Wie Afterhour Athletes ist auch Move Mind Benders kein neues Spiel, sondern eine Sammlung von drei bereits im PSN erschienenen Titeln: Echochrome 2, Lemmings und Tumble. Tumble, in dem man Klötzchen per Wiimote - sorry - PlayStation Move-Controller (!) übereinander stapelt, ist, wie man sich anhand der Beschreibung schon denken kann, zum Vergessen. Fummelige Bedienung, fragwürdige Physik und ein generell ziemlich langweiliges Gameplay.
Lemmings ist halt ... Lemmings. Wer kennt es nicht? Ziel des Spiels ist es nach wie vor die possierlichen aber höchst Selbstmord gefährdeten Tierchen sicher in ein rettendes Portal zu lotsen. Dazu stehen dem Spieler die aus dem Klassiker bekannten Mittel zur Verfügung, um den einzelnen Lemmings Aufgaben zuzuteilen. So werden Brücken gebaut und Gänge gegraben, während Stopper ihre Kameraden vor Abgründen warnen. Das Spielprinzip ist 1:1 dem Klassiker entnommen. Diese Version bietet insgesamt 45 Levels in fünf Schwierigkeiststufen. Dazu gibt es eine meiner Meinung furchtbare 3D-Grafik, die nichts mehr mit dem Charme des Ur-Gesteins zu tun hat, aber immerhin technisch okay geht. Der Move-Controller dient hierbei als Maus-Ersatz. Lemmings-Fans finden hier solide Kost, alle anderen einen lauwarmen Aufguss eines echten Klassikers.
Echochrome 2 ist sicherlich der beste Titel dieser Kollektion. Der Move-Controller dient hier als Taschenlampe. Je nachdem wie man vorgegebene Strukturen innerhalb eines Levels anleuchtet, ergeben sich durch Schatten Wege für die Spielfigur. Diese gilt es so ans Ziel zu lotsen. Was simpel klingt beginnt bereits recht früh zu einem echten Hirnverdreher zu werden. Ganz ehrlich, ich habe es nie über die ersten paar Levels hinaus geschafft. Aber gut, ich bin auch eine Niete in solchen Games. Fans einfallsreicher Puzzle-Kost kommen hier allerdings voll auf ihre Kosten. Und wer die Kosten für die Collection sparen will, der sollte bei diesem Titel zumindst im PSN unbedingt zuschlagen, wenn er auf anspruchsvolle Puzzle-Kost steht.