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Motorradgeschichten. Die irren Motorradgeschichten. Die schönsten Motorradgeschichten. Die allerletzten Motorradgeschichten, 3 Bde.
 
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Motorradgeschichten. Die irren Motorradgeschichten. Die schönsten Motorradgeschichten. Die allerletzten Motorradgeschichten, 3 Bde. [Gebundene Ausgabe]

Ernst Leverkus
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Elefantentreffen hätte es ohne ihn nie gegeben und ebensowenig den Tankrucksack. Außerdem hat der Motorradjournalist Ernst 'Klacks' Leverkus die Lese-Bedürfnisse der deutschen Biker befriedigt wie kein anderer Schreiber der Nachkriegszeit. Sein 'Das ist doch ein Klacks' ist längst schon Legende, und seine Motorradfahrer-Geschichten hat man stets verschlungen. Etwa die vom wetterharten Schweizer, der einen Wintercrash mit einem Wildschweinrudel dank eines Rodelschlittens überlebte. Oder die vom Postboten, der die gesamte Weltelite der Geländefahrer stehen ließ. Leverkus kennt eine Menge solcher Geschichten, hat viele selbst erlebt oder kannte mal einen, dem das passierte... Seine Lesebändchen waren oft vergriffen und nur noch im Antiquariat aufzutreiben. Doch das Suchen hat ein Ende: Jetzt erscheint die große Sammelkassette mit den besten Motorradgeschichten von Ernst Leverkus. Rund 600 Seiten Lesespaß vom Feinsten.

Autorenportrait

Ernst Leverkus, testete in den 50er, 60er und 70er Jahren so ziemlich jedes neue Motorrad, das seinerzeit in Deutschland vorgestellt wurde. Zusammen mit seiner Frau Inge entwickelte er Testmethoden und Messverfahren, die fester Bestandteil unzähliger Runden in der grünen Hölle, der Nürburgring-Nordschleife waren. Seine Testberichte für die Zeitschrift MOTORRAD werden jetzt wieder zugänglich gemacht.

Auszug aus Motorradgeschichten. Die irren Motorradgeschichten. Die schönsten Motorradgeschichten. Die allerletzten Motorradgeschichten, 3 Bde. von Ernst Leverkus. Copyright © 1998. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Als er die Bahn erblickte, die sich ja mit Vorfahrtsrecht auf einer Hauptstraße befand, nahm Brass instinktiv das Gas weg, um anhalten zu können - - - aber - - - das Motorrad machte einen furchtbaren Satz nach vorn! Brass hing geradezu noch eben und eben am Lenker und rutschte vom Sattel nach hinten runter. Er hätte den Drehgriff kurz loslassen und nach hinten schnappen lassen sollen, statt dessen hatte er aus alter Wilhelmshavener Gewohnheit mit der sonst üblichen Norm den Drehgriff nach vorn gedreht - und das bedeutete ja bei diesem verrückten Rennpferd nicht etwa "Gas zu" sondern "Gas auf". Die Maschine raste daher mit einer irrsinnigen Beschleunigung auf die Schienen und die von links kommende Zehn los.
Der Straßenbahnführer riß die Kurbel herum und griff mit der rechten Hand zum Sandkastenhebel. Der Rumpelkasten machte eine schreckliche Notbremsung und schlitterte holpernd und kreischend ein ganzes Stück weiter, ehe er stand. Die Leute innen flogen alle nach vorn durcheinander. Brass hatte aber blitzschnell erfaßt, was ihm da passierte. Sein Seemannsgehirn funktionierte also noch mit überraschend jugendlicher Reaktionsfähigkeit. Hätte er gebremst, wäre er doch noch unter die Bahn geraten, und deshalb ließ er jetzt das Gas stehen und legte das donnernde Roß in eine Rechtsbiegung, um VOR der Bahn noch in die Schwachhausener Heerstraße zu gelangen. In der Tat sprintete die Maschine folgsam aber mit weiterhin gewaltiger Wucht weiter, Brass segelte voll vor dem Winde mit allen Leesegeln der Bahn um Millimeter vorm Bug vorbei und verschwand wie ein rasendes Gespenst mit fliegender Jacke und flatternden Hosen schließlich in der langen Schwachhausener Heerstraße. Die Kollision war!
vermieden.
In der Straßenbahn gab es ein entsetzliches Geschrei und Geschimpfe auf den "Motorrad-Lümmel", aber der war weg und nciht mehr zu sehen, und keiner hatte in den schrecklichen Sekunden die Nummerntafel angeschaut. Käptn Brass stand hinter der Eisenbahnbrücke am Straßenrand einen halben Kilometer weiter und wischte sich mit seinem großen Taschentuch den Angstschweiß von der Stirn. "Brass, was war das mit dir?" sprach er zu sich selbst. Und dann kletterte er von dem Deubelsding runter. "Ne, den Dampfer schieb ich nach Hause. Das 's ja man 'n verrückten Kram, und auf dem braucht man ja ein Extra-Patent." Und dann schob er die Maschine brav zur Handlung "Gebrauchte Motorräder en gros und im Detail" wieder zurück. "Nö", sagte er zu dem Händler, "den Dampfer behalten Sie man, und machen Sie man erst 'n annern Maschinentelegraphen dran."
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