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Movies of the 2000s
 
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Movies of the 2000s [Broschiert]

Jürgen Müller
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 864 Seiten
  • Verlag: Taschen Verlag (Dezember 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3836501961
  • ISBN-13: 978-3836501965
  • Größe und/oder Gewicht: 25,8 x 20,4 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.932 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es war das Jahrzehnt, in dem eine neue Ära globaler Politik und Technologie begonnen hat:
Der 11. September 2001 und die darauf folgenden Kriege im Mittleren Osten bestimmten es ebenso wie die Explosion der sozialen Netzwerke und der mobilen Nutzung des Internets.
Der Sammelband behandelt eine inspirierende Auswahl an Filmen aus dieser besonderen historischen Periode:
von Special-Effects-Meisterwerken wie Herr der Ringe, Inception und der 3-D-Vision Avatar bis zu niveauvoller Unterhaltung wie der Bourne-Action-Trilogie, der Harry-Potter-Reihe, Moulin Rouge, Borat oder Inglourious Basterds. Man könnte argumentieren, dass die 2000er-Jahre die letzte Dekade des Kinos, wie wir es kennen, waren. Bevor technische Innovationen es völlig veränderten und die Leinwand vom Computer-Bildschirm abgelöst wurde.
Sollten wir tatsächlich das Ende des Kinos miterleben? Dann ist dieser Band wohl beides - ein großes Fest des Filmemachens und eine Elegie auf eine aussterbende Kunst.

Über den Autor

Geb. 1961, Studium der Kunstgeschichte. Kunstkritiker und Kurator zahlreicher Ausstellungen. Bücher und Aufsätze zu kunst- und filmgeschichtlichen ThemenGeb. 1961, Studium der Kunstgeschichte. Kunstkritiker und Kurator zahlreicher Ausstellungen. Bücher und Aufsätze zu kunst- und filmgeschichtlichen Themen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2002 startete der Taschen-Verlag eine Filmbuchreihe, die mit jedem Band eine Dekade abdeckte. Los ging es mit den relativ kurz zurückliegenden 90er Jahren und es wurde in überschaubaren Abständen jeweils der Band des vorhergehenden Jahrzehnts nachgeschoben, so dass man 2007 mir dem Band "Filme der 20er" (der jedoch tatsächlich die Filme von 1895 bis 1930 behandelt) erst einmal am Ende der Reihe angelangt war.

Waren die ersten Bände über die 90er und 80er noch 800 bzw. 864 Seiten stark, so waren es im Bänden über die 70er und 60er Jahre nur noch 736 bzw. 640 Seiten. Für die drei folgenden Bände waren dann nur noch jeweils 576 Seiten drin und für den abschließenden Band über die 20er Jahre hatte man gerade noch 480 Seiten übrig. Man sieht, dass die Bände also im Umfang ihrer Besprechungen sehr nachgelassen haben, was ich sehr schade finde, da diese Art von Filmbuchreihe eigentlich dazu da sein sollte, Klassiker und Kultfilme dem heutigen Publikum zu erschließen und den interessierten Leser zu bedienen. Anscheinend fühlten sich die Herausgeber der Reihe aber offenbar den jüngeren Filmen deutlich näher. Trotzdem war ich gespannt, ob der Taschen-Verlag seine Reihe mit den 2000er Filmen fortführen würde, da die Bände insgesamt sehr gelungen sind.

Vier Jahre musste ich auf die Antwort dieser Frage warten, bis es endlich zu einer Fortsetzung der Reihe kommen konnte, da natürlich erst einmal die aktuelle Dekade verstreichen musste. Die Herausgeber haben sich dann auch offensichtlich Mühe gemacht, denn der vorliegende Band ist zusammen mit dem Band über die 80er Jahre der dickste. Was den Inhalt angeht, so waren neben den zu erwarteten Filmen ("Der Herr der Ringe", "Kill Bill", "Avatar", "The Social Network" und fast alle Oscar-Gewinner) einige Überraschungen und viele mir unbekannte Titel. Natürlich überwiegen auch in diesem Band die englischsprachigen Filme, trotzdem findet man hier auch viele internationale Produktionen. Allerdings irritiert die Auswahl teilweise dennoch: Einerseits findet man unter den Filmen der 2000er Jahre Streifen wie "Stichtag" oder zwei Will-Ferrell-Filme und die zwar nette, aber doch eher belanglose Komödie "Bridget Jones", dafür fehlen aber Kultfilme wie "Memento" oder Meilensteine wie "Inception". Auch die kontroversen Filme "Passion Christi", "Der Untergang", "Das Meer in mir" und "Flug 93", die für einigen Gesprächsstoff sorgten, sind nicht zu finden.

Ich fragte mich bereits bei dem Band über die 90er Jahre, ob es nicht zu früh war, für so eine Retrospektive, da sich oft erst nach Jahren herauskristallisiert, welche Filme wirklich bedeutend sind. Genau das Gleiche könnte man angesichts der Auswahl von dem aktuellen Band sagen. Andererseits wird man natürlich nie alle Leser zufriedenstellen können und die Meinung über Filme ist nun mal recht subjektiv.

Insgesamt hat man hier also einen schön aufgemachten und bebilderten Band, der eine Auswahl der besten und wichtigsten Filme des letzten Jahrzehnts präsentiert, mit dem Abstrich, dass sich ein paar schwarze Schafe hineinverirrt haben und einige Highlights ausgelassen wurden. Viel Spass beim Durchblättern :-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gelungenes Überblickswerk! 21. Januar 2012
Von Schubb 2
Nach vier Jahren wird die ungemein informative und umfangreiche Filmreihe des Taschen-Verlags nun endlich fortgesetzt mit diesem Werk über die gerade erst zurückliegende Dekade der 2000er. Vielleicht - und da kann ich mich einem meiner Vorrezensenten nur anschließen - ist es noch ein wenig früh, eine filmische Retrospektive des vergangenen Jahrzehnts vorzunehmen, dennoch denke ich, dass die Auswahl der Filme größtenteils sehr gelungen ist.

Natürlich liegt der Fokus auf englischsprachigen Produktionen; verständlich für ein Werk aus unseren westlichen Breiten, liegen uns doch einfach europäische und nordamerikanische Produktionen thematisch und stilistisch näher als bspw. die Bollywood-Filme. Aber auch auf diese wird im vorliegenden Werk zumindest kurz eingegangen.
Ansonsten lässt sich festhalten, dass neben den erwarteten Oscar-Gewinnern und Blockbustern (z.B. "No Country for Old Men", "Herr der Ringe", "the Dark Knight", "Kill Bill" etc.) auch viele eher "kleine" Filme und einigen wohl noch unbekannte Werke wie z.B. "Winter's Bone", "A Simple Man" oder auch "Juno" Eingang in diese Auswahl gefunden habe.
Für mich war genau dies seit jeher eine der großen Stärken dieser Reihe: großes Hollywood-Entertainment und Mainstream-Kino wird Arthouse- und Independent-Produktionen gleichgesetzt, hier wird jedem Film die gleiche Aufmerksamkeit zuteil. Es mag nämlich durchaus sein, dass "Citizen Kane" wesentlich anspruchsvolleres und künstlerich gehaltvolleres Kino darstellt als "Star Wars", sieht man sich jedoch den Einfluss beider Filme auf die Gesellschaft und Populärkultur an, lässt sich wohl nicht leugnen, dass George Lucas Sternensaga hier für wesentlich mehr Furore gesorgt hat. Genauso verhält es sich dann eben auch mit Filmen wie "Avatar" oder den "Harry Potter"-Streifen: von vielen als seichte und teilweise naive Unterhaltung belächelt, kann ihr Einfluss bzw. ihre Wirkung nicht hoch genug bewertet werden.

Mir persönlich hat an der Filmauswahl lediglich der fast vollständige Verzicht auf harte Horrorstreifen gefehlt. Denn wenn es seit dem 11. September 2001 und den darauf folgenden Kriegen im Nahen Osten eine auffällige Reaktion gerade im nordamerikanischen, in deren Folge aber auch im europäischen Kino gegeben hat, dann war das die Rückkehr der harten und bisweilen auch äußerst gesellschaftskritischen Horrorfilme in den Kino-Mainstream! Im Band "Filme der 70er" wurde genau diese Entwicklung im Zuge des Vietnam-Krieges ja berücksichtigt (Stichwort "Texas Chainsaw Massacre", "Halloween" etc.). Wenn schon die im Zuge von 9/11 aufkommende Unsicherheit und kritische Selbstreflexion des amerikanischen Kinos angesprochen wird - und das wird im vorliegenden Band auf jeden Fall - dann hätte ich mir eben auch die Berücksichtigung einiger solcher Horrorstreifen gewünscht. Aber nun gut, jede Filmauswahl ist letztlich subjektiv, und die hier vorliegende Auswahl ist ansonsten meiner Ansicht nach wirklich gut getroffen.

Jedem Filmfan sei dieser Band ans Herz gelegt. Und wenn es wirklich stimmen sollte, was man im Vorwort lesen kann, dass nämlich das Kino (so wie wir es kennen) vielleicht bald der Vergangenheit angehören sollte, dann stimmt dies wahrlich traurig...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
In diesem gewichtigen Buch sind mit großer Wahrscheinlichkeit die wichtigsten und interessantesten Filme besprochen, die von 2001 bis 2011 produziert wurden. Und dass ich zu dieser Einschätzung komme, liegt nicht nur am Umfang des Werks, sondern auch am Herausgeber Jürgen Müller, der einen Lehrstuhl für mittlere und neuere Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dresden besetzt. Denn weil Jürgen Müller sein Herz zu einem großen Teil dem Film verschrieben hat, geht er beim Analysieren kinematographischer Geschichten mit so viel Leidenschaft ans Werk, dass er die Qualitäten eines Kunstwerks auch spürt. Dennoch, und das beweist die ausführliche Einleitung, betrachtet er jeden Film auch durch rational eingefärbte Brillengläser. Daher sind seine Ausführungen über die Zukunft des Kinos etwas vom Interessantesten, das ich in dieser kompakten Form über das Medium Film und seine Aufführungsorte gelesen habe. Seiner Diagnose, dass die erste Dekade des 21. Jahrhunderts wahrscheinlich das letzte Jahrzehnt sein wird, in dem das Massenmedium in seiner altbekannten Form Bestand hatte, kann ich leider nur zustimmen.

Nach der spannenden Einleitung beginnt die Vorstellung der zahlreichen Werke, die in den Köpfen der Filmliebhaber Spuren hinterlassen haben. Und weil dafür 800 Seiten zur Verfügung stehen, bleibt auch viel Platz für Bildmaterial, Zitate und Ausschnitte aus Kritiken. Zudem sind selbstverständlich sämtliche Angaben aufgeführt, die Filmliebhaber von einem solchen Werk erwarten. Die wissen allerdings auch, dass großformatige Aufnahmen von Standfotos nicht immer die Qualität haben, wie sie ein Kunstband bietet. Aber daran lässt sich nun mal wenig ändern. Einfluss hat ein Herausgeber dafür bei der Auswahl. Und die ist in den meisten Fällen gut bis sehr gut.

Die Inhaltsangaben sind von einer Länge, die genügend Raum lässt, um die Zusammenfassungen auf den Rückseiten von DVDs vergessen zu lassen. Und da Jürgen Müller nicht einfach die Pressetexte der Filmgesellschaften übernommen hat, erfährt der Leser auch vieles, was ihm den Entscheid zum Kauf eines Films erleichtert. Zudem sind die Texte eine gekonnte Mischung aus Inhaltsangabe, Interpretation und Kritik.

Nach dem letzten vorgestellten Film "True Grit" folgt ab Seite 832 ein ausführlicher und informativer Anhang. Die Aufzählung der Academy Awards, besser bekannt unter dem Begriff "Oscars", beginnt mit dem Jahr 2002, da ja immer die Filme des Vorjahres ausgezeichnet werden. Also betreffen die letzten Eintragungen dieses Kapitels das Jahr 2011. Der folgende Filmindex ist nach den deutschen Verleihtiteln geordnet. Und wer nach Personen sucht, die an der Produktion eines Films beteiligt waren, wird im vierzehnseitigen Register fündig. Ganz zum Schluss führt Jürgen Müller noch alle Autoren auf, die ihn bei der schriftlichen Vorstellung der 139 Filme unterstützten.

Mein Fazit: Für Filmliebhaber schon beinahe ein Muss, um sich im Produktionswirrwarr zurechtzufinden und bei der Wahl sehenswerter Filme beraten zu lassen. Profitieren von Lektüre können aber auch Filmkritiker, von denen es auf dieser Plattform ja einige gute gibt. Und um ein Handwerk noch besser zu beherrschen, können Musterbeispiele nie schaden. Mir gibt das Buch wertvolle Hinweise, welche Geschichten sich eventuell im kollektiven Gedächtnis verankern konnten. Geschrieben wurde dieses 864 Seiten umfassende Werk mit viel Sachverstand und Leidenschaft.
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