Pressestimmen
»Wer die hundert Seiten dieses Buches liest, der ist um Lichtjahre klüger, was zeitgenössische Musik und Neurologie angeht. Außerdem wird er noch fasziniert sein von der Lakonie von Ligetis kurzer Autobiographie.« (Arno Widmann, Frankfurter Rundschau)
»Der Wagenbach Verlag dokumentiert die Begegnung von Ligeti und Neuweiler in einem schmalen Band, der in der aktuellen Musikliteratur seinesgleichen sucht.« (Olaf Wilhelmer, Opernblatt)
»Neuweilers Aufsatz, zwei Texte Ligetis über Musik und Naturwissenschaft, der Nachruf und ein Nachwort von Reinhart Meyer-Kalkus, dem Wissenschaftlichen Koordinator des Wissenschaftskollegs, ergeben ein heterogenes, aber auch faszinierendes Bändchen« (Wolfgang Fuhrmann, Berliner Zeitung)
Kurzbeschreibung
Dokumente eines ungewöhnlichen und faszinierenden Gedankenaustauschs. Was hat die zeitgenössische Musik mit Neurobiologie zu tun? Die Verbindung von naturwissenschaftlicher und musischer Begabung ist fast schon sprichwörtlich. Unter Mathematikern, Physikern und Medizinern gibt es auffallend ausgeprägte Musikkenntnisse. Der »Jahrhundertkomponist« György Ligeti, wie ihn DIE ZEIT nannte, erzählt von seinem Schülertraum, zwei Berufe gleichzeitig auszuüben, Naturwissenschaftler und Komponist, und betrachtet im Rückblick die organische Chemie als wichtigste Quelle seiner kompositorischen Phantasien und Strukturideen. Der Zoologe Gerhard Neuweiler stellt die Basisfrage der Evolutionsforschung: Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Affe und Mensch? Und kommt zu dem verblüffenden Schluß, daß die Antwort weniger bei den kognitiven Fähigkeiten als bei der motorischen Intelligenz zu suchen sei. Diese Antwort entstand aus einem freundschaftlichen Austausch mit György Ligeti. Der Musiker und der Neurobiologe hatten immer wieder darüber diskutiert, wie die neurowissenschaftliche Forschung Aufschluß über Phänomene wie die metrische Komplexität virtuosen Klavierspiels geben kann. Eine produktive Begegnung der Künste mit den Wissenschaften wurde hier Wirklichkeit. Reinhart Meyer-Kalkus, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Berliner Wissenschaftskolleg, der »Dritte im Bunde«, dokumentiert diesen einzigartigen Austausch.