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Mozart, Wolfgang Amadeus / Czernowin, Chaya - Zaide / Adama (2 DVDs)

Mojca Erdmann , John Mark Ainsley , Claus Guth    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 32,99 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Mojca Erdmann, John Mark Ainsley, Mozarteum Orchester Salzburg
  • Regisseur(e): Claus Guth
  • Format: Classical, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (DTS 5.1)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Universal/Music/DVD
  • Erscheinungstermin: 14. November 2006
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 130 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000ICL3P6
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 114.841 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Synopsis

"Interpreten"
Zaide - Mojca Erdmann
Gomatz - Topi Lehtipuu
Allazim - Johan Reuter
Sultan Soliman - John Mark Ainsley
Osmin - Renato Girolami
Frau - Noa Frenkel
Mann - Yaron Windmüller
Vater - Andreas Fischer
Tänzer - Paul Lorenger
Schauspieler - Bernd Grawert

"Musik"
Mozarteum Orchester Salzburg
Conductor: Ivor Bolton
Österreichisches Ensemble für Neue Musik
Conductor: Johannes Kalitzke

"Regie"
Andreas Morell

In one of the 2006 Salzburg Festival's boldest inspirations, Israeli composer Chaya Czeinowin's Adama weaves a parallel but modern story into Mozart's unfinished singspiel, taking up Zaide's themes to depict the doomed love of a Palestinina man for an Isreali woman in a violent world.
"Claus Guth's production unites the two disparate worlds as though they had always been one... Ivor Bolton drew fresh, immediate playing from the Salzburg Mozarteum Orchestra... an excellent cast" (Financial Times)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mozarts Alptraum - Ein mißlungenes Experiment - 24. Dezember 2010
Von Hans-Georg Seidel TOP 500 REZENSENT
Das "Zusammenspannen zweier "Musikwelten", der Mozarts, im Fragment der Zaide und der von "Neutönern", hier der Komponistin Chaya Chernovin und ihrem - Adam - ist aus meiner Perspektive restlos mißlungen. Die Inszenierung Klaus Guths erschließt sich mir bühnenbildmäßig nicht ohne eine konkrete interpretatorische "Bedienungsanleitung". Personendramatisch ist sie akzentuiert und in allen Partien ganz hervorragend besetzt. Moja Erdmann singt eine seelenvolle, lyrisch berührende Zaide. Auch Topi Lehpituu als Gomatz überzeugt ebenfalls wie das ganze Ensemble in den tiefen Lagen involvierende Leistungen zeigt. Eine rein fragmentarische Aufführung auf diesem sängerischen Niveau wäre vier Sterne wert. Ich will hier keine exemplare Diskussion über "Neutöner" entfachen, das bringt nichts. Rein emotional empfinde ich das Einfügen dieser handlungsassoziativen kompositorischen Elemente als den Einbruch der Laut-Geräusch- und Stammelsprache in die affinitiv erfaßbare,hochqualitative Musikaura Mozarts. Damit will ich diese Art der Geräuscherzeugung nicht abqualifizieren, denn sie geschieht ja zweifellos auf hohem kompositionstechnischen Niveau.
Der Gesamteindruck der Aufführung wird aber von dieser Geräuschmusik so dominiert, daß ich dem Unerschrockenen nur raten kann, vorspulen zu schalten, natürlich erst, wenn er sich einen Eindruck verschafft hat. So habe ich mich auch über die Runden gerettet, aber einen Großteil der musikalischen "Geräuscheerzeugung" gehört.Daß in dem Zusammenspiel eine Dialogmöglichkeit eröffnet werden soll, in einen anderen musikalischen Kosmos hineinzuhören, halte ich für typisch pseudointellektuelles Geschwafel, wie ja gemeinhin vielen Experimenten ein pseudointellektueller Überbau verordnet wird, um sie tragfähig zu machen. Orchestral ist der Mozart-Teil sehr involvierend interpretiert. Eine Aufführung für Unerschrockene oder Interessenten dieser Neutöner-Welt. Mein Gesamtergebnis ist auf das Gesamtexperiment bezogen, nicht auf den Mozart-Teil. Der Mozart-Teil hätte sängerisch vier Sterne verdient.
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3.0 von 5 Sternen seltsam 16. August 2012
Leider gibt es nicht gerade zahlreiche DVD-Veröffentlichungen dieser nicht vollständig komplettierten Mozart-Oper.
Eine Besonderheit sind die Parts der "Zaide" in Form sogenannter Melologe: keine Arie und auch kein Rezitativ, sondern unbegleiteter gesprochener Text wie eben beim Singspiel, aber in wechselnder Alternierung mit "illustrierendem" Orchester.
In der vorliegenden Fassung alterniert allerdings vor allem eins: die unterschätzte Mozartoper mit vielen wahren Juwelen und ein Stück "neuer Musik" mit dem Titel "Adama" mit all den üblichen Versatzstücken, die seit Jahrzehnten doch schon veraltet sind und dennoch so wahnsinnig avantgardistisch sein sollen.

Allerdings muss man zugute halten, dass das ganze auch als Transformator und Übersetzer in die Klang- und Bildersprache der heutigen Zeit wirkt.
Denn dem unterdrückten Paar Zaide/Gomatz enspricht ein Paar Mann/Frau (Liebespaar israelitischer und palästinensischer Herkunft; was für ein Klischee!) in dem im Grunde gleichzeitig (!) ablaufenden zweiten Stück, was - wie gesagt - große Parallelen aufweist.
Mozarts Arien wirken durch die "neutönerischen Unterbrechungen" noch reiner und schöner und gewinnen dadurch kurioserweise an Spannung - mehr als wenn die Arien nach oft enervierend langen und formelhaften Secco-Rezitativen einsetzen.
(Die gibt es hier aber eh nicht, weil es sich bei der Zaide um ein Singspiel handelt.)
Vielleicht ist dieser Effekt ungewollt, aber er stellt sich unfreiwillig ein.
An Überzuckerung weit und breit jedenfalls keine Spur, vorsichtig formuliert.
Leider wird hin und wieder auch in die Mozartarien direkt hineinkomponiert" und -gesungen.
Mir ist schnuppe, ob das verfremdend oder erweiternd sein soll, aber für meinen Geschmack wird der Bogen da überspannt.
Das wagt man sich immer noch am ehesten an einer unbekannteren Oper als an der Zauberflöte", bei der man ausgebuht werden würde.

Teilweise nerven die skurrilen Regieanweisungen auch.
Gewisse Ideen sind allerdings gut nachvollziehbar: etwa die gigantische Wohnungseinrichtung (u.a. überdimensionierter Tisch, Zimmertür) gegenüber der alle Darsteller winzig sind (Parallele zu Staatsvernunft und dem Menschen als lediglich funktionierendes Rädchen im Getriebe?).

Jedoch, was nützt Sensibilität und feinste Vorbereitung, wenn der Durchschnittsmensch null Chance hat, mitgenommen zu werden?
Ist das dann die Hybris vermeintlicher Überlegenheit der großen, "an der Welt leidenden" "Künstler" oder Betriebsblindheit?
Ich frage mich, ob die Komponistin des Stücks "neuer Musik" Mozart mag oder ob er nur dienstbares Vehikel ist, während der Salzburger Festspiele (noch dazu im Jubiläumsjahr 2006) die eigene Arbeit in den Vordergrund treten zu lassen.

ANDERERSEITS, wozu eine ewig gleiche Beweihräucherung (die allerdings bei Inszenierungen im Zeichen des modernen Regietheaters ohnehin kaum noch stattfindet)?
Muss es Demut vor einem Denkmal sein und wie weit darf interpretiert und eingegriffen werden?
Grundsatzdiskussionen, die altbekannt sind.
Besser so, als Eiapopeia ohne Ideen.

Wie auch immer, war ich insgesamt recht gut unterhalten.
Der Beginn des zweiten Akts ist grandios in der szenischen Umsetzung.
An anderen Stellen gibt es wieder gewisse Längen.
Dass die geschaffene Parallelität von 2 Werken zumindest ein interessanter Ansatz ist, will ich nicht bestreiten.
Die Mozartoper allein" wäre mir jedoch lieber gewesen.

Hervorzuheben ist eine tolle Mojca Erdmann in der Titelrolle der Zaide hier sängerisch zu bezaubern weiß.
Dass sie ein Mozartrecitalalbum veröffentlicht hat, ist bezeichnend.

Hut ab auch vor Noa Frenkel und Yaron Winkmüllers Bewältigung der beiden darstellerisch und vor allem auch sängerisch sehr schwer zu bewältigenden Parts (Notenwerte; in einem Duett" gegen Ende der ersten DVD komplementär schwierige Teile; Intonation!) im modernen Teil".

In der Summe ein sehr zwiespältiger Gesamteindruck mit bösem Nachgeschmack, der mir jedoch lieber ist als Operettentrallala.
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