Was mir gefällt:
+ Vergleichsweise helles Display, das auch bei Sonnenschein und mit dunkler Sonnenbrille ablesbar ist (ausser die Sonne spiegelt sich direkt im matten Dispaly, was aber _SEHR_ selten vorkommt). Im Auto komme ich mit 10-20% Displayhelligkeit aus.
+ Regendicht
+ Wirklich mit Handschuhen zu bedienen
+ Mitgelieferte Software erlaubt Routenplanung und späteres ansehen der gefahrenen Strecken am PC (so kann man nachträglich geplante Routen korrigieren, wenn man z.B. auf "Anliegerstrasen" gestossen war und einen anderen Weg wählen musste. Wo man wirklich herfuhr, sieht man dann prima. Beim nächsten Mal passiert einem das dann nicht mehr.)
+ Ansicht in Google Earth möglich
+ Speicherplatz erweiterbar mit SD-Karten
+ Klein genug um in der Jackentasche zu verschwinden
+ Kinderleicht auswechselbarer Akku (ohne Werkzeug)
+ Vibriert an meiner V2-Maschine nicht!
Was mir nicht gefällt:
- Motorradhalterung nicht abschliessbar. Wesentliche Teile der Halterung und/oder Navi können mit zwei Handgriffen im vorbeigehen gestohlen werden.
- Bevor man den Navi in die Halterung legt, muss man ein Mini-USB-Kabel zum Laden in die Rückwand fummeln! Das ist bei den teureren Geräten nicht nötig (da ist nämlich eine Kontaktleiste an der Rückwand). Ist nervig und ich frage mich, wie lange das Kabel das mit macht, bevor es bricht oder der Stecker ausgelutscht ist.
- PC-Software und Navi berechnen unterschiedliche Wege (blöd bei Baustellen und dann nötiger Neuberechnung zwecks Umleitung. Die ganze Route wird dadurch im Navi neu berechnet, was zu Abweichungen führen kann). Ankommen tut man natürlich trotzdem. Man kann aber auch einfach die Route nochmal neu laden und fährt die Route dort weiter, wo man gerade ist. Der Zumo macht das klaglos mit.
- Hat man gezwungermaßen "Umleitung" gewählt, kann es passieren, dass man später mehrere Kilometer in eine Strasse geführt wird, nur weil da noch ein Routenpunkt abzufahren ist. Dort angekommen, soll man wenden. Aufgrund des kleinen Displays mit Navi-üblicher schlechter Auflösung ist das vorher nicht ersichtlich. Ansonsten könnte man die "Stichstrasse" einfach auslassen und dem weiteren Routenverlauf folgen, was der Zumo klaglos und automatisch zulässt. Er verlangt dann nicht, dass man zurück zum ausgelassenen Routenpunkt fährt.
- Kein Klinkenanschluss für kabelgebundene Kopfhörer (wobei ich persönlich eh ohne Ton fahre).
- Akku könnte länger halten (besonders am Motorrad, da man dann auf das fummelige USB-Ladekabel verzichten könnte. Für meine 6-8 Stunden-Touren reicht es lange nicht, weil man ja auch 100% Displayhelligkeit nutzt.
- Anliegerstrassen, für Kraftfahrzeuge gesperrt, und sogar unbefestigte Feldwege sind nicht von kleinen (aber allgemein befahrbaren) Strassen zu unterscheiden. Wenn man also gerne Touren abseits der großen Strassen plant, muss man sich auf viele Umleitungen einstellen. Reine Glückssache. Finde ich ärgerlich.
- Relativ dick und schwer.
- Teuer.
Fazit: Ich bin ganz zufrieden. Habe tolle neue Strecken gefunden, die ich ohne den Zumo vermutlich nie gefahren wäre. Wenn man einmal verstanden hat, wie der Zumo "tickt", kann man sich darauf enstellen und fällt nicht mehr auf seinen kleinen "Macken" rein. Die grösseren Zumos waren mir zu schwer. Die sind zwar breiter, aber davon hätte ich nichts. Passen nicht mehr in die Innentasche meiner Lederjacke. Lieber wäre mir ein höher auflösendes Display, besonders vertikal.
Den Luflinienmodus muss ich noch testen. Scheint mir auch sehr brauchbar, wenn man nur ein End-Ziel hat, aber keiner vorgegeben Route folgen will. Vielleicht möchte man ja in eine vielversprechnde Kurvenstrecke abbiegen und später die richtige Richtung wieder finden.