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Mozart, Wolfgang Amadeus - Die Entführung aus dem Serail [2 DVDs]
 
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Mozart, Wolfgang Amadeus - Die Entführung aus dem Serail [2 DVDs]

Laura Aikin , Franz Hawlata , Stefan Herheim    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 50,99 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Laura Aikin, Franz Hawlata, Mozarteum Orchester Salzburg
  • Regisseur(e): Stefan Herheim
  • Format: Classical, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (PCM Stereo), Unbekannt (DTS 5.1), Unbekannt (PCM Stereo)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Universal/Music/DVD
  • Erscheinungstermin: 24. Oktober 2006
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 156 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000ICL3PQ
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 44.319 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Interpreteure" Konstanze - Laura Aikini Blonde - Valentina Farcas Belmonte - Charles Castronovo Pedrillo - Dietmar Kerschbaum Osmin - Franz Hawlata Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor Mozarteum Orchester Salzburg Conductor: Ivor Bolton

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hans-Georg Seidel TOP 500 REZENSENT
An dieser Inszenierung werden sich die Geister scheiden. Mit dem vordergründigen Inhalt der Oper hat das erstmal wenig zu tun. Man muß sich schon auf Herheims Deutung einlassen, sonst steht man im Dunkeln. Für solche Inszenierungen würde sich die Beilage einer vollständigen Interpretation bzw. Neukonzeption anbieten, um die assoziativen Elemente richtig zuordnen zu können. Also keine Inszenierung für Traditionalisten.
Aus meiner Perspektive reißt diese Deutung aus dem bekannten Sujet heraus, die dieser Oper den oft plüschig orientalischen Charakter der Langeweile gibt. Personendramatisch stark akzentuiertes, pralles,reales Leben, schauspielerisch hervorragend umgesetzt und sängerisch auf gutem Ensembleniveau, könnte man positiv anmerken. Laura Aikin singt eine überzeugende Konstanze, auch Valentina Farcas, sopransilbrig intonierend, singt rollendeckend. Der Osmin von Franz Hawlata ist rollendeckend, schauspielerisch glänzend. Auch Dieter Kerschbaum als Pedrillo und Charles Castronovo als Belmonte gestalten hervorragend. Ivor Bolton dirigiert mit Substanz und Finesse. Für Interessenten, die mal eine andere "Entführung" erleben möchten, sehr interessant. Bei aller Ambivalenz dieser Inszenierung, langweilig ist sie nie.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Oper ohne Handlung 11. Mai 2010
Von M. Mueller VINE™-PRODUKTTESTER
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin kein grundsätzlicher Gegner des modernen Regietheaters. Da gibt es eine Menge beachtenswerter Inszenierungen. Ich denke da an Peter Sellars' Da-Ponte-Zyklus und hierbei vor allem an "Le Nozze di Figaro" - das ist konsequent und stimmig in unsere Zeit übertragenes Theater. Oder auch der mittlerweile 25 Jahre alte "Figaro" von Peter Zadek an der Stuttgarter Staatsoper, oder die Nachfolgeinszenierung von Nigel Lowery. Es ist absolut nichts dagegen einzuwenden, aus einer opera buffa ein wenig Slapstick herauszukitzeln. Allerdings wurde in allen genannten Beispielen der plot beibehalten.
Und genau hier läuft Stefan Herheims "Entführung" von 2006 bei den Salzburger Festspielen ins Leere: Der Regisseur hat dem Singspiel jeden Handlungszusammenhang gründlich ausgetrieben. Herausgekommen ist eine Art Revue, frei nach dem Motto "Szenen einer Ehe". (Ich frage mich manchmal, ob moderne Regisseure ihre Ideen nicht besser realisieren könnten, wenn sie gleich ein neues Stück schrieben. Muss denn zur Umsetzung ihrer message" unbedingt Mozarts wundervolle Musik den Rahmen abgeben - um dann lediglich ein lächerliches Abziehbild des ursprünglichen Stückes entstehen zu lassen?)
Die Sprechrolle des Bassa Selim wurde ganz gestrichen. Eine erstaunliche Entscheidung angesichts der vielen eingefügten Dialoge, die, wenn ihr Autor sich der gebundenen Sprache bedient, in ihrer metrischen Stümperhaftigkeit geradezu peinlich berühren. Zum Teil gehen diese neuen Textpassagen nicht über Poesiealbum-Niveau hinaus. - Nichtsdestoweniger (die von Mozart auskomponierten Texte hat man ja unverändert übernommen) heißt es dann "Singt dem großen Bassa Lieder!"
Ist es nicht eben Bassa Selim, der Renegat, der im Original für aufklärerisches Gedankengut steht? Bei Herheim konvertiert am Ende Osmin zum Christentum -jedenfalls legt dies das Kreuz, das er an einer Kette um den Hals trägt, nahe. Herheim lässt den also Bekehrten Texte sprechen, die ursprünglich dem Bassa gehören. Um ihn dann im Schluss-Vaudeville mit dem Textzitat aus dem 1. Akt "Erst geköpft, dann gehangen" wieder"rückfällig" werden zu lassen. Die Oper endet traditionell mit "Bassa Selim lebe lange". Was bitte soll der Quatsch, eine gestrichene Person hochleben zu lassen?
Musikalisch ist alles im grünen Bereich. Das Mozarteum-Orchester unter Ivor Bolton begleitet kernig-kraftvoll, wenngleich etwas vibratoarm. Die sängerischen Leistungen sind durchweg gut. Die etwas akzentbehaftete Aussprache der meist ausländischen Sänger stört kaum (die hat man ja Araiza und Talvela in Everdings legendärer Münchner Inszenierung mit Böhm am Dirigentenpult auch nicht übel genommen). Aber angesichts der konfusen Inszenierung ist es schade um den relativ hohen Aufwand in Sachen Bühnenbild und Kostüme. - Musikalisch 4 Sterne, szenisch zwei.
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Senza Selim 25. März 2012
Man hat Jubiläum, darf viel Geld ausgeben,aber braucht einen Knüller. Am besten fängt man mal mit einem nackten Paar an.
Die zentrale Figur des Bassa Selim streicht man, fügt dafür eigene Verse fragwürdiger Qualität ein.
Der Stoff wird vollkommen umgestaltet, damit man ihn auch nicht ohne weiteres erkennen kann. Die Texte der Arien bleiben allerdings unverändert. Es passt nicht mehr zusammen. Was solls?

Über eine konventionelle Aufführung hätte niemand geredet.Diese Dekonstruktion der "Entführung" ist auch Jahre später noch Gesprächsstoff. Wenn der Regisseur es doch soviel besser weiss als der Librettist und der Komponist, warum schreibt er nicht seine eigene Oper, die dann gefällt oder durchfällt.

Ich kann solche Dekonstruktionen gar nichts abgewinnen, der mangelnde Respekt gegenüber der Vorgabe ärgert mich. Auf diese Weise ist die Anstrengung erspart geblieben, wie man den Stoff, seine Aussage tief erfassen kann.

Musikalisch waren es die Festspiele 2006, ein besonderes Festspieljahr, weil eben ein Gedenkjahr. Da darf man erwarten, dass Salzburg hohen Qualitätserwartungen gerecht wird.

Sowohl auf DVD als auch auf CD sind deutlich bessere Aufnahmen vorhanden, nicht eine,mehrere.

Deswegen unter keinem Gesichtspunkt zu empfehlen.
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