Eine Biographie? Ein Sachbuch? Nein, eine lebhafte Geschichte darüber, wie Menschen von der Zeit und der Umgebung, in der sie leben, geprägt sind. Und wie sie umgekehrt Teil und Weiterentwickler der Lebensumstände sind. Der Autor zeigt vor allem den Menschen Mozart, den selbstbewußten Mann, den lebenszugewandten Städter. Hier steht nicht das Genie im Vordergrund, hier geht es um den Alltag eines freien Künstlers, der in vielen Dingen unkonventionell war und dem heutigen Leser wahrscheinlich in vielen Dingen näher ist als seinen Zeitgenossen. Der Autor räumt auf mit romatischen Mythen, mit der Armutslegende und der Mär vom einsamen Begräbnis. Wer Wien kennt, wird vieles wiedererkennen und vieles in der Stadt mit neuen Augen sehen. Dieses Buch lesen und Mozarts Musik hören - ein Genuß!