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Was sind diese Pünktchen und Fädchen, die in unserem Blickfeld schwimmen und bei hellen Lichtverhältnissen sichtbar werden? In der Augenheilkunde sprechen die Ärzte von Partikel in den Augen, Mouches volantes oder Glaskörpertrübungen genannt; Patienten werden mit dem Hinweis auf die Harmlosigkeit des nicht effektiv behandelbaren Phänomens vertröstet. Der Autor Floco Tausin stellt in diesem Buch die radikal entgegengesetzte Erkenntnis des im schweizerischen Emmental lebenden Sehers Nestor vor: Die fliegenden Mücken sind erste Teile einer leuchtenden, durch unser Bewusstsein gebildeten Grundstruktur, die unsere alltägliche Wahrnehmung von Objekten ordnet und als sinnvoll erscheinen lässt; wir Menschen sind dabei an je einer Kugel in dieser Struktur angenabelt, in welche wir eingehen müssen, um über den Tod hinaus bewusst zu bleiben. Der Leser findet in diesem Buch nicht nur einen Erfahrungsbericht in Form einer mystischen Geschichte; er wird auch mit der Weltanschauung, der Lebenspraxis und den Ekstasetechniken des Sehers Nestor vertraut, die es bedarf, um zur Erkenntnis eines Phänomens zu gelangen, das direkt vor unseren Augen fliegt, dessen Bedeutung aber weit über unsere vertraute Welt hinausreicht.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Seher im Emmental,
Rezension bezieht sich auf: Mouches Volantes: Die Leuchtstruktur des Bewusstseins (Taschenbuch)
Der Autor Floco Tausin versteht sein Werk als »mystische Geschichte«, basierend auf einer wahren Begebenheit. Er lässt sein teils autobiographisches, teils fiktives Ich auf der Suche nach einem restaurationsbedürftigen Möbel auf den Wissenden Nestor stossen, der im schweizerischen Emmental zurückgezogen lebt. Die Restauration von Nestors »widerspenstigem« Sekretär wird zu Beginn auf eine etwas undurchsichtige Weise zum Problemfall: »Die Arbeit an diesem Möbel schien sich ungünstig auf meine körperliche Verfassung auszuwirken, so dass ich immer wieder gezwungen war, längere Pausen einzulegen« (S. 17). Dies ist aber unvermeidlich, da die Restauration zugleich Flocos Reise in die Tiefen des Bewusstseins darstellt.Tausin schildert in einer präzisen, teils ausschweifenden Sprache die Lehrzeit, begleitet von mystischen Erlebnissen, die dem lyrischen Ich »auf der linken Seite der Emme« zuteil wird. Und so wie Floco ausharren muss, bis sich endlich Fortschritte in der Restauration des Möbels einstellen, muss sich auch der Leser gedulden, bis die Kernaussage in Nestors Lehre greifbar wird: Bewusstseinsentwicklung geht einher mit einer durch Ekstasen herbeigeführten, veränderten Wahrnehmung, deren frappantestes Merkmal die Entwicklung einer »Leuchtstruktur« ist. Ein Fortschreiten innerhalb dieser Struktur führt zum »Sehen«, einer befreienden Erkenntnis dessen, was hinter unserer vertrauten Alltagswelt liegt. Bis hier hätte »Mouches Volantes« ein netter New-Age-Roman à la Castaneda abgegeben. Das provozierende Novum liegt darin, dass jene Leuchtstruktur mit dem entoptischen Phänomen Mouches volantes identifiziert wird: Jene im Blickfeld »schwimmenden« transparenten Punkte und Fäden, die weit verbreitet, manchmal lästig, meist aber harmlos sind und in der Augenheilkunde als Glaskörpertrübungen zu heilen versucht werden (so das Resultat von Flocos sorgfältigen und ausführlichen Recherchen), beschreibt Nestor als »erste Erscheinungen deines Bewusstseins ..., welches eine leuchtende Struktur bildet.« (S. 202). Die Rahmenhandlung von »Mouches Volantes«, die Restauration des alten Möbels, ist eher Beiwerk, wenn auch die Erfolge Flocos in der Restauration teils geschickt mit den Erfolgen in der Bewusstseinsentwicklung verknüpft werden. Der Roman überzeugt aber letztlich durch seine differenzierte und sprachlich gelungene Auseinandersetzung mit den Mouches volantes im Spannungsfeld zwischen der medizinischen Erklärung und den Lehren des Sehers Nestor - die allerdings erst in der zweiten Hälfte des beinahe 400-seitigen Werkes angerissen wird. Die Botschaft des Buches ist aber unmissverständlich: Mouches volantes sind weit mehr als »Teilchen im Auge«. Der Roman »Mouches Volantes« richtet sich damit gegen eine allzu starre wissenschaftliche Rationalität, bietet aber eine lesenswerte Alternative zwischen postmoderner Beliebigkeit und konsumorientierter Esoterik. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Lichtpunkte vor dem Sichtfeld,
Von Wulf (Friedrichsthal/Thüringen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Mouches Volantes: Die Leuchtstruktur des Bewusstseins (Taschenbuch)
Ich weiß nicht, ob Floco Tausin der wirkliche Name des Autors ist oder nicht - aber er steigt schön über die Zunge und hinterläßt eine angenehme Erwartungshaltung auf das, was dieser geschrieben haben mag. Anders als der Titel des Buches: Mouches volantes - ist schwer zu behalten, kein Mensch weiß, was das ist, und so macht es eben nicht besonders neugierig auf das, was sich hinter diesem Titel verbirgt.Wenn man dann aber das Buch aufschlägt und zu lesen beginnt, ändert sich das schlagartig. Denn wir werden in eine Handlung einbezogen, die poetisch-friedlich berührt und noch dazu mit so einigen Lehren aufwartet, die man gerade in heutiger Zeit sehr gut gebrauchen kann. „Mouches volantes" kennt der Rezensent bereits seit 40 Jahren - also nicht das Buch, sondern diese beweglichen Punkte, die hellen Flecken, Streifen oder Fäden, die sich ungreifbar vor den Augen befinden. Häufig und fast immer übrigens sieht man auch klitzkleine silberne Pünktchen, die auf dem Himmelhintergrund herumtanzen wie die atomaren Teilchen eines Moleküls wohl um den Kern einer mehr oder weniger festen Materie tanzen mögen. Und daß Augenärzte diese Mouches volantes jeder Fasson als Augenschaden diagnostizieren, könnte einen Sehenden dazu veranlassen, an der Wissenschaft und an der Wahrheit deren Aussagen zu (ver)zweifeln. Der Rezensent jedenfalls ist nicht verzweifelt, sondern hatte in früheren Jahren diese Teilchen als GLS, als „geistige-Licht-Substanz" benannt und stets genossen. Das Buch ist wunderbar langsam. Der Leser wird an die Hand genommen und ganz langsam in die Geheimnisse einer schweizer Tallandschaft und eines humorvollen alten Mannes in der Rolle des Lehrers (Nestor) eingeführt. So hat der Leser die Möglichkeit, die Erkenntnisse und Erlebnisse des Protagonisten mitzuvollziehen, auch wenn er von Möbel-Restaurierung überhaupt nichts versteht. Denn darum geht es in dem Buch - es ist sozusagen der „rote Faden": Um ein altes Holzmöbel aus dem 19.Jahrhundert, einen Sekretär, der sogar noch mit allerlei menschlichen Eigenschaften ausgestattet ist: Zumindest ist er sehr störrisch, und in manchen Teilen spiegelt er den Protagonisten, so daß diesem seine schlechten oder unvollkommenen Eigenschaften so richtig ins Auge stechen müssen. Dieser will eigentlich nur „Knete machen", d.h. das Möbel herrichten und dann möglichst teuer wieder verkaufen. Davon lebt er. Und - lebt er auch „dafür"? Da er ganz scharf ist auf den Erwerb und die Restaurierung dieses Möbels, unterwirft er sich allem, was nötig ist, es zu erhalten. Und im Zuge dieser Unterwerfung (surrender) lernt er, seine Ansichten über die Welt, über sich selbst, über das Restaurieren, über seine Gefühle, über seine Einstellung anderen Menschen gegenüber - auch Nestor, seinem Lehrer - vollkommen zu ändern, zu überdenken und die Folgen dieser Entwicklungsprozesse mit in sein zukünftiges Leben zu nehmen. Anders gesagt: Er lernt, daß das, was man glaubt, wahrzunehmen und zu sehen, unter Umständen garnicht das ist, was man sieht, weil man sehr viel sieht, was man einfach sehen will, was aber dennoch real nicht da ist. Oder? Mit dem Protagonisten werden Sie im Buch jedenfalls derart hin- und hergerissen, daß nicht nur dieser den Nutzen aus den Erkenntnisprozessen hat, sondern dann letzendlich Sie als Leser! Sie werden sanft geführt, sich mit IHREN Gefühlen, mit Ihren Einstellungen zum Leben und zur Welt auseinanderzusetzen und die Widerstände und Ablehnungs-Verhalten neu zu überdenken, unter denen sich Ihr Leben bisher abspielte. Das Ganze ist eingebettet in wunderschöne Naturschilderungen, und man spürt Nestors wahre Liebe zur Natur und zum Natürlichen ständig wohltuend durchschimmern, sodaß man immer wieder entschädigt wird für die Aufwallungen, die man erlebt, die aber nun auch nicht immer angenehm zu verspüren sind. Alle in allem möchte ich sagen, daß das Buch lesenwert ist, schon, um die eigene Relativität inbezug zur Welt - und um die Wahrnehmung eines sich wandelnden Maßstabs-für-alles neu zu formieren und zu bedenken. Weg und Ziel sind eine veränderte Wahrnehmung nicht nur der mouches volantes, sondern überhaupt der Wahrnehmungen, die man glaubt zu haben, wenn man auf dieser wunderschönen Erde leben möchte. Ich möchte jedem neuen Leser zurufen dürfen: Jeden Tag erschaffst Du Dir neu, wie der Protagonist am Möbel täglich neu arbeitet. Und Du hast die Chance, Dir durch tägliche Neuschaffung ein vollständig neues Leben in einer vollständig neuen Energie zu kreieren! Und so fragt man sich nach der Lektüre des Buches: Ist das Leben nicht einfach ganz herrlich !!!??? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine wunderschöne, mystische und erleuchtende Geschichte,
Von drdorothea "drdorothea" (Waldbrunn) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Mouches Volantes: Die Leuchtstruktur des Bewusstseins (Taschenbuch)
'Mouches volantes' ist eine mitreißende mystische Geschichte, die nicht abgehoben, sondern wie aus dem wirklichen Leben klingt und zum Nacherleben einlädt. Sie beschreibt einen möglichen Weg spiritueller Entwicklung und Bewusstseinerweiterung. Dieser Weg ist authentisch und fundiert, weil er mühsam und langwierig ist.Angestrebtes Ziel des Lehrmeisters und Sehers Nestor ist es, die Lebensenergie in seinem Schüler Floco in klaren Einzelschritten soweit zu erhöhen und zu mobilisieren, damit er sie „ganz ins Bild geben" und dieses dann „zum Leuchten bringen" lernt. Es geht darum, die Nachbilder der Dinge und „fliegende Mücken im Bild" sehen zu lernen, um schließlich vom rechten ins linke Bewusstsein zu gelangen, das als „erleuchtete Grundstruktur" beschrieben wird. Floco wollte eigentlich nur ein antiquarisches Möbelstück in Nestors Haus restaurieren. Dies wird ihm jedoch erst nach ausreichender Bewusstseinserweiterung möglich, da er die Energie des Möbelstücks zuvor nicht aushält. Es geht jedoch um mehr als nur um erweiterte Wahrnehmung. Wesentliche Stufen sind „In den Gefühlskörper gehen", „inneren Druck aufbauen", „die Energie fliessen lassen", etwa durch Atmung, körperliche Bewegung, Kontakt mit der Natur, Tanzen, Lauschen und Tönen. Wichtig wird für Floco die Unterscheidung zwischen der „äußeren Leinwand", sprich der oberflächlichen Erlebnisweise des Alltäglichen und der Erfahrung der Welt auf der tiefgehenderen, ganzheitlichen „inneren Leinwand". Hierbei muss Floco, angeleitet durch Nestor, sich lösen von der Fixierung an materielle Dinge, Gewohnheiten, Zweifel und festgefahrene Gedankenstrukturen. Erst dann nähert er sich dem genannten Ziel und der „vollkommenen Restauration". Beim Lesen wurde ich ein wenig an Zen-Bhuddismus erinnert, an indischen Advaita, buddhistischen Tantra und an europäisch geprägten Natur-Schamanismus. Doch würden Vergleiche die Einmaligkeit des Buches unnötig schmälern. Es wird jedem Leser und auch jeder Leserin leicht fallen, sich mit Floco zu identifizieren, mit all dessen Gefühlen und Gedanken wie Panik, Zweifel oder hartnäckiger Besserwisserei. Dann auch mit seiner trotzigen, ja heißwütigen Rebellion gegen den oft provozierenden, kühl und glatt erscheinenden Belehrer Nestor. So gibt das Buch die Chance, eigene Widerstände nochmal zu durchleuchten, selbst wenn man sie schon aufgelöst haben sollte. Schließlich darf man teilhaben an Erleichterung, Freude und Erkenntnis bei den gelingenden Veränderungen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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