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In sieben atmosphärischen, bis zu zehn Minuten langen Epen walzen die Briten alle nur denkbaren Facetten menschlichen Leidens aus. Getragene, fast schwebende Passagen wechseln sich mit pechschwarzen Gothic-Rock-Albträumen ab, poetische Melancholie trifft auf nackte, rohe Gewalt. Die Produktion ist betont roh und kantig gehalten, radiotaugliches Material findet sich auf Mourning Sun ebenso wenig wie perfekt polierte Soundscapes. Trotz einer häufig durchschimmernden Vorliebe für Pink Floyd ziehen Fields Of The Nephilim raue Klänge vor, die perfekt zum gewohnt ausdrucksstarken Gesang von Carl McCoy passen. Wie ein dämonischer Zeremonienmeister dirigiert der Mastermind seine Band durch ein Labyrinth finsterer Melodien und depressiver Einblicke in die dunklen Untiefen der menschlichen Seele. Nichts für schwache Nerven und Leute, denen die Sonne lieber ist als die Gruft. -- Michael Rensen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Götterdämmerung!,
Von BikeIst (Raubling, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Mourning Sun/Ltd. (Audio CD)
Jetzt ist er endlich da, der neuen Epos von unseren Goth-Göttern. Nach 15 Jahren Wartezeit hat man die Hoffnung auf eine Fortsetzung von Elyzium & CO schon lange aufgegeben. Die Geister (Rubicon, Nefilim, Last Rites, N.F.D.), die man seitdem gesehen hat konnten die legitime Nachfolge von Fields of the Nephilim nicht antreten. Und jetzt liegt plötzlich "Mourning Sun" auf dem Tisch. Um es erst mal kurz zu machen: die Scheibe ist größtenteils absolut genial. Aber sie kommt nicht an The Nephilim oder Elyzium ran (wie soll das auch gehen??!). 2-3 der 8 Lieder fallen deutlich ab. Wo früher eine ruhige "Nebelszene" eingebaut war (dead but dreaming) oder mal eben eine Tempoverschärfung (Psychonaut) geht es jetzt oft ohne Tempowechsel durch. Der Gesang ist bei ein paar Stellen zu pomadig, da wurde zu tief in die Klischeekiste gegriffen. Der zuweilen etwas härtere Sound ist nicht schlecht, aber die Platte ist einfach keine perfekte Einheit, wie Elyzium. Der Bonustrack ist zum vergessen, er schadet dem dem Album mehr als daß er nützt. Und wenn mich nicht alles täuscht, ist die Soundqualität nicht gerade Stand der Technik. Da haben sie wohl das Budget bei ihren Eskapaden zu Beginn dieses Jahrtausends verbraten. Das klang jetzt alles sehr negativ, aber die Messlatte war ja auch unmenschlich hoch. Und es gibt in der Tat auch viel positives zu berichten. Noch immer bietet Nephilim abwechslungsreichere Musik als 98% aller anderen Bands und schaffen es dennoch ein faszinierendes Gesamtwerk auf die Beine zu stellen. Noch immer begeistert der Bass (Pink-Floyd lässt grüssen) und zwingt spontan zur Betätigung der Repeat Taste. Und noch immer werden hier Soundlandschaften erschaffen, die nur mühsam wieder einen Weg in die reale Welt zulassen. Fields of the Nephilim (d.h. Carl McCoy) sind wieder da! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sensationell und unerhofft !,
Von Tom Kernbichler "darkscenetom" (Innsbruck) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Mourning Sun/Ltd. (Audio CD)
Dass ich das noch erleben darf! Die Nebelcowboys um Ausnahmegrabesstimme Carl Mc Coy sind zurück und scheinen aus der Totgeburt ihres Quasi Comebackwerkes (...die 2002er Halb-Compilation „Fallen" wurde diesem Namen nie gerecht!) gelernt zu haben. FIELDS OF THE NEPHILIM, die gottgleiche Dark Wave Kulttruppe der späten 80er, besinnt sich auf alte Stärken, orientiert sich an ihren Meilensteinen und erinnert daran, dass sie einst neben den SISTERS OF MERCY die gottverdammt beste, eigenständigste und unverkennbarste Band einer ganzen Bewegung waren.Bereits das düster erlauchte Intro erinnert an alte Tage und entführt sein Opfer in die dunkle Welt der FIELDS OF THE NEPHILIM. Die fortan erhallenden elegisch, fast hypnotischen Gitarrenläufe konstruieren in Kombination mit der unverkennbar erhabenen Stimme von Master Mc Coy atmosphärisch düstere Klangwelten und schaffen ein Wechselbad aus Trauer, beklemmender Angst, Melancholie und Romantik, wie man sie nur von dieser überragenden Band kennt. Was auf Mc Coy's Soloausflug „Zoon" bereits ansatzweise geschafft wurde, wird hier über volle Länge ausgereizt und nahezu in alter Stärke perfektioniert. „Mourning Sun" kann zwar nicht ganz mit den in Urformation eingedüsterten Klassikern mithalten, ist jedoch ein gewohnt komplex, nicht leicht zu erschließendes Meisterwerk, dessen überlangen Kompositionen voll dunkler Schönheit man seine Zeit bedenkenlos opfern kann, und dessen angsteinflößende Intensität die gebannten Hörer, nicht zuletzt durch das ehrfurchtgebietende Organ von Carl Mc Coy wie wehrlose Opfer in die heimischen Polstermöbel drücken wird, als gäb's kein Morgen. „Mourning Sun" ist die ideale Scheibe für den anstehenden Winter und ein absolut würdiges und zeitgemäßes Comeback einer Legende und verdammt besten Bands aller Zeiten! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Insgesamt ein annähernd perfektes Album,
Von Martin Oehri, unterhaltung-themenguide.de (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Mourning Sun/Ltd. (Audio CD)
Wenn man an Gothic Rock der besseren Sorte denkt, dann denkt man unweigerlich an die früheren Alben von FON wie "Elizium" oder "The Nephilim".Nach dem nicht ganz so gigantischen "Fallen" (2002) ist die Band um den streitbaren, aber genialen Mastermind Carl McCoy aber zu alter Größe auferstanden. Denn auf "Mourning Sun" werden sieben lange Tracks zelebriert, die alles beinhalten, was ein großes Gothic-Album haben muss. U.a. brachiale Gitarren, epische Chorgesänge, schlurfender Bass und abwechslungsreiche Songs - mal verschleppt verträumt ("Requiem XIII-33"), mal energisch treibend ("Straight To The Light"), aber immer emotional berührend (wenn man sich drauf einlässt). Einen kleinen Schub Richtung Moderne haben sie auch gemacht, denn "Xiberia" wird begleitet durch elektronische Sounds. Doch keine Sorge, moderate Neuerungen haben noch keiner Band geschadet. Insgesamt ein annähernd perfektes Album, das andere Bands dieses Genres alt aussehen lässt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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