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Mozart - Le Nozze di Figaro / Gens, Ciofi, Kirchschlager, Regazzo, Keenlyside, Concerto Köln, Jacobs
 
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Mozart - Le Nozze di Figaro / Gens, Ciofi, Kirchschlager, Regazzo, Keenlyside, Concerto Köln, Jacobs [Box-Set]

René Jacobs Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (21. April 2004)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 3
  • Format: Box-Set
  • Label: Harmonia M (Harmonia Mundi)
  • ASIN: B0001HZ728
  • Weitere Ausgaben: Audio CD
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 65.180 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. Le Nozze Di Figaro - Gens, VÉronique

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als man Ludwig XVI. Le Nozze di Figaro zum ersten Mal vorlas, war seine Reaktion unmissverständlich: "Das Stück wird niemals gespielt." Er irrte sich. Hier liegt nun eine Aufnahme mit dem Dirigenten René Jacobs und dem auf historischen Instrumenten spielenden Concerto Köln vor. Dazu ein illustres Solistenensemble mit u. a. Marie McLaughlin (Marcellina), Kobie van Rensburg (Basilio), Antonio Abete (Bartolo, Antonio) und Nuria Rial (Barberina). Die großen Partien werden später genannt.

Die Sänger müssen sich alle wie Könige vorkommen: Äußerst vorsichtig, dafür mit um so kantigeren Akzenten führt René Jacobs sein Orchester. Man könnte auch sagen: Mit der größtmöglichen Transparenz. Bei der Ouvertüre allerdings auch mit solch schnellen Tempi, dass sich das Orchester Anfangs fast selbst davonläuft, was aber auch wieder etwas für sich hat. Sicher setzt Angelika Kirchschlager als Cherubino Glanzpunkte: Sauber intoniert und singt sie die Arien mit herzerfrischender Naivität. Simon Keenlyside ist ein beweglicher Graf voller Farbenreichtum, Lorenzo Regazzo ein etwas bodenständiger, durchaus aber auch schmeichelnder Figaro. Véronique Gens als Gräfin zwar mit schöner Stimme, bei den Arien aber ab und an an der untersten Grenze der richtigen Intonation. Patrizia Ciofi (Susanna) mit großer Glaubwürdigkeit und einem für diese Rolle eher dunklen Timbre.

René Jacobs leitet ein Solistenensemble, das sich hörbar auch mit den Feinheiten (Verzierungen, Pausen etc.) von Mozarts Musik auseinandergesetzt hat. So besticht diese CD durch Genauigkeit und eine Vielfalt an Stimmungen, nicht unbedingt durch Kraft und Ausgelassenheit. --Rudolf Kamm


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von mimek TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Mozarts Oper "Le Nozze di Figaro" gehört ja nun zu den Werken, von denen es eine unübersehbare Anzahl an Einspielungen gibt. Darunter einige geradezu legendäre wie die unter Kleiber, Karajan oder Solti. René Jacobs bringt das Kunststück fertig einen "Figaro" vorzulegen, der tatsächlich noch etwas Neues und Aufregendes zu bieten hat. Und dieses moderne Kunststück gelingt ihm paradoxerweise, indem er sich der Vergangenheit zuwendet. Er läßt Mozarts Oper auf Originalinstrumenten spielen und erreicht damit ein ganz überraschend neues Klangbild. Er läßt seine Protagonisten die Wiederholungen in ihren Arien verzieren, was in dieser Oper ungewohnt und aufregend klingt. Dies alles sind auch die Adjektive mit denen sich diese Aufnahme am besten beschreiben läßt: überraschend, neu, ungewohnt und aufregend. Dies ist wirklich mal ein Neueinspielung, die man unbedingt zur Kenntnis nehmen sollte.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein zeitgemäßer Figaro 9. August 2006
Format:Audio CD
Der Reiz des reinen Hörens besteht darin, dass die Optik "fehlt". Die Geschichten müssen sich also allein durch das Musizieren, den Orchesterklang, seine Strukturierung, seine Akzente, Tempi und Dynamik sowie über den Gesang, den Stimmklang, die Stimmcharakteristik, Linienführung etc. erzählen. So vermitteln die vielen Aufnahmen, die von Le Nozze di Figaro vorliegen auch immer wieder unterschiedliche Geschichten, die bei weitem nicht alle zu überzeugen vermögen. Die vorliegende Aufnahme unter der Leitung von Rene Jacobs gehört zu den überzeugendsten und bietet vor allem eine zentrale Erfahrung, die scheinbar ein Paradoxon darstellt. Jacobs spielt Mozart mit dem Concerto Köln auf Originalinstrumenten in kleiner Besetzung. Das Sängerensemble hatte die Freiheit, die historisch geübte Kunst des verzierten Gesanges quasi "ad libitum" einzusetzen. Und das Ergebnis ist ein Mozart der so "modern", so "jung", frisch, elastisch und mit großer innerer Spannung überrumpelt, als hörte man die Oper zum ersten Mal. Gegen diesen Figaro hören sich die meisten Aufnahmen der letzten Jahre (Gardiner vielleicht ausgenommen) tatsächlich alt an. Zum Klangbild des Orchesters, das hörbar mit enormer Freude bei der Sache ist und so wunderbar frei in alle Schichten der Musik eindringt und solche zum klingen bringt, die man bisher noch nicht zu hören bekam fügt sich ein SängerInnenensemble, das eine zeitgemäße Geschichte von Liebe, Verrat, Verletzung, Übergriff, Bedrängnis und Sehnsucht mit jungendlichen Stimmen in allen Facetten darzustellen vermag. Da ist Simon Keelyside ein nachgerade idealer Graf, ein von sich und seiner Männlichkeit und was er dafür hält unzweifelhaft überzeugter Erfolgsmensch. Veronique Gens ist ihm eine leidenschaftliche, stolze und kämpferische Partnerin. Beide singen ihre Rollen mit tadellosem Sitz und idealer Balance zwischen Linienführung und Ausdruck. Lorenzo Ragazzo ist ein etwas ruppiger, auch im Stimmklang rauher Figaro und damit ein passender Konterpart zum Grafen. Die Susanna der Patrizia Ciofi, singt einwandfrei, die Zeichnung ihrer Rolle ist mir eine Spur zu putzmunter. Angelika Kirchschlager, schlicht ein Traum von einem Cherubin, wenn man sicht der Rollenauffassung des hormongetriebenen, pubertierenden Knaben anschließt. Die kleineren Rollen sind durch die Bank bestens besetzt. Was will man mehr? Einen Don Giovanni dieses Ensembles.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein gewagter Treffer 25. Mai 2004
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
R. Jacobs übertrifft sich mit dieser NOZZE-Interpretation selbst: Nicht nur ein herausragendes Gesangsensemble, auch die instrumentale Besetzung ist perfekt.

Aber: Nur, wer's mag... Hier wird kein aalglatter Mozart, kein Karajan-Schmelz gegeben. Es ist insgesamt schroffer, die Geigen hört man als Geigen, die Einsätze sind punktgenau aber hörbar.

Veronique Gens als Gräfin ist ein Traum, obwohl dies gewiss nicht 100%ig ihre Rolle ist, die Höhen sind manchmal ein wenig schrill. Ihre Interpretation überbietet aber vieles, was bisher da gewesen ist. Ebenso Angelika Kirchschlage als Chrubino ist unübertrefflich.

Über die Verzierungen der einzelnen Arien lässt sich sicherlich streiten, "Puristen" oder "Historisten" werden sagen, dass dies wenig authentisch ist... Authentizität bei einer Interpretation eines Werkes zu suchen, halte ich für verfehlt. Die virtuosen Verziehungen, die Schnörkel, die hier jede Arie erhält sorgt für Überraschungen und nimmt dem Stück den gewohnten Klang.

Eine Empfehlung, auch für jeden Klassik-Anfänger!!!!
Super und herausragend!

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