....und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Ein für meine Begriffe schlichtes elegantes Bühnenbild ohne ablenkenden Schnickschnack, das einen schönen Hintergrund liefert für eine sehr dynamische Dramaturgie, die getragen wird von hervorragenden singenden Schauspielern bzw. spielenden Sängern! Großes Kino!
Meine persönlichen Höhepunkte sind zum einen der Cherubino von Christine Schäfer (wirklich ergreifend, wie ihr Gesang in "Non so piu cosa son, cosa faccio" immer langsamer werdend fast erstirbt!), zum anderen die Arien der Gräfin, gesungen von Dorothea Röschmann. Letztere übertrifft sich selbst in der Schlußszene in ihrer gefühlvollen Replik auf das "Comtessa perdono" des Grafen.
Musikalisch finde ich die Interpretation von Nikolaus Harnoncourt sehr interessant. Ich persönlich mag die Tempovariationen, wobei das Tempo insgesamt eher langsam ist. Aber dafür gibt es dann ja auch andere Aufnahmen (z.B. die von Rene Jacobs).