Der Titel verspricht es irgendwie und die Motivation des Autors war wohl genauso gemeint: Oldtimerrestaurierung für Anfänger - so schwer ist es nicht. Auf den ersten Seiten klappt das ja prima, die kleine empfohlene Werkzeugsammlung allgemeiner Art die dazu gebraucht wird( Hammer, Schaubenschlüssel etc.)macht den Eindruck, dass das ja wirklich kein Problem ist.Auf den folgenden Seiten kommt man allerdings aus dem Staunen nicht mehr heraus, was H. Nöll am Beispiel seiner Indian Restaurierung im Gegensatz zu den ersten Seiten aus dem Buch aus den Hemdsärmeln zieht.Da wird mit Auftagsschweißen, Aluschweißen, Reibahlen und Mikrometerschrauben hantiert, als wäre alles in Muttis Küche zu finden.Ganz zu schweigen von fehlenden Begriffserklärungen, da ja nicht jeder Leser gelernter Maschinenbauer ist. Und wenn mal eine Pertinaxscheibe kaputt ist wird auf der Drehmaschine schnell Ersatz gefertigt(wer hat die schon zufällig rumstehen?). Abgesehen von einer Indian, die als Beispiel auch nicht so richtig taugt.Anfänger können sich hier nur eine Ladung Frust bei der eigenen Restaurierung abholen, da noch nicht mal Grundlegende Arbeitstechniken erklärt werden und auch nicht auf den doch erheblichen Werkzeugaufwand - ohne den es aber nun mal nicht vernünftig geht - hingewiesen wird. Fortgeschrittenen Schrauber können mit dem Buch gar nichts anfangen, denn mehr als allgemein übliche Hinweise sind nicht zu finden.Höchstens Indian Restaurierer können ein paar spezielle Tips mitnehmen.Es gibt weit bessere Bücher zum Thema.