Exotik war nicht zur Zeiten Mozarts gefragt. Die Inscenierung will nicht wirklich neue Aspekte einbringen,sie hält sich in konventionellem Rahmen. Aber ein Krokodil tritt auf-und lässt sich am Schluss gebührend feiern.
Das Bühnebbild mit variablen Kulissen,wie seinerzeit,1980, in München macht nicht so viel Stimmung wie die Inscenierungen auf kleineren Bühnen ( Schwetzingen und Glyndbourne).
Immerhin, der Regisseur kommt von Schauspiel, werden die SängerInnen durch die Handlung geführt und agieren unterschiedlich überzeugend. Rydl, der diese Rolle sicher an vielen Bühnen dargestellt hat, ist besonders mit seiner Spielfreude hervorzuheben.
Die musikalische Qualität ist gut, ohne ganz besonders hervorgehoben zu werden. Der Maßstab der Bewertung liegt allerdings sehr hoch. Am ehesten ist wieder Rydl in die Spitzengruppe einzuordnen. Die anderen ProtagonistInnen sind,wie geschrieben, gut, ohne das besondere Leistungen gäbe. Wer hat nicht alles die Konstanze, den Belmonte, das Blondchen gesungen ?
Wer hat nicht alles diese Oper dirigiert?
Wegen der musikalischen Interpretation würde ich diese Aufnahme nicht empfehlen. Man hat eindringlichere. Wenn ich an die Inscenierung von Hampe denke ( Schwetzingen) oder auch François Abu Salem und Dirigent Marc Minkowski in Salzburg, finde ich diese nicht so überzeugend.
Es ist eine schöne Wiedergabe dieser Oper in einem festlichen Rahmen mit guten SängerInnen. Genau das.