Kurzbeschreibung
Das Amt des Vorstandssprecher der Deutschen Bank ist ebenso herausragend wie vielschichtig: Da ist das Tagesgeschäft an der Spitze einer der größten Banken der Welt zu bewältigen, daneben langfristig für die Zukunft (nicht nur des eigenen Geldhauses) zu planen, die Entwicklungen in Politik und Gesellschaft im Auge zu behalten. Aufsichtsratmandate sind wahrzunehmen, die Bank muß auf nationalem wie internationalem Parkett repräsentiert werden, und die selbstgewählte Aufgabe der Deutschen Bank als Unterstützer von Kultur und Wissenschaft verlangt ihr Recht. In fünf Jahren hat Rolf-E. Breuer diesen synchronen Tanz auf vielen Hochzeiten gemeistert. In dem vorliegenden Band scheinen alle Facetten auf, die ihm in seinem Amt wichtig waren: Wirtschaft und Gesellschaft, Kapitalmärkte, Börse, Spannungsverhältnis zwischen Wirtschaft und Ethik, und nicht zuletzt, sondern immer wieder die Kultur. Prominente internationale Autoren sorgen dafür, daß dieses Buch ein präzises Abbild nicht nur des wirtschaftlichen, sondern des allgemeinen Zustands der Gesellschaft am Beginn des 21. Jahrhunderts ist. Und es zeigt vor allem, daß man von den Türmen der Deutschen Bank aus weiter sieht, als viele glauben wollen ...
Über den Autor
Jean-Christophe Ammann, Prof. Dr., international gefragter Kunstkenner, war von 1989 bis 2002 Direktor des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt am Main, zuvor leitete er das Kunstmuseum Luzern und die Kunsthalle Basel. 1971 war er Schweizer Kommissar für die Biennale in Paris und 1995 Kommissar für den deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig; 1972 Mitorganisator der documenta 5 in Kassel. Seit 1999 ist er Professor an der Universität Frankfurt am Main. Zahlreiche Auszeichnungen, vielfältige kuratorische Tätigkeiten und Publikationen.
Prof. Dr. Manfred Pohl, geboren 1944, absolvierte eine Banklehre und studierte Geschichte, Germanistik und Volkswirtschaft. Seit 1972 leitet er das Historische Institut der Deutschen Bank, seit 1981 lehrt er an der Universität Frankfurt am Main. Auf seine Anregung hin wurden 1976 die »Gesellschaft für Unternehmensgeschichte« sowie 1997 die »Society of European Business History« gegründet.
Werner G. Seifert, Dr. geb. 1949, ist seit 1993 Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Börse AG. 1978 bis 1986 war er Unternehmensberater bei McKinsey & Company, seit 1982 als Partner. 1987 bis 1993 leitete er als Mitglied der Konzernleitung der Schweizerischen Rückversicherungs-Gesellschaft das Erstversicherungsgeschäft. Seifert lehrt an der European Business School Kapitalmarkt und Börse.
Lord George Weidenfeld, geb. 1919, emigrierte 1938 von Österreich nach England. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er für den BBC Overseas Sevice, und 1945 grün-dete er zusammen mit Nigel Nicolson den Verlag Weidenfeld & Nicolson. 1949 verbrachte er ein Jahr in Israel als politischer Berater und Chef des Kabinetts von Dr. Chaim Weizmann. Nach seiner Rückkehr nach England nahm er seine Verlegertätigkeit wieder auf. Lord Weidenfeld hat die Werke zahlreicher herausragender Historiker und Biographen sowie die Memoiren der angesehensten Politiker seiner Generation publiziert. Er wurde zweimal für seine Verdienste für Großbritannien geehrt: zunächst wurde er in den Ritterstand und 1976 in den hohen Adelsstand erhoben. Seit 1994 ist er stellvertretender Vorsitzender des ''Oxford University Development Programme'' und eng verbunden mit dem Europeanum, einem Netzwerk wissenschaftlicher Einrichtungen zu Europafragen.