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Mozart, Wolfgang Amadeus - Cosi fan tutte (Staatsoper Berlin) (2 DVDs)
 
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Mozart, Wolfgang Amadeus - Cosi fan tutte (Staatsoper Berlin) (2 DVDs)

Dorothea Röschmann , Werner Güra , Doris Dörrie , Michael Beyer    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Statt: EUR 32,99
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Produktinformation

  • Darsteller: Dorothea Röschmann, Werner Güra, Katharina Kammerloher
  • Regisseur(e): Doris Dörrie, Michael Beyer
  • Format: Classical, Dolby, PAL
  • Sprache: Italienisch
  • Untertitel: Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: TDK
  • Erscheinungstermin: 15. September 2003
  • Produktionsjahr: 2002
  • Spieldauer: 179 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0000C084D
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 75.433 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Libretto"
Lorenzo da Ponte

"Darsteller"
Fiordiligi: Dorothea Röschmann
Ferrando: Werner Güra

"Musiker"
Chor der Deutschen Staatsoper Berlin
Staatskapelle Berlin
Leitung: Daniel Barenboim

"Regie:
Bühnenregie: Doris Dörrie
Videoregie: Michael Beyer

"Aufnahme"
2002 - Staatsoper Berlin
In Kooperation mit EuroArts

"Cosi fan tutte"
Nach der Premiere am 1. Juni 2001 an der Berliner Staatsoper Unter den Linden war man sich weitestgehend einig: Die prominente Münchner Filmregisseurin Doris Dörrie hatte die Herausforderung ihrer ersten Opernregie mit Bravour gemeister. Immerhin hatte sich der - nach eigener Aussage - bekennende "Operntrottel" Dörrie an eine der "heiligen Kühe" des Opernrepertoires gewagt. Anders sollte es werden, "modern und sehr komisch". Und so inszenierte sie "Cosi fan tutte" als "Hippie-Musical" unter dem Motte: "Fremdgehen oder nicht, das ist hier die Frage". Die Cosi spielt irgendwann in den 1970er Jahren, als die Flower-Power in vollem Schwange und Hippies die Trendsetter waren - ein köstlicher Spaß!

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Beziehungskomödie 3. Februar 2005
Von Prospero
Format:DVD
Die Feuilletons haben kein gutes Haar gelassen an dieser Inszenierung: zu oberflächlich soll sie sein, zu schrill, von musikalischer Unkenntnis der Regisseurin geprägt. Fest steht jedenfalls, daß die Aufführung ein echter Publikumsliebling und Kassenknüller geworden ist - zu Recht, wie ich finde:

Doris Dörrie verlegt die Handlung in die Zeit des Flower Power. Kleinbürgerliche Spießigkeit trifft auf freie Liebe. Sicherlich gehen viele Publikumslacher auf das Konto des oberflächlichen optischen Eindrucks: veraltete Mode ist immer einen Kalauer wert. Aber Dörrie geht durchaus tiefer und zeigt den Strudel der Emotionen, in den sich Fiordiligi und Dorabella begeben. Schon im Opernhaus fand ich dabei Dörries Liebe zu den Details bemerkenswert. Durch die Nahaufnahmen auf dieser DVD hat man nun Gelegenheit, auch viele schöne Ausstattungsdetails zu entdecken, die einem als Zuschauer im 2. Rang schon gar nicht mehr aufallen. Dies dürfte nicht zuletzt Dörries Erfahrung als Filmregisseurin zu verdanken sein, wie diese DVD sich überhaupt durch eine ausgezeichnete Bildregie aus der Masse der Opern-DVDs abhebt.

Die Sänger sind natürlich Geschmackssache. Wer eine Elisabeth Schwarzkopf oder Lisa della Casa für die Rolle der Fiordiligi erwartet, wird von Dorothea Röschmann enttäuscht sein. Was aber nicht bedeutet, daß die Röschmann schlechter singt. Sie hat einfach eine schlankere Stimme, die m.E. sehr geeignet für Mozarts Musik ist und liefert zudem ein eindringliches Rollenportrait. Roman Trekel gibt einen besonders zynischen Don Alfonso, der gerade durch seine unterkühlte Schmierigkeit eine besondere Komik erzeugt. Überhaupt ist allen Beteiligten eine große Lust am Spiel anzusehen.

Einziges Manko dieser Aufnahme ist das Dirigat Daniel Barenboims, der schon ab den ersten Takten der Ouvertüre sehr breite Tempi wählt und einen nahezu romantischen Mischklang modelliert. Dies paßt weder zu den jugendlichen Stimmen der Sänger, noch zu der Spritzigkeit und zum Tempo der Inszenierung.

Mit kleiner Einschränkung wegen des Dirgats also insgesamt eine sehr empfehlenswerte DVD-Einspielung, die auch technisch sehr gut produziert ist.

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Cosi ist wohl die Oper von Mozart, die von Anbeginn die meisten Widersprüche hervorgerufen hat, trotz der Schönheit der Musik. Was musste diese Oper nicht alles über sich ergehen lassen, weil sie sich nicht einordnen ließ in Gut und Böse. Umdeutung, Verfälschungen, Neuübersetzungen - um bloß nicht die Originalfassung ertragen zu müssen. Doch bislang ohne ernsthafte Folgen. Die Musik ist so quicklebendig und aktuell, wie das Bäumchen-Bäumchen-wechsel-dich-Spiel auch. Genau das hat Doris Dörries als ‚Nicht-Opern-Fachfrau' wohl instinktiv gespürt und ihre knackige Version auf die Bühne gebracht. Erst durch die Verlegung ins Berlin der 70er Jahre wird die Sprengkraft des Stoffes, sein toller Witz, aber auch seine schwarze Bosheit, begreiflich und spürbar: keusche Treue gegen lustvolles Tändeln. Guglielmo verführt nicht nur stimmlich, sondern auch in Unterhose. Mozart damit zu demontieren, brauchte Doris Dörries nicht zu befürchten. Dass Mozart nicht nur der apollinische Jüngling, sondern auch der Zotenreißer war, wissen wir spätestens seit dem Film ‚Amadeus'.
Der Kontrast des biederen Vorstadtmilieus mit genormter Einbauküche, belegtem Pausenbrot, gebügeltem Hemd und manikürter Gartenhecke gegen die einbrechende Welt der Buntheit, Ungezwungenheit und Verführung verwirrt nicht nur die beiden Schwestern, sondern auch die Zuschauer. Wenn Guglielmo mit seiner Stablampe ins Publikum leuchtet, trifft er nur auf erschreckte Gesichter, wo doch heitere Gesichter zu erwarten waren! Aber das ist Berlin im Jahre 2001.
Durch diese Inszenierung ohne historischen Ballast bekommt ‚Cosi fan tutte' das zurück, was Mozart und da Ponte wohl von Anfang an wollten: Uns einen Spiegel der eigenen Unzulänglichkeit und Verführbarkeit vorzuhalten. Ein köstlicher Spaß, wenn man auch über sich selber lachen kann!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hans-Georg Seidel TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Die Verlagerung der Handlung in die Hippie-Zeit nach dem Konzept von Doris Dörrie, betrachte ich als durchaus gelungene Verortung bei der Vielzahl "Cosi" Inszenierungen. Ein prall bunter Farbtupfer in Bildern dieser Zeit. Den Verriß in einem Teil der Presse, vermag ich nicht nachzuvollziehen, da hier immer wieder mit nicht belegten,plakativen Behauptungen agiert wird. Wenn schon Verriß, dann auch bitte fachkompetent untermauern,damit nachvollziehbar. Sängerisch ist ein hervorragendes Ensemble auf der Bühne, das auch schauspielerisch glaubhaft agiert. Dorothea Röschmann singt eine gute Fiordiligi , Katharina Kammerloher eine wunderbare Dorabella und der Don Alfonso von Roman Trekel involvierend und ausdrucksstark. Auch Hanno Müller-Brachmann als Guglielmo und Werner Güra als Ferrando überzeugen mit souveräner Gestaltung ebenso wie Daniela Bruera als Despina. Barenboim dirigiert überzeugend. Insgesamt einfach ein Bühnenspaß mit Hintersinn, eben die etwas andere "Cosi". Für Opernfreunde, die nicht krampfhaft in jeder Produktion eine neue, tiefsinnige interpretatorische Perspektive sehen wollen, die meist ohnehin nicht vorhanden ist.
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