Ferenc Fricsay gelang mit seiner Einspielung der Zauberflöte ein unübertroffenes Meisterwerk. In seiner einfühlsamen Art sucht und findet er jedes noch so unscheinbare Detail im Notentext, hebt hervor, was Generationen von Dirigenten übersehen haben, und fügt alles zu einer wundervollen, anmutigen Einheit zusammen. Nach dem Genuss dieser Aufnahme definiert man sein Verhältnis zu Mozart und der Zauberflöte neu.
Die Arie „Der Hölle Rache" der Königin der Nacht, gesungen von Rita Streich, steht innerhalb dieser Referenzeinspielung als Meilenstein für gesangliche Brillanz. Selbst in den stimmlich äußerst anspruchsvollen Passagen versteht man jedes Wort des Textes so klar, als würde es von einer Nachrichtensprecherin vorgetragen.
Die Überarbeitung der bald 50 Jahre alten Aufnahme gelang so hervorragend, dass sie an klanglicher Reinheit und Tiefe den modernen, digitalen Aufzeichnungen keineswegs nachsteht. Die Zauberflöte von Fricsay ist eine Offenbarung, ein Glück für Mozarts Opernkomposition; sie ist eine immer wieder neu empfundene Freude für jeden, der diese Oper liebt.