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Mozarts Frauen
 
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Mozarts Frauen [Taschenbuch]

Melanie Unseld
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 3 (1. Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499621053
  • ISBN-13: 978-3499621055
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 600.890 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Melanie Unseld
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein außergewöhnliches Geschenk zu Mozarts 250. Geburtstag
Faszinierende Frauen bildeten einen inspirierenden Schaffenskreis um den begnadeten Künstler und Bonvivant Mozart: Seine Schwester Nannerl, sein 'allerliebstes Herzensweibchen' Constanze, aber auch Komponistinnen und zahlreiche Sängerinnen spielten (nicht nur) in seinen Opern wichtige Rollen. Melanie Unseld hat ihnen erstmals eine außergewöhnliche Biographie gewidmet.Neben dem übermächtigen und gestrengen Herrn Vater Leopold Mozart sind es vor allem Frauen, die den Lebens- und Schaffenskreis um Mozart bilden: Seine Schwester Nannerl, selbst ein pianistisches Wunderkind, dann Mozarts Kusine, das 'Bäsle', zwar nur eine kurze Episode, gleichwohl Adressatin ungehemmt deutlicher Briefe. Zahlreiche Frauen aus Mozarts Umkreis waren selbst Künstlerinnen, Sängerinnen zumeist, denen Mozart Partien 'auf den Leib' schrieb, aber auch Komponistinnen, Klaviervirtuosen oder etwa die damals berühmte Glasharmonika-Spielerin Marianne Kirchgeßner. Zu den persönlichen, zuweilen anrührenden Begegnungen gehören so immer auch künstlerischer Austausch, gemeinsames Musizieren, auch Konzert- und Opernauftritte, gewidmete Kompositionen und vieles andere mehr.
Den Reigen dieser Künstler-Freundinnen eröffnet Aloysia Weber, eine junge Sängerin, die Mozart in Mannheim kennen lernt. Hier fließt Mozarts Liebe erstmals direkt in seine Musik, er widmet sich Aloysias Ausbildung und Karriere, schreibt für sie Arien und doch bleibt seine Liebe ungehört. Bei der Schwester Constanze hingegen kann er landen, sie wird Mozarts Auserwählte. Sie teilt mit ihm ein schwieriges Leben, ihr bedrücktes Witwendasein stellt sie ganz in den Dienst des musikalischen Erbes Mozarts. An kaum eine andere Person im Umkreis Mozarts heften sich mehr Anekdoten und Halbwahrheiten als an Constanze, hier drohen voyeuristische Untiefen.
Vor allem die Sängerinnen Johanna Duschek, Catarina Cavalieri und Nancy Storace spielten in Mozarts Leben und Opern wichtige Rollen. Nicht zu vergessen sind freilich die Pianistinnen Marianne Martinez und Maria Theresia von Paradis, beide selbst zu ihrer Zeit renommierte Komponistinnen.
Melanie Unseld wird Mozarts Leben nicht noch einmal nacherzählen, sie hält es als Hintergrund präsent für lebensgeschichtliche Porträts der Frauen um Mozart. Und schließlich sollen jene Reflexe einbezogen werden, die diese Frauen in Mozarts weiblichen Opernfiguren oder in anderen Kompositionen hinterlassen haben

Über den Autor

Melanie Unseld studierte Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaft in Karlsruhe und Hamburg. Sie promovierte 1999 an der Universität Hamburg und arbeitet als freie Lektorin und Autorin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Mag der Titel zunächst vielleicht ein wenig in die Irre führen, so stellt sich beim Lesen zum Glück bald heraus,
daß hier nicht in Boulevard-Manier Mozarts "Liebschaften" spekulativ ausgebeutet werden, sondern
Leben, Arbeit und Einfluß der verschiedenen Frauengestalten in Mozarts Leben im Mittelpunkt stehen.
Wo man nichts genaues weiß, erfindet die Autorin auch nichts hinzu, aber was sie recherchiert hat, ist
höchst interessant und aufschlußreich. Auch die Beziehung zum Vater wird unter einem neuen Blickwinkel
beleuchtet - denn zu Mozarts Schülerinen, Sängerinnen, zu Schwester Nannerl und Frau Constanze hatte dieser natürlich
auch seine jeweils eigene Meinung. Sehr empfehlenswert, ein wirklich spannendes Buch!
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29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Neues von Mozart! 7. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein wirklich lesenswertes Buch über viele bislang weniger bekannte Aspekte aus Mozarts Schaffen: Unter anderem wird beleuchtet, wie stark der Einfluss von Schülerinnen und Künstlerinnen (Komponistinnen, Sängerinnen, Pianistinnen) auf Mozart war, und warum und wie bestimmte Werke entstanden sind, während Mozart sich mit diesen Frauen künstlerisch wie privat auseinandergesetzt hat. Wohltuend an dieser Biografie ist, daß gezeigt wird, daß das „Genie Mozart" eben nicht alle Inspiration aus sich heraus schöpfte, sondern vieles im gesellschaftlichen sowie kultur- und sozialgeschichtlichen Kontext zu verstehen ist. Spannend vor allem die Berichte über die Wiener Primadonnen (z.B. Caterina Cavalieri), aber auch die Schilderung, wie sehr es sich für Mozart gelohnt hat, junge Frauen aus wohlhabenden Elternhäusern zu unterrichten - daraus resultierte so manch lukrativer Kompositionsauftrag. Nicht zuletzt die Beziehung zu seiner Schwester und seiner Ehefrau, die 6 von 8 Kindern beerdigen musste, geben Aufschluß über die damaligen Lebensumstände und deren Auswirkungen auf die Arbeit dieses einmaligen Musikers. Alles in allem: ein „Muß" für Musikwissenschaftler und dennoch ein im besten Sinne sehr „unterhaltsames" Buch auch für Nichtfachleute. Einfach „Neues von Mozart".
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr gelungen 14. Juli 2006
Von S. Balken
Format:Taschenbuch
Auch wenn man sich eher wenig für die kaum bekannten Frauen in Mozarts Leben interessiert, bietet einem dieses Buch eine Menge interessanter Details aus dem 18. Jahrhundert. Es geht zum Glück nicht andauernd nur um Konzerte oder Werke, sondern viel um die Lebensumstände der Betroffenen. Manchmal vergißt man nämlich viel zu leicht, dass viele Dinge, die wir heutzutage selbstversändlich finden, es noch vor kurzer Zeit gar nicht waren: Wie man z.B. aus einem damaligen Erziehungsratgeber erfährt, ... verträgt sich das Violine- oder Orgelspielen nicht mit den Grazien des weiblichen Geschlechts, die Mimik beim Spielen könnte Frauen angeblich häßlich machen. Komponieren war auch inakzeptabel, denn nur der Mann sollte schöpferisch tätig sein. Könnte eine plausible Antwort auf die Frage sein, warum es bis ins späte 20. Jahrhundert hinein kaum komponierende Frauen gab bzw. gibt. Ein anderer Aspekt ist, wie man zu dieser Zeit (noch ohne Urheberrecht) als Komponist eigentlich Geld verdienen konnte, also z.B. welches Kontaktnetzwerk nötig war. Das ist ein wirklich gutes Buch mit ausführlichen Quellenangaben. Kann man auch guten Gewissens verschenken.
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