Wenn ich auf dem Klappentext lese, dass die Firma des Autors für mehr als 9'000 Firmen tätig war, packt mich der blasse Neid. Zudem erinnerte mich der Titel an meine unsägliche Militärzeit, die für mich alle Varianten von zackig in den Tabubereich verbannte. Keine guten Voraussetzungen für eine faire Besprechung. Dann versöhnte mich das Konzept ein wenig. Denn der Autor und sein Assistent Cox packen ihre Weisheiten in eine Geschichte ein und lassen fortan Joe und Ralph sprechen. Mir waren die beiden zu pädagogisch konstruiert. In meinem Alltag begegne ich kaum so idealtypischen Figuren, bei Walt Disney allerdings schon. Auf Seite 45 wird dann die Frage gelöst, was "Zack" ist. Zack ist nämlich eine Kraft, die den Menschen Energie verleiht. Na also, da haben wir die Lösung. Zack muss nun für alles Unerklärbare herhalten, was ich schon beim ersten Auftauchen des Zauberworts vermutete. Im Teil 2 wird die prosaische Theorie in der Abteilung N angewendet. Auch hier werden in die Geschichte immer wieder Joe's Blätter aus seinem Notizbuch eingestreut. In drei Schritten stösst der Leser zur Seele des Zack vor. Ihre Beschreibung lautet: Biete Hilfe an, ohne die Verantwortung zu übernehmen. Dem stimme ich natürlich zu, suchte aber vergebens nach Übungen, um meinen wohl schon pränatal erworbenen Verhaltensmustern ein neues Design zu verpassen. Zum Schluss der Geschichte wird Joe's Dreistufenplan enthüllt. Er lautet: Lies das Notizbuch immer wieder! Mache ein Zack-Training! Höre nie auf und lerne immer weiter! Der budgetfreundliche Preis rechtfertigt zwei Sterne. Denn offenbar erreicht diese Form von Motivationstraining viele Köpfe und Seelen. Mich konnte das Konzept trotz meiner Vorliebe für amerikanische Sachbücher überhaupt nicht begeistern.