychisch kranke Menschen bei. Zeigen sie neben Krankheitssymptomen immer auch den hochsensiblen besonderen Menschen mit seinem außerordentlichen Charme, Charisma und Talent. Vielleicht ist dies wieder ein kleines Puzzle zur Entstigmatisierung der Betroffenen aus gesellschaftspolitischer Sicht.
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33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:DVD
Mr. Jones wandert permanent auf dem schmalen Grad zwischen Lebensfreude und Selbstmordabsichten. Von Psychiatern falsch diagnostiziert findet der manisch-depressive Handwerker eine neue Chance bei der Psychiaterin Libbie Brown, die sein wirkliches Problem erkennt. Doch als die beiden sich ineinander verlieben gibt es eine Menge Probleme...
Ein Mensch, der von seinen Gefühlen bestimmt wird trifft hier auf die harte Realität einer verständnislosen Gesellschaft. Dass das nicht gutgehen kann ist vorhersehbar..
Ein Film mit Happy-End, oder?
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